„Mein“ Hotel in Tokio

(Bild anklicken für die Google-Streetview-Ansicht)

Gebucht habe ich letztendlich doch bei Agoda.de, nachdem ich immer wieder auf diese Seite gekommen bin. Aber erneut war Kayak.com dabei die Suchmaschine meiner Wahl. Deren Kartenansicht mit den gefundenen Hotels fand ich sehr hilfreich, auch wenn die Auswahl an Hotels doch recht mager war. Der Preis von im Schnitt 53,- EUR pro Nacht scheint dem Hotel sehr angemessen zu sein. Mit gefällt die Lage in der Nähe der kaiserlichen Paläste mit dem vielen Grün.

Und auch sonst hat das Grand Arc Hanzomon Hotel ganz gute Kritiken bekommen. Das Internet soll manchmal etwas langsam sein, aber das bin ich schon aus dem Hotel in Lissabon gewohnt :)

Aber jetzt kann es endlich los gehen mit der konkreten Planung. Ich freue mich!

Urlaub buchen im Jahre 2011

Meine Urlaube buche ich normalerweise so: nachdem der grobe Reisezeitraum festliegt, schaue ich bei Kayak.com nach Flügen. Mittels Google Maps und einem Reisefüher (den ich natürlich bei Amazon.de bestelle) suche ich mir dann außerdem die ungefähre Lage der Unterkunft aus und schaue schon einmal nach, wie ich am Besten vom Flughafen in die Stadt komme – Busse und Bahnen werden dabei bevorzugt.

Anschließend schaue ich mir auf HRS und Budgetplaces.com diverse Unterkünfte an, wobei „Internet auf dem Zimmer“ das einzige Kriterium ist, auf das ich bei einer Suche nicht verzichten möchte. Ich schaue mich dabei immer so in der Preisregion 50,- EUR pro Nacht für ein Einzelzimmer um. Ein Inklusivfrühstück ist mir dabei egal. Ich frühstücke so wenig, dass sich die Preise für ein zusätzliches Frühstück im Hotel nie lohnen und außerdem suche ich mir lieber etwas im jeweiligen Land. Wegen mangelnder Abenteuerlust ist das zwar häufig eine Kette wie z.B. Starbucks, aber das ist mir immer noch lieber und „näher dran“ am Land, als irgendwo im Hotel zu frühstücken.

Möglichst mehrere Monate vor dem eigentlichen Reisetermin buche ich dann den Flug. Das hat auch den angenehmen Vorteil, dass die Kosten für den Flug schon sehr früh vom Konto sind und der Urlaub hinterher gar nicht so teuer erscheint… Bei kleineren und daher meistens kurzfristigeren Urlauben ist das dann anders, wobei die Flugpreise hier aber auch nicht so hoch sind, dass das groß ins Gewicht fällt.

Meine große Urlaubsreise dieses Jahr wird mich nach Tokio bringen und nachdem ich in den letzten sechs bis acht Wochen bereits Flüge und Hotels sondiert habe, wollte ich am Neuhjahrwochenende endlich zumindest den Flug buchen, um hier unumkehrbare Tatsachen zu schaffen.

Ich wollte dabei außerdem mal überprüfen, ob ich bei den oben geschilderten Abläufen aufgrund von Bequemlichkeit nicht zu viel Geld liegenlasse. Ich erinnere mich da zum Beispiel an die Reise nach San Francisco als ich überraschend festgestellt habe, dass das Hotel bei einer direkten Buchung deutlich günstiger war als über HRS, oder Hotels.com.

Kayak.com selbst hatte mir dieses Mal bei meinem Wunschflug (British Airways von Düsseldorf über London direkt nach Tokio Narita) gleich drei verschiedene Möglichkeiten für die Buchung angeboten. CheapTickets.de war knapp 20,- EUR günstiger als British Airways selbst und die nur zwei oder drei Euro teurer als eBookers.com. Aus Gründen, die ich zu Beginn der Suche noch nicht wirklich benennen konnte, hätte ich sowieso direkt bei British Airways gebucht. Diesmal wollte ich es aber ja mal ein bisschen genauer wissen und weiß jetzt auch, warum CheapTickets.de und eBookers.com die schlechtere Wahl sind.

Wobei ich nicht wirklich was gegen eBookers.com sagen kann. Ich benutze Kayak.com, weil ich die Benutzerführung am Besten finde und inzwischen weiß, wo ich was finde und wie ich zu den gewünschten Ergebnissen komme. eBookers.com kenne ich jetzt nur von der Landingpage, auf die mich Kayak.com geschickt hat. Und die war leider nicht sehr übersichtlich, da mir nicht der genau ausgewählte Flug angezeigt wurde, sondern ein Suchergebnis, bei dem auch wieder solche Flüge mit 20 Stunden Aufenthalt, und/oder mehr als einem Zwischenstop angezeigt wurden, die ich bei Kayak.com vorher ausgeschlossen hatte. Ich kenne die technischen Hintergründe und beschwere mich ja auch deshalb gar nicht. Aber „meinen“ BA-Flug habe ich in der Liste nicht auf Anhieb gefunden und habe die Website schnell wieder geschlossen.

Wirklich schlimm fand ich aber CheapTickets.de: zwar kam ich hier direkt bei meinem Wunschflug aus, aber alleine, dass man mir zwei überflüssige kostenpflichtige Optionen vorausgewählt hatte, fand ich wirklich nicht gut! Zum einen ein nicht näher beschriebener SMS-Service sowie eine Ortstarif-Hotline für insgesamt 6,- EUR und dann noch eine Flugticketversicherung für ebenfalls 6,- EUR. Der Preis für die Versicherung wurde dabei nicht auf den Gesamtpreis des Fluges aufgeschlagen. Damit wäre der Flugpreis höher gewesen, als bei Kayak.com ausgegeben!

Da mir das aber schon zu unseriös war und ich zu viele Daten hätte angeben müssen, um zum Schritt „Bezahlung“ zu kommen, habe ich dankend darauf verzichtet. Da auf der Website von CheapTickets.de leider nichts genaues zu entnehmen war, muss ich den Berichten im Internet Glauben schenken, nach denen man auch schon mal 16,- EUR Gebühren für die Bezahlung per Kreditkarte erhebt. Auf den Seiten von CheapTickets.de steht dazu nur folgendes:

Sie können Ihre Flugbuchung per Kreditkarte bezahlen (VISA, American Express, Eurocard/Mastercard). Da dies für uns teilweise mit Extrakosten verbunden ist, können Ihnen hierfür zusätzliche Gebühren berechnet werden. Diese werden Ihnen vor Buchung auf unserer Webseite angezeigt.

So bin ich also dabei geblieben und habe direkt bei British Airways gebucht. Da weiß ich, dass meine Daten nicht noch bei einer zusätzlichen Firma liegen, denn zu British Airways müssen sie ja so oder so. Und die (theoretische) Preisersparnis ist mir das nicht Wert. Außerdem schließe ich den Vertrag so direkt mit British Airways ab und muss mich hinterher vielleicht nicht wundern, wenn der Flug gar nicht wirklich gebucht wurde.

Auch bei der Hotelsuche wollte ich diesmal andere Wege gehen und haben neben HRS noch Trivago.de ausprobiert. Tatsächlich tauchen dort Hotels für um die 50,- pro Nacht auf, die ich bei HRS nicht gefunden habe. Trivago ist aber nur eine Suchmaschine, was man daran merkt, dass die Daten zu den einzelnen Hotels nicht wirklich gepflegt sind, sondern aus den Beschreibung zig anderer Buchungsseiten wie z.B. Booking.com, Expedia.de oder Hotels.com übernommen wurden. Entsprechend schwer lassen sich Angaben vergleichen und insgesamt macht die Seite dadurch einen eher chaotischen Eindruck. Nennt mich pingelig, aber wenn bei den Fotos des Hotels mehrere gleich doppelt und dreifach auftauchen, verheißt das für mich nichts Gutes.

Da ich ein Hotel aber ganz ansprechend fand, wollte ich zur Buchung und bin weiter zum eigentlichen Anbieter Agoda.de gekommen. Auf deren Seite werden mir dann gleich vier verschiedene Semi double non smoking zur Auswahl angezeigt. Bei allen wird ein Preis zwischen 45,- und 48,- angegeben, statt der 52,- EUR, die mir noch bei Trivago angezeigt wurden. Zusätzlich stehen in einer Spalte mit der Überschrift „Prämien“ noch Summen zwischen 25,- und 27,- EUR. Und bei zwei der Angeboten steht noch ein Hinweis zu einem Rabatt dabei: „Rate includes early bird discount of 5%“.

Das ist mir echt zu kompliziert! Und was ist bitteschön ein halbes Doppelzimmer (Semi Double)? Muss ich mir das mit jemanden Teilen, oder war hier wieder ein Marketingmeister am Werk, dem ein Einzelzimmer zu profan erschien?

Bislang habe ich noch nicht gebucht, aber ich werde wohl auch hier auf die altbewährte Methode zurückgreifen und HRS den Zuschlag geben. Was ich da jetzt schon wieder an Zeit investiert habe, um bei den anderen Websites durchzublicken, ist es mir eigentlich nicht Wert. Zumal ich ja doch nicht sagen kann, ob das eine Hotel besser wäre als das andere.

Man kann daran aber auch sehr gut erkennen, wie schwer es andere Websites und Dienste haben, Stammuser anderer Websites anzulocken – falls es anderen Usern genau so geht wie mir. Es müssen schon einige schlechte Erfahrungen mit Kayak.com und HRS.de eintreten, bevor ich mich nach einer Alternative umschauen würde. Im Endeffekt lohnt sich der Aufwand nicht, für jede einzelne Reise nach dem wirklich günstigsten Angebot zu suchen. Das ist ja auch kein Wunder: warum sollte es bei irgendeinem Anbieter auch plötzlich so viel günstiger sein etwas zu Buchen? Letztendlich vertreiben alle Anbieter ja die selbe Ware – in diesem Fall Flüge und Hotelzimmer.

Linie 16, Rodenkirchen

Gegen 20:45 Uhr. Ein Kind von etwa 8 Jahren kommt verschneit in die Bahn und setzt sich in den sonst leeren 4er-Sitzplatz mir schräg gegenüber.

Eine Weile danach kommt eine Frau, Ende dreißig dazu. Seine Mutter. Sie sitzt noch nicht ganz, da entfaltet sich schon der ganze Duft von einigen Stangen Zigaretten aus ihren Klamotten, Haaren und wahrscheinlich auch ihrer Haut.

„Armer Junge“, denke ich so, dabei wusste ich noch nicht, was als nächstes kommt. Mit farblosen, kalten Fingern kramt sie ein altes Windows-Handy aus der Tasche. Fummelt den kleinen Stift für den Touchscreen mühselig aus dem Gehäuse.

Und spielt Solitär.

Tief über dem Gerät gebeugt zieht sie Karte um Karte, während ihr Sohn neben ihr sitzt. Der schaut einmal kurz über ihre Schulter um einen Blick zu erhaschen. Ansonsten freut er sich über den Schnee draußen.

„Armer Junge“, denke ich wieder. Obwohl, wer weiß, was ich sonst noch alles nicht weiß.

Liveblogging aus dem Woyton

Samstag, 9:55 Uhr, ich sitze im Woyton in der Krebsgasse in Köln und frühstücke.
Gleich werde ich versuchen, mal ein bisschen aufzuschreiben, was ich hier so sehe. Es kann also sehr langweilig werden :)

Erst mal den O-Saft und meinen Käse-Pute-Bagel aufessen. Danach in Ruhe mit dem restlichen Cappuccino den Samstag einläuten…

10:06 Uhr und schon in die ersten technischen Probleme. Eigentlich wollte ich nämlich auf Plazaa (Link siehe oben) noch ein Foto zum Woyton hochladen, aber 2,1 MB über UMTS zu übertragen übersteigt wohl das Zeitlimit. Da muss ich mal ein ernstes Wörtchen mit dem Betreiber reden…

Ansonsten bin ich Zeuge eines kleines Unfalls am Smoothiezubereiter (oder was auch immer dieses Gerät ist) geworden. Unfall hört sich jetzt dramatischer an, als es ist. Irgendein Teil ist beim montieren nicht da geblieben wo es war, sondern in den Behälter gefallen. Also musste (fachmännisch mit Einweghandschuhen), in dem Tank gefischt werden.
Ja, so früh morgens ist man schon für die kleinen Dramen dankbar…

Das Verhältnis von Angestellten / Gästen beträgt im Moment 3:5, nein ich muss mich korrigieren 3:4. Der Typ, der vorhin gleichzeitig mit mir rein kam und mich leichtsinnigerweise vorließ (1 x Cappuccino, 1 x frischgepresster O-Saft und ein Bagel dauern), ist schon wieder weg.

10:23 Uhr: immer noch kein richtiges Drama hier. Zwei Damen sitzen hier rum und Lesen (haben die kein Zuhause?) und neben mir (nein, ich habe auch kein Zuhause) sitzt noch ein lesender junger Mann hier rum und eine Frau frühstückt hier mit ihrem etwa 5 Jahre alten Sohn.

Heute morgen war es in der Stadt nicht so voll wie letzte Woche zur selben Zeit, was wohl dem Wetter geschuldet ist. Gut für mich, da ich noch die letzten Weihnachtsgeschenke besorgen will (auch für mich) und sehr, sehr ungern irgendwo warte.

10:33 Uhr: es wird voller! Äh, stimmt gar nicht… Ich habe doch gerade noch einige Leute hier gesehen… Also entweder war das doch alles „To-Go“, oder die sitze versteckt in der Ecke, die ich nicht einsehen kann. Mutter-und-Kind-Frühstücken ist ebenfalls beendet, aber die beiden anderen Frauen haben immer noch kein Zuhause.

10:45 Uhr: Es wird draußen voller, Zeit für mich aufzubrechen. Die eine Frau ohne zuhause denkt wohl ähnlich, ich glaube nicht, dass es an dem holländischen Pärchen liegt, welches sich hier gerade eine Pause gönnt. Interessant ist aber, dass die meisten Leute sich einen Kaffe zum Mitnehmen holen, obwohl es hier doch sehr gemütlich und gar nicht überfüllt ist. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die alle noch keine Weihnachtsgeschenke besorgt haben, oder noch mehr Unlust auf eine volle Stadt haben als ich…

Tot ziens!