Die drei Sonnen (Buch)

Die drei Sonnen (Amazon) von Cixin Liu wurde in den letzten Wochen ziemlich gehyped. Ich weiß gar nicht mehr genau, wo überall ich von dem Buch gehört habe.

Ich mag Science-Fiction-Geschichten, deshalb reichte schon ein bisschen Hype um mich zu überzeugen. Wobei die Kindle-Leseprobe einigermassen nichtssagend war, da die Geschichte doch recht langsam beginnt. Nachdem ich es nun gestern Abend ausgelesen habe, bin ich doch ziemlich ernüchtert. Vielleicht liegt es daran, dass ich schon lange kein Sci-Fi mehr auf Deutsch gelesen habe und ich die Sprache ziemlich stelzig fand. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Geschichte in China spielt und sie voll ist mit der Kulturrevolution, Kadern und Genossen und die Sprache deshalb so fremd ist.

Ganz sicher liegt es aber auch daran, dass ich The Fear Saga (Amazon) bereits gelesen habe und sehr gut fand. Denn zwischen den beiden Geschichten kann man durchaus Parallelen ziehen. Auch wenn ich zugeben muss, dass Die drei Sonnen einen anderen Ansatz verfolgt. Insofern gab es einige interessante Gedankenspiele in dem Buch.

Was ich aber überhaupt nicht verstehe ist, warum es in dem Buch um das Dreikörperproblem geht (und das Buch ja auch im englischen so heißt), es aber eigentlich um drei Sonnen und einen Planeten geht, also eigentlich ein Vierkörperproblem. Das hat mich die Hälfte des Buches über ein bisschen kirre gemacht.

Im Moment überlege ich, wie groß meine Neugierde darauf ist, wie die Geschichte weiter geht. Die deutsche Übersetzung entfällt dann aber für mich, da die erst irgendwann 2018 fertig sein soll. Die zwei weiteren Bücher gibt es aber bereits in der englischen Übersetzung, da könnte ich also sofort weiter lesen. Ich werde wohl noch ein paar Nächte drüber schlafen.

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Kann man Burger aufwärmen?

„Warum?“ ist durchaus eine verständliche Reaktion auf diese Frage und doch kommt man ab und zu in die Verlegenheit, sich solche Fragen zu stellen. Ich bin zum Beispiel ein großer Freund des zuhause essens, aber nicht unbedingt auch des zuhause kochens. Die nächsten Burgerketten sind allerdings rund 40 Autofahrminuten entfernt (Max, McDonalds, BurgerKing).

Dazu muss man sagen, dass mein Essen am besten so heiß sein muss, dass man noch pusten muss. Deshalb bin ich Lieferdiensten gegenüber auch extrem skeptisch eingestellt und bestelle lieber telefonisch vor und hole dann ab.

Aber zurück zum Burger: die sind ja meistens schon auf dem Tablett beim Burger-Bräter nicht mehr heiß und nach 40 Minuten Fahrzeit sind sie nur unwesentlich wärmer als die Raumtemperatur. Burger und Pommes hatten gerade einmal eine Temperatur von 28 Grad.

Bevor ich zum Experiment mit dem Burger in der Mikrowelle schritt, war ich aus zwei Gründen sehr skeptisch: zum einen erinnerte ich mich daran, wie meine Eltern nach dem Kauf einer der ersten Mikrowellen (irgendwann Ende der 80er Jahre) Brötchen damit aufbacken wollten und am Ende mit dem dann harten Klumpen nicht einmal mehr Enten glücklich machen konnten. Und zum anderen besteht ein Burger ja auch aus Soßen und Salaten, die auch auf einem frischen Burger eher kalt aufgebracht werden. Und wenn ich mir schon Fast-Food in der Mikrowelle warm mache, werde ich mir sicherlich nicht die Mühe machen, den Burger in Einzelteile zu zerlegen.

Den Burger und die Pommes daneben habe ich dann also auf einen Teller platziert und 1 Minute lang bei 800 Watt in die Mikrowelle gegeben. Burger und Pommes hatten anschließend 67 Grad, was für mich akzeptabel war, zumal auch das Brot noch sehr weich war und ich nicht riskieren wollte, das Fiasko der Eltern heraufzubeschwören.

Geschmacklich konnte der so aufgewärmte Steakhouse-Burger von Burger King durchaus mit seinem frischen Pendant mithalten. Der warme Salat und die warme Soße sind mir nicht weiter aufgefallen. Die Pommes waren leider ziemlich labberig, aber mit genügend Ketchup konnte man das sehr gut kaschieren.

Insgesamt kann das Experiment durchaus überzeugen und so werde ich wohl noch den einen oder anderen Fast-Food-Burger zuhause genießen dürfen. Über eventuell verloren gegangene wertvollen Inhaltsstoffe muss man sich ja zum Glück eh keine Gedanken machen.

Mittagsspaziergang und Sherlock

Hier liegt mehr Raureif als Schnee, so richtiger weißer Niederschlag soll erst diese Woche folgen. Aber sehr sonnig ist es heute – und dazu ordentlich kalt. Also die Mittagspause für einen kleinen Spaziergang und Pokémon-Fangen genutzt. Ja, das spiele ich immer noch. Warum auch nicht, wenn ich mich ja draußen eh schon bewege. In ganz Påryd gibt es nur zwei Pokestops, so dass man da eh froh sein muss, dran vorbei zu kommen um Zeugs einzusammeln.

Die Kombination aus Kälte, Sonne und Bewegung hat dann auf jeden Fall auch dafür gesorgt, dass ich deutlich wacher wurde. Die freien Tage zwischen Weihnachten und Neujahr, sowie Silvester haben nicht dafür gesorgt, dass meine sonstige Aufstehzeit von 6:00 Uhr auch nur halbwegs noch in meiner inneren Uhr als Weckzeit gespeichert war.

Die erste Folge der vierten Staffel von Sherlock lockte aber, weshalb ich dann gegen 6:30 Uhr meine müden Knochen aus dem Bett oben auf die Couch nach unten verfrachtet habe – nebst kurzem Abstecher um das Frühstück mit frischem Latte Macchiato zuzubereiten.

Über den Inhalt der Folge werde ich nichts verraten, nur dass ich die nächsten beiden Montage um die Uhrzeit wieder vor dem Fernseher auf der Couch sitzen werde – dann aber hoffentlich wacher.

6 Raketen und eine tote Elster

Das könnte ein cooler Titel für ein Buch sein, ist aber nur das Resultat meines Aufräumrundgangs ums Haus. Ich weiß auch nicht, ob die tote Elster das Resultat der Silvesternacht ist. Sie lag unter der Hecke zum Nachbarn und von meinem Fenster aus hinter dem Auto, so dass ich sie gestern gar nicht sehen konnte.

Der Wind blies gestern ziemlich kräftig und so hatte ich ein schönes Feuerwerk direkt über meinem Haus. Allerdings habe ich nicht alles gesehen, da die Reste einer Feuerwerksrakete nur ein paar Meter neben mir auf den Schotter niedergingen und ich dann doch lieber unter der Verandaüberdachung Platz genommen habe.

Eine Rakete habe ich dann vorhin auch kopfüber steckend im Rasen gefunden, während die anderen einfach nur so rumlagen und auch der Beinaheeinschlag auf dem Schotter gestern ziemlich leise war. Also nicht so, dass ich erwartet hätte, mit einer riesigen Kopfwunde abtransportiert werden müsste. Aber man weiß ja nie…

Für mehr Aufregung hat dann eine dieser Himmelslaternen oder Fluglampions gesorgt, die die Nachbarn haben steigen lassen. Obwohl hier ziemlich viel Natur ist und somit genügend Platz, besteht diese Natur aber auch aus gar nicht mal so niedrigen Bäumen. Und bei den Windverhältnissen blieb die brennende Himmelslaterne dann halt in einem hängen. Der Wind sorgte dann für ein einigermaßen spektakuläres Himmelsereignis, nach kurzer Zeit waren die Flammen aber auch erloschen und heute morgen konnte man die paar Fetzen Papier auch nur noch vage erkennen.

Um aber auf die tote Elster zurück zu kommen: da habe ich eher eine der herumstreunenden Katzen im Verdacht, denn ein totes Kaninchen hinter dem Schuppen hatte vor ein paar Monaten wirklich nichts mit Silvester zu tun.

Journalismus: Prinzip der umgekehrten Pyramide

In den letzten Jahren war ich mir nicht sicher, wo ich dieses Prinzip gehört hatte und ob es tatsächlich etwas war, dass im Journalismus noch berücksichtigt wird. Heute morgen habe ich dann endlich mal gegoogelt und das Prinzip gibt es tatsächlich:

Das Prinzip der umgekehrten Pyramide im Journalismus besagt, dass Nachrichten mit den wichtigsten Informationen beginnen und dann immer unbedeutendere Angaben folgen.

Man mag gar nicht glauben, wie häufig ich in den letzten Jahren z.B. nach Sportergebnissen auf Nachrichtenseiten gesucht habe. Eine Information, die man sehr einfach in der Überschrift unterbringen könnte. Ist diese Angabe doch das Wichtigste z.B. an einem Fußballspiel, oder?

Ich mochte das Prinzip und es machte natürlich in erster Linie für die gedruckte Ausgabe von Zeitungen Sinn: wenn die Meldung mit jedem Satz unwichtiger wird, kann man sie prima am Ende kürzen und trotzdem den Inhalt nicht verfälschen. Online ist Platz natürlich kein ausschlaggebendes Argument mehr, trotzdem vermisse ich die Anwendung des Prinzips.

Statt dessen geht es heute ja in erster Linie darum, dass man nicht nur auf der Übersichtsseite einer Nachrichtenseite eine Meldung sieht, sondern dann noch einen Klick, oder einen View auf einer Folgeseite erzeugt. Anhand einer Überschrift oder den ersten Sätzen kann man schon längst nicht mehr auf den Inhalt einer Onlinemeldung schließen. Und das ist nicht nur nervig, sondern auch ziemlich ironisch, weil wegen des Leistungsschutzrechtes ja argumentiert wird, dass Leute nur noch Überschriften in Suchergebnissen lesen und die Artikelseiten selbst nicht mehr besuchen.

Das ist dann ja schon irgendwie ein Henne-Ei-Problem: Sind die Überschriften Clickbait, weil Websites um Besucher kämpfen müssen, oder gehen Klicks auf Suchergebnisse zurück, weil die Überschriften so dämlich sind, dass niemand mehr einen vernünftigen Artikel dahinter vermutet?

Ich fände es jedenfalls gut, wenn mehr Artikel die wichtigsten Informationen zu Beginn ausführen würden. Das trifft natürlich in erster Linie auf Nachrichten zu, aber statt am Ende eines langen Artikels ein TL;DR zu packen, könnte man damit ja auch den Artikel beginnen. Ja, das ist eine Menge Arbeit, aber darüber könnten sich Journalisten sehr gut von Bloggern wie mir unterscheiden, die nur runter schreiben, was ihnen gerade in den Sinn kommt.