Es hört doch jeder nur, was er versteht.

Es hört doch jeder nur, was er versteht.
— Johann Wolfgang von Goethe

Egal ob man es nun Fake-News oder Propaganda nennt, immer schreibt irgendjemand einen Text um die eigenen Gedanken mitzuteilen. So auch bei diesem Beitrag von Don Alphonso in der FAZ: Der ostafrikanische Kulturkreis als Erklärung für sexuelle Nötigung

Don führt schon seit Jahren auf meiner Plattform Blogger.de ein Blog namens rebellmarkt und seit ebenso vielen Jahren verstehe ich seine Texte nicht. Ich verstehe weder ihre Grundaussage, noch wie er von einer Aussage zur nächsten kommt. Das erinnert mich ein bisschen an die Mathematikvorlesungen aus meinem Studium, wo wir uns dann zur Prüfungsvorbereitung wochenlang damit beschäftigt haben, wie denn nun die Einzelschritte eines Beweises zusammenhängen. Um so einen Beweis wirklich verstehen zu können, ist das wichtig und da ich ja mein Studium auch abschließen wollte, habe ich mich halt dahinter geklemmt.

Nun sind Beweise in der Mathematik aber wesentlich einfacher als Texte zu interpretieren und da Don seit Jahren als Journalist arbeitet und auch bereits ein Buch geschrieben hat, nahm ich einfach an, dass ich einfach nicht intellektuell genug bin, um die Texte zu verstehen.

Heute morgen habe ich dann also einen weiteren Versuch unternommen, weil wir ja nun alle 2017 vor der Brust haben und die Bundestagswahl so langsam konkreter wird. Und nachdem die meisten von uns so entsetzt über Trump in den USA sind, sollten wir also zumindest ganz genau beobachten, wie es mit der AfD hier in Deutschland weiter geht. Und da ist das Thema Flüchtlinge aus irgendeinem Grund sehr wichtig und morgen ist schon wieder Silvester und wie es der Aufmerksamkeitsjournalismus nun so will, muss natürlich der Hauptaugenmerk auf Köln gerichtet sein.

Alles Themen, die Don auch anspricht, ich verstehe nur weder seine eigene Meinung, die ihn zu diesem Artikel veranlasst hat, noch was er mit dem Artikel bezwecken möchte. Eines hat er aber auf jeden Fall mal wieder erreicht: jede Menge Reaktionen. Wenn man sich aber die Kommentare unter dem Artikel so anschaut, liest da wirklich jeder, was er möchte. Gut, in erster Linie scheint gegen Flüchtlinge Stimmung gemacht zu werden. Manchmal weniger unverblümt, mal mehr. Aber vielleicht geht es den meisten Lesern so wie mir und sie verstehen Don gar nicht und picken sich ein, zwei Aussagen raus, die sie verstanden haben und schreiben dazu etwas – ganz so, wie es Goethe in seinem Zitat oben schon beschrieb.

Das ist aber ja auch irgendwie das Dumme an solchen Artikeln: man kann nicht gegen sie argumentieren, weil sie irgendwie nichts greifbares enthalten. Andererseits können sie prima als Legitimation der eigenen Meinung herhalten, weil sie eben so viele Andeutungen machen, dass man sich leicht ein paar Rosinen rauspicken kann.

In seinen letzten zwei Absätzen könnte man herauslesen, dass er abseits der Polemik eine sachliche Argumentation führen möchte. Darüber, ob Kulturkreise (was sich für mich schon sehr stark nach Neusprech für Rasse anhört) tatsächlich Schuld daran sein könnten, dass Flüchtlinge in Deutschland ein Problem sind.

Grundsätzlich ist das ein gar nicht so verkehrter Diskussionspunkt. Und weil er das Beispiel des Flüchtlings bringt, welches ein junges Mädchen belästigt hat, ist ja wirklich die Frage, wie man das wahrnimmt. Ist es ein Flüchtling, der die Tat begangen hat und wirft somit die Flüchtlinge in einen Topf? Oder ist es ein Mann, der dies tat und man wirft deshalb die Männer alle in einen Topf, oder ist es diese eine Person und akzeptiert, dass es böse Menschen gibt, die entsprechend zur Rechenschaft gezogen werden?

Ich persönlich bin grundsätzlich gegen eine solche Sippenhaftung, es bleibt für mich also nur, diese Tat dem einzelnen männlichen Flüchtling anzulasten. Alles andere übersteigt meine Verständnis davon, wie wir miteinander umgehen sollten. Wie man nicht nur an den Kommentaren unter Dons Artikel sehen kann, gibt es aber auch ganz andere Auffassungen dazu. Und genauso, wie ich nur jene Seiten in Dons Artikel höre, die ich unter dieser Prämisse verstehe, geht es anderen Lesern genau so.

Deshalb sind die nicht dumm, oder man sollte auf sie hinabsehen. Denn genauso nehmen die ja mich wahr. Deshalb gibt es an der ganzen Diskussion ja kein richtig oder falsch. Nicht nur, weil die Themen alle miteinander verbunden sind, sondern auch weil die Standpunkte, aus denen heraus argumentiert wird, einfach grundverschieden sind.

Ich würde mir nur wünschen, dass wir darüber diskutieren, wie wir miteinander umgehen sollen. Und dann überlegen, was das für Auswirkungen auf die wahrgenommenen Probleme in unserer Gesellschaft hat. Auch dabei wird es unterschiedliche Vorstellungen geben, aber so bekommt man immerhin ein klares Bild davon, wie sich der Gegenüber die Gesellschaft vorstellt.

Solche Artikel wie der von Don mögen gut gemeint sein, aber von Journalisten würde ich mir wünschen, klarer und unmissverständlich zu formulieren. In einer Welt der Mathevorlesungen sollten sie diejenigen sein, die in den Übungsstunden den Studenten erklären, wie die Zusammenhänge funktionieren.

Buch-Lese-Challenge 2017

Ich bin heute über diese Buch-Lese-Challenge 2017 gestossen. Zuerst fand ich die Idee ja ganz gut, aber je mehr ich mich mit der Liste beschäftigt habe, umso seltsamer wurde es. Aber im Einzelnen:

1. A book you read in school

Da fallen mir im Moment nur ein paar Sachen von Dürrenmatt und Goethe ein. Keine erbauliche Auswahl.

2. A book from your childhood

Das wäre definitiv 11 Freunde müsst ihr sein. Das hatte ich mir extra schon mal irgendwann neu gekauft und müsste hier auch noch irgendwo rumfliegen.

3. A book published over 100 years ago

Dann also vielleicht bei 1 Dürrenmatt, damit ich hier Goethe lese? Die Leiden des Jungen Werther vielleicht?

4. A book published in the last year

Das sollte nicht so schwierig sein.

5. A non-fiction book

Urgs. Was soll das sein? Eine Biographie, oder ein Lebensratgeber?

6. A book written by a male author
7.A book written by a female author

Ich achte selten darauf, wer die Autoren der Bücher sind, die ich lese. Das ist ja anstrengend.

8. A book by someone who isn’t a writer (think Paul Kalathani or Richard Branson)

Ich hätte ja jetzt gesagt, dass jemand der schreibt, ein Schreiber ist. Aber offensichtlich gibt es da irgendwo eine Gilde in die man Eintritt, um dann ein richtiger Schreiber zu sein. Mal sehen, wo man diese Information findet…

9. A book that became/is becoming a film

Gilt es dann auch, wenn ich einfach den Film gucke?

10. A book published in the 20th Century

Zum Glück hat Goethe viel geschrieben.

11. A book set in your hometown/region

Bisher habe ich um diese ganzen Heimatromane-/krimis immer einen großen Bogen gemacht. Es wird schon seinen Grund haben, warum sie nicht weltbekannt sind.

12. A book with someone’s name in the title

Damit fällt Die Leiden des jungen Werther weiter oben auch weg.

13. A book with a number in the title

Ich hätte diese Liste erst durchlesen sollen, bevor ich die guten Titel wie 11 Freunde müsst ihr sein schon für andere Punkte vergeude.

14. A book with a character with your first name

Und plötzlich hätte es sich ausgezeichnet, wenn meine Eltern mich Adolf statt Dirk genannt hätten.

15. A book someone else recommended to you

Gilt ein Amazon-Referral-Link auch schon als Empfehlung?

16. A book with over 500 pages

Wie viel ist das umgerechnet in Kindle-Seiten?

17. A book you can finish in a day

Muss ich das dann auch? Ich habe mal die Extended Version von Stephen King’s The Last Stand an einem Wochenende ausgelesen. Muss das nun als Beispielwert herhalten?

18. A previously banned book

Das ist ganz schön unspezifisch. Im eigenen Land? Da sollte es wohl so einiges Material aus dem Nationalsozialismus geben.

19. A book with a one-word title

Finde ich gut. In der Ruhe liegt die Kraft! Und wer schon beim Titel alles mit einem Wort sagen kann, wird wohl auch im Buch selbst nicht viele Worte verschwenden.

20. A book translated from another language

Habe ich bereits auf meinem Kindle: Die drei Sonnen

21. A book that will improve a specific area of your life

Ich hasse Lebensratgeber.

22. A memoir or journal

Ich lese so viele Blogs; kann ich mir die anrechnen lassen?

23. A book written by someone younger than you

Das wird mit jedem Tag einfacher. Zum Glück ist es nicht anders herum.

24. A book set somewhere you’ll be visiting this year

Da bin ich ja mal gespannt. Ich habe nicht vor, irgendwas zu besuchen. Also irgendein Buch über die Welt?

25. An award-winning book

So lange diese blöden Spiegel-Beststeller-Aufkleber keine Awards sind, kann ich mit der Regel leben.

26. A self-published book

Die bisher einzig wirklich interessante Regel. Mag das Buch noch so trashig sein, jemand war so überzeugt von sich, dass er/sie es selbst publiziert hat. Wobei wir da auch schon wieder bei den Bloggern sind.

Ich glaube, ich mache das lieber wieder so wie in diesem Jahr: erst die Bücher lesen, die ich noch auf dem Kindle habe, und dann die Bücher, die auf meiner Amazon-Wishlist sind und die sich irgendwie immer vermehren.

Übrigens sind alle Amazon-Links in diesem Beitrag mit meinem Referral-Code bestückt. Bestellt ihr darüber also was bei Amazon, kriege ich ein paar Prozent von der Bestellsumme.

Nachtrag: Erst jetzt sehe ich, dass es neben dieser 26-Bücher-Liste auch noch eine mit 52 gibt. Aber die Arbeit mache ich mir jetzt echt nicht mehr. Wie soll man denn da zum Lesen kommen?

The Accountant & Secrets and Lies

Gestern und heute waren ziemlich laue Tage für Filme und Serien. Auf der einen Seite habe ich mit den gutbesetzten The Accountant angesehen, der aber eher langweilig und sehr hakelig war. Vielleicht wäre hier eine Miniserie (6 Folgen, wie in UK üblich) wären vielleicht angemessen gewesen. So hätten die Figuren ein bisschen mehr Zeit gehabt sich selbst zu entwickeln. Und das, obwohl der Film selbst zwei Stunden lang war.

Bei Amazon Prime habe ich in Secrets and Lies reingeschaut, aber die Serie war ziemlich langweilig. Nach drei Folgen habe ich aus Neugierde noch die letzte Folge angeschaut. Hahnebüchen…

Dabei habe ich festgestellt, dass ich Juliette Lewis wieder einmal total schlecht und als einen Grund empfand, eine Serie nicht aushalten zu können. Und wenn ich Ryan Phillippe – der auch in der neuen Serie Shooter den Hauptdarsteller mimt – noch einmal Rennen sehe… Es ist wirklich unglaublich, dass er immer und überall rennen muss und es dabei nicht mal vernünftig kann – vor lauter Kraft.

Immerhin habe ich den heutigen Sonnenschein zu einem schönen Spaziergang in der winterlichen Kälte genossen. Ganz ohne Bildschirm – ach, ne. Pokémon Go habe ich dabei ja doch auch noch angehabt…

Heizungsbau für Anfänger

Meine Heizung in Schweden ist eine Kombination aus einer Elektro-Heizung (also so etwas wie einem Tauchsieder) und einem Pellet-Brenner. Während meinem Besuch in Deutschland hatte ich den Pellet-Vorratsbehälter komplett aufgefüllt und zusätzlich die Elektroheizung eingeschaltet. Das Ziel war, dass der Pellet-Vorrat locker die zehn Tage ausreicht und der Stromverbrauch für die Zeit nicht zu hoch wird. Dass das alles nicht so geklappt hat, war mir zwischendurch schon zuhause klar, weil ich dort online Zugriff auf den Stromverbrauch habe und so sehen konnte, dass die Elektroheizung viel zu viel verbraucht – also im Verhältnis dazu, was ich mir ausgerechnet hatte.

Als ich gestern ankam, war der Pellet-Vorrat auch kaum angetastet und die für den Pellet-Brenner zuständigen LEDs blinkten lustig zwischen rot und grün – irgendwas stimmte nicht. Also habe ich den Brenner unten aus der Heizung gezogen und sah, dass der Brenner dort gar keine Pellets mehr hatte. Ein Kaltstart des Brenners (also ohne die Pellets tatsächlich zu entzünden), ergab dann, dass in dem Pelletbrenner keine Pellets mehr nachgeschoben wurden. Die dafür zuständige Förderschnecke im Inneren bewegte sich nicht.

Glücklicherweise hatte ich das Problem aber schon einmal im Sommer. Damals hatte ich versehentlich 6mm Pellets statt 8mm Pellets gekauft und nicht so versehentlich verbrannt. Was sollte da schon schiefgehen, wenn die etwas kleiner sind? Zum Beispiel, dass sie durch die Mechanik zermamlt werden und die Förderschnecke komplett blockierten. Ich weiß bis heute nicht, ob es tatsächlich an der Größe der Pellets lag, oder daran, dass sie einfach eine schlechte Qualität hatten. Jedenfalls fing ich also wieder an, mit diversen spitzen, langen Werkzeugen, einem Löffel und einem Kärcher die Pellets aus dem Inneren des Brenners zu befreien.

Ein erneuter Kaltstart bewies dann, dass wieder Pellets gefördert wurden, also wurde der Brenner weiter befüllt und angezündet. Alles kein großes Drama, wenn man erstmal weiß, was los ist.

Nach etwa einer dreiviertel Stunde roch es im Haus aber nach Rauch. Auch das ist nicht komplett ungewöhnlich, zumal es gestern auch sehr stürmisch war und der Rauch oft von oben aus dem Schornstein herunter in den Garten geweht wurde. Ungewöhnlich war aber, dass die Heizung selbst nicht so heftig brannte, wie sonst. Seitlich an der Heizung ist ein kleines Guckloch, mit dem man sonst sehr gut kontrollieren kann, ob mit ihr alles in Ordnung ist.

Was folgte waren einige Stunden Fehlersuche, die bis heute nachmittag andauerte. Das Problem ist ja auch, dass man nicht einfach so die Heizung aus machen und alles auseinandernehmen kann, da der Brenner und die Pellets da drin ja noch ziemlich lange heiß bleiben. Entsprechend umständlich war die Fehlersuche, die aber immerhin dafür sorgte, dass ich jetzt mal so einige Klappen und Türen geöffnet habe, die ich sonst nur mit Respekt aus der Ferne zur Kenntnis genommen habe.

Es war jedenfalls nicht so, dass der Schornstein vielleicht zu war, oder sonst irgendwas im Inneren der Brennkammer. Immerhin war ja auch gerade erst der Schornsteinfeger da gewesen. Da die Pellets aber immer nur kurz brannten und die Flammen ziemlich schnell aus gingen, nachdem ich den Brenner in die Brennkammer geschoben hatte, kam mir dann irgendwann der Gedanke, dass eventuell das integrierte Gebläse nicht richtig funktionierte.

Letztendlich war das dann auch die Ursache. Das Gebläse ist dieses schwarze, runde Ding in der Mitte des Fotos. Das drehte sich einfach nicht mehr, der zugehörige Elektromotor versuchte aber noch sich zu drehen. Auseinanderbauen ging nicht, da einige Schrauben und Muttern im zusammengebauten Zustand des gesamten Brenners nicht erreichbar waren. Und wirklich alles auseinanderbauen wollte ich dann auch nicht.

Irgendwann konnte ich das Gebläse aber selbst wieder andrehen und ab dem Zeitpunkt war mir auch klar, welches Geräusch ich in den letzten Tagen vermisst hatte. Freipusten und Schrauben fest andrehen brachte aber keine Verbesserung: von alleine sprang der Motor nicht an. An Elektromotoren kann eigentlich nicht viel kaputt gehen – dachte ich. Entweder sie funktionieren ganz, oder gar nicht. Da er sich drehen ließ und die Magnete nachweissbar auch funktionierten – mit einem Schraubenzieher konnte man sogar die Wechselpolung spüren – musst dann das letzte Wundermittel her: W40, oder besser irgend so ein Kriechölimitat, dass ich noch rumstehen hatte.

Und tatsächlich hat das geholfen! Ein bisschen skeptisch war ich ja schon, da rund um das Gebläse ja noch ein paar weitere Dinge angebracht sind, die dafür sorgen, dass der Brenner in Gang bleibt. Da war der Gedanke, mit feinem Öl herum zu sprühen jetzt nicht so unbedingt komplett sorgenfrei. Aber der Erfolg gibt ja gerne Recht und tat es auch dieses Mal.

Ich habe das Haus jetzt seit vier Jahren, manchmal frage ich mich aber, wie häufig meine Vorbesitzer an der Heizungsanlage arbeiten mussten. Bei der Übergabe damals im Sommer wurde nur grob erklärt, wie ich sie in Gang setzen könnte. Und das etwa alle 14 Tage die Asche entfernt würde. Was ich aber inzwischen schon alles mit der Heizung erlebt habe, geht jedenfalls weiter darüber hinaus. Wie alt die Heizung ist, weiß ich gar nicht, aber da wirklich so gut wie nichts elektronisch ist, gehe ich davon aus, dass sie schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat. Zumal sie vorher mit Öl betrieben wurde (der alte Öltank steht noch seitlich am Haus) und der Pelletbrenner irgendwann nachträglich eingebaut wurde.

Immerhin lerne ich so immer mehr, wie die einzelnen Komponenten zusammenspielen und was sie genau tun. Somit bin ich bei jedem Vorfall zwar immer erst einmal einem Nervenzusammenbruch nahe, aber nachdem das Problem behoben wurde, bin ich jeweils zuversichtlicher, dass die Heizung noch ziemlich lange leben wird – das meiste an ihr ist einfachste Mechanik, die einen ziemlich robusten Eindruck macht. Und jetzt, wo ich weiß, wo es sie manchmal zwickt, kann ich ja mit Schmieröl etwas nachhelfen.

Roadtrip DE-DK-SE

Diese Nacht ging es also zurück. Wieder um 2:30 Uhr aufstehen, mangels selbstgemachtem Latte Macchiato und weil ich weniger keinen Kontrollgang durch das Haus (meiner Eltern) machen musste, ging es aber schon kurz vor 3:00 Uhr los.

Mit durchgehend Tempo 110 und einem Verbrauch von 6,1 l/100 km kam ich dann um 8:24 Uhr am Fähranleger in Puttgarden an, wo nebenstehendes Foto entstanden ist. Um 8:40 Uhr ging es dann auf die Fähre. Leider weiß ich nicht, wann die Fähre davor fuhr, aber so brauche ich mich auch nicht ärgern, ob ich evtl. bei einem Schnitt von 120 km/h die Fähre davor bekommen hätte – man hat wirklich viel Langeweile auf so langen Strecken.

Durch Dänemark ging es wie immer sehr schnell, wobei mich zwei Mal der deutsche Mercedes GLK (?) mit ROW-Kennzeichen überholt hat – und der stand schon auf der Fähre direkt vor mir. Der hatte wohl einen Schnitt von etwa 130 km/h drauf, aber auch einen Hund – ich glaube nicht, dass seine Frau und die Tochter so häufige Pausen benötigt haben.

Auch in Schweden überholte mich der Mercedes noch einmal. Also irgendwann nach 11:30 Uhr. Das war nämlich der Zeitpunkt, als ich in Malmö auf der Brücke war. Wie immer habe ich nicht den Kartenschalter genommen, sondern die persönliche Abfertigung. Leider gab es nur auf der Weihnachtsrückfahrt 2014 etwas Julskum (eine schwedische Weihnachtssüßigkeit). Beim nächsten Mal also vielleicht doch mal den Kartenschalter – und dann klappt das nicht und ich muss irgendwie rückwärts wieder raus. Auch so ein Grund, warum ich das noch nicht gemacht habe.

Wieder einmal hat mich meine Erinnerung an einen McDonalds in Schweden im Stich gelassen. Ich dachte, dass da schon einer direkt hinter Malmö auf dem Weg liegen würde – dem war aber nicht so. Und so hatte ich dann auch keine Lust mehr, eine Stunde vor der geplanten Ankunft noch mal eine Pause zu machen, als ich dann „endlich“ an einem der zwei tatsächlich am Weg liegenden McDonalds vorbei kam.

Gegen 14:30 Uhr war ich dann in Påryd und bin erst mal zum Supermarkt gefahren. Das Wetter wurde in dem Moment arg düster und so wollte ich nich riskieren, später bei einem Spaziergang zum Supermarkt komplett naß zu werden. So wurde ich halt auf dem Weg vom Parkplatz zum Eingang ziemlich nass. Aber Milch für den Latte Macchiato morgen früh musste einfach sein!

Der Regen wandelte sich dann kurze Zeit später in einige Hagelschauer um, die pünktlich eine Pause machten, also ich alle Sachen aus dem Auto im Haus verstaut hatte. Willkommen Zuhause!