Kalte Küche am kommenden Montag

Heute hat sich der Schornsteinfeger für Montag angekündigt. Zwischen 7:00 Uhr und 9:00 Uhr. Und der Pellet-Ofen im Keller soll dabei natürlich kalt sein. Das wird sportlich!

Ich stehe ja normalerweise so gegen 6:00 Uhr auf. Wenn ich dann also in den Keller gehe und den Ofen ausschalte, wird es knapp werden mit einem kalten Ofen um 7:00 Uhr. Wenn ich aber den Ofen am Abend vorher ausmache, könnte es morgens ganz schön kalt werden in der Bude.

Im Moment werden 2-3 Grad für Montag vorhergesagt. Das geht ja noch.

Aber wenn der Schornsteinfeger wirklich um 7:00 Uhr ankommen sollte, wird er eh erst einmal auf dem Dach rumturnen. Obwohl es dann ganz schön dunkel sein wird. Vielleicht muss er also gar nicht immer erst zuerst auf das Dach? Und ob er wohl erwartet, dass er morgens um 7:00 Uhr einen komplett kalten Ofen vorfindet? Im Winter?

In den vergangenen Jahren hat er den Ofen unten mit so einem Industriestaubsauger von Asche befreit. Und da kann ich ja verstehen, wenn man das nicht gerne mit heisser Asche macht. Aber so genau kenne ich mich mit Öfen auch nicht aus. Vielleicht ist ja die Asche außerhalb des Behälters, wo ich die Pellets anzünde, wenn ich den Ofen wieder in Gang bringe, gar nicht so heiß.

Und weil es mit dem Schornsteinfeger und einem sauberen Ofen so ist, wie mit dem Aufräumen bevor die Putzfrau kommt, werde ich am Wochenende mal den Ofen ausmachen und einfach selbst nachsehen, wie heiß er dann nach einer Stunde noch ist – und dabei entferne ich den Großteil der Asche schon mal.

Faszination Wildnis

In den letzten paar Tagen habe ich auf Netflix die Dokumentation The Barkley Marathons und den Film Tracks gesehen. Beide haben in mir wieder den Wunsch aufkommen lassen, den Appalachian Trail zu bewandern.

Der ist neben einem Besuch der Osterinseln einer meiner noch übrig gebliebenen Lebensträume.

Trailer „Tracks“

Trailer „The Barkley Marathons“

Dokumentation „The Appalachian Trail“

Steuer 2015

Ich quäle mich irgendwie schon das gesamte Jahr durch meine Steuererklärung für 2015. Ja, 2015!

In den letzten Jahren hat das immer ein Steuerberater gemacht, aber nachdem nun zwei Jahre in Folge fast nichts bis nichts von der Rückzahlung bei mir ankam, weil die Kosten für den Steuerberater so hoch waren, mache ich das also in diesem Jahr selbst.

Durch die nebenberuflichen Tätigkeiten (Werbeerlöse auf diversen Websites) und den Nachwehen meiner kurzen Selbständigkeit ist das leider alles furchtbar kompliziert. Gestern habe ich aber einen kleinen Durchbruch dabei erlangt, die Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Steuerberaters aus den letzten Jahren zu verstehen. Dadurch bin ich nun frohen Mutes, dass ich die Erklärung innerhalb der nächsten 7 Tage endlich abschicken kann – heute fehlte mir nämlich der Nerv, mich noch mal damit zu beschäftigen.

Und für das nächste Jahr nehme ich mir vor, alles irgendwann im April erledigt zu haben, wenn dann diverse Bescheinigungen von (Renten-)Versicherungen eintrudeln. Wenigstens ein Vorsatz für 2017!

Wenn der Abend um 15:00 Uhr beginnt

Ich bin ja nicht das ganze Jahr über in Schweden, entsprechend hatte ich mich schon früh darum gekümmert, dass ich zumindest von Außen den Anschein erwecke, als wenn das Haus bewohnt ist. Die einfachste Lösung dafür sind natürlich diese mechanischen Zeitschaltuhren, an die man dann Lampen anschließt.

Nun kommt es aber in hier auf dem Lande in Schweden gar nicht so selten vor – wobei es im Moment mal wieder für gut 9 Monate gar keinen Ausfall gab -, dass der Strom ausfällt. Und dann nicht nur ein paar Minuten, nein, eher Stunden, oder sogar Tage. Anschließend sind die sorgfältig eingestellten Zeitschaltuhren natürlich komplett aus dem Takt: plötzlich brennt das Licht vielleicht von 3:00 Uhr nachts bis 12:00 Uhr mittags, oder nur tagsüber.

Irgendwann und nach und nach habe ich dann mehrere Leuchten aus der Philips Hue-Serie angeschafft. Die leuchten zwar auch nicht, wenn der Strom weg ist, man kann aber feste Uhrzeiten programmieren und auch von Deutschland aus mal ein paar Lichter ganz außer der Reihe an- und ausschalten. Mir ist dabei schon bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit, dass in einem Dorf mit 651 (2010) Einwohnern die Wahrscheinlich doch recht klein ist, dass gerade mein Haus von irgendwelchen Einbrechern heimgesucht wird.

Aber auch wenn ich hier bin, ist so eine automatisierte Steuerung ganz praktisch. Über sogenannte Szenen kann man bequem festlegen, welche Lampen wie hell sein sollen. Eine habe ich „Gute Nacht“ getauft. Bei der bleibt nur ein kleines Licht im Erker unten an, sowie draußen am Kellereingang um den Garten zu bescheinen und so vielleicht die Wildschweine abzuhalten. Die „Aufstehen“-Szene beinhaltet auch noch einen Lichtwecker am Bett und macht schon mal im Flur und unten das Licht an. Die „Abend“-Szene macht im ganzen Haus Licht, unten mehr, oben weniger. Und eben bei dieser „Abend“-Szene habe ich heute die Startuhrzeit um eine weitere Viertelstunde nach vorne gestellt: ab 15:00 Uhr fängt bei mir nun also schon der Abend an.

Dann ist es Draußen noch nicht richtig dunkel, und wenn keine Wolken da sind, kann man die Sonne auch noch ein wenig sehen. Aber Drinnen ist es dann halt schon so weit, dass ich gerne Licht hätte. Wahrscheinlich wird es dieses Jahr nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich den Zeitpunkt vorstelle. Aber wenn ich nach Weihnachten nach Schweden zurückkehre, geht es dann wieder in die andere Richtung!