Schnell, schneller, Blogs

Nachdem ich (und andere Blogs) schon Mitte Juni YouTube entdeckt haben, sind nun auch Slashdot und Golem.de auf diesen Dienst aufmerksam geworden, der analog zu Flickr Videos mit Tags versieht.

Mal sehen, wann sie dann auf die anderen Flickr-für-Videos aufmerksam werden: DailyMotion und Vimeo.

Ich habe auch mal ein paar Filmchen bei YouTube.com hochgeladen.

Bei Taggling.de werden Filme inzwischen schon vom Crawler erfasst, aber bei den Suchergebnissen noch nicht dargestellt. Mir fehlt schlicht der Platz und die zündende Idee, wie ich die unterbringen soll…

Doppelte Ohnmacht

Die eine tatsächlich bei dem etwa 50 jährigem Mann, der vor mir wie ein Baum auf die Straße fiel und die andere sprichwörtlich bei mir, weil man dann doch recht ahnungs- und hilflos ist.

Zum Glück schnaubte mir der nicht ansprechbare Mann recht schnell seinen alkoholgetränkten Atem entgegen. Über die uns zugewandte Seite seines Gesichts huschte immer wieder ein Lächeln, während die andere blutverschmiert auf dem Boden lag.

Der Rettungswagen kam schnell (weniger als fünf Minuten) und zwischenzeitlich nahte unsere Rettung in Person einer jungen Sanitäterin, die zufällig in der Nähe war. Der Mann kam dann auch zu sich, ohne sich bewußt zu sein, was passiert sei. Nachdem er sich mit der Hand übers Gesicht fuhr, konnte er es dann aber beim Anblick derselben wohl erahnen und murmelte sorgevoll die Frage, was seine Frau wohl dazu sagen würde.

Die Straßenbahn, die wegen seines Sturz warten musste, hat er wohl nicht wahrgenommen. Ist vielleicht auch besser so, die fuhr nämlich gerade ein und kam wenige Meter vor ihm zu stehen…

„Dirk Olbertz aus Berlin“

Nein, Frau Goblirsch, ich komme nicht aus Berlin und war in meinem ganzen Leben auch erst ein paar Stunden dort. Wohnhaft bin ich in Moers am Niederrhein, oft anzutreffen aber auch in der Gegend um Köln/Bonn.

Ansonsten eine schöne Artikelsammlung zum Thema Blogs beim Journalisten, dem Branchenmagazin des Deutschen Journalisten-Verbands.

Die im zitierten Artikel erwähnte Sache mit Novitel kann übrigens hier vertieft werden.

Schröder oder Merkel – die schnelle Frustration

Das Buch Schröder oder Merkel – die schnelle Wahlhilfe habe ich nun zu mehr als zwei Drittel gelesen und werde es auch nur beenden um die Anzahl der nicht beendeten Bücher klein zu halten.

Die Idee und Aufmachung ist ganz gut, auf jeder Doppelseite wird ein Thema behandelt, welches auf der einen Seite pro Schröder und auf der gegenüberliegenden Seite pro Merkel ausgeführt wird. Was man dann aber lesen muss, sind oft leere Worthülsen und gegenseitige Schuldzuweisungen. Also genau die Sachen, denen der Wähler schon lange überdrüssig geworden ist und mit dem Stichwort „Politikverdrossenheit“ überschrieben wird.

Die meiste Zeit wird rückwärtsgerichtet entweder gerechtfertigt und schöngeredet (pro Schröder) oder lamentiert und Aussagen mit mindestens einem Konjunktiv gemacht (pro Merkel). Ich hätte mir einen Ausblick gewünscht, denn nur so lässt sich eine Wahlhilfe überhaupt realisieren. Ich möchte wissen, wo es hingehen soll, nicht wo wir herkommen. Das weiß ich selber, da war ich schließlich dabei…

Morgendliche Dramen am Postschalter

Ich musste nur zur Post, weil Amazon ein kleines Buch so großzügig einpackte, dass es nicht in den Briefkasten passte. Vor mir in der Schlange standen zwei ältere Herren, die ihre wohlverdiente Rente morgens in der Post auf den Kopf hauen.

Während der erste schon bedient wurde, wartete der zweite beharrlich am gleichen Schalter, obwohl ein weiterer Schalter frei wurde. Die Begründung „Ich weiß nicht, ob die da auch Briefmarken hat„, ließ mich erahnen, dass mindestens ein Briefmarkensammler anwesend war. Selbst als skeptischer Postkunde hätte ich nicht daran gezweifelt, an jedem Schalter Briefmarken zu bekommen. Aber diese schnöden neumodischen Dinger, auch Postwertzeichen genannt, scheinen wohl nicht so beliebt zu sein.

Ohnehin scheinen Philatelisten andere Vorstellungen von notwendigen Eigenschaften einer Briefmarken zu haben, als der profane Briefeschreiber. Denn der erste ältere Herr drängelte sich zum Postschalter zurück (dem mit den Briefmarken) und regte sich auf: „Die kleben!“ und meinte damit einige Briefmarken, die er in der Hand hielt. „Geben Sie mir zwei neue!„, rief er der angestrengt wirkenden Schalterfachkraft zu, während ich noch darüber sinnierte, dass mich nichtklebende Briefmarken mehr aufregen würden als klebende. Aber gut, wahrscheinlich genau deshalb bin ich auch kein Briefmarkensammler geworden.

Zum Glück hatte ich noch etwas Zeit und konnte somit beobachten, wie nun der zweite Herr einen kleinen Disput mit der immer noch angestrengt wirkenden Dame auf der anderen Seite des Schalters begann. Ähnlich wie ein Bankräuber hatte er ihr einen Zettel zugeschoben und kurz dachte ich, dass sein Knopf im Ohr vielleicht doch kein Hörgerät sondern ein Kommunikationsmittel mit dem Fahrer des Fluchtfahrzeuges draußen sei. Aber bei dem Zettel handelte es sich nur um eine Art Einkaufsliste für Briefmarken, den die Dame überflog und dann meinte, dass sie von „denen“ hier keine zehn Stück verkaufen könnte. Sie hätten keine komplette Rolle bekommen, weshalb sie auch noch für andere Kunden was übrig lassen müsse. Ein verzweifeltes „Aber ich muss die doch gleich für den Ersttag abstempeln lassen“ und ein plötzlich knallroter Kopf ließ die Dame dann wohl doch erweichen. Denn wenig später sagte sie ihm (zweimal, beim zweiten Mal lauter; also tatsächlich ein Hörgerät) „Hier sind 35 Stück. Mehr habe ich leider nicht„. Mit einem Schulterzucken nahm er sie entgegen und irgendwie glaube ich, dass sich da heute Morgen noch jemand auf dem Weg in andere Postfilialen macht, um auch gut gerüstet zu sein. Für was immer da auch kommen mag…