Schwedische Entspanntheit

In Schweden geht es sehr gemütlich und entspannt zu. Wenn man nicht hier ist, lässt sich das Gefühl schwer beschreiben. Neben viel entspannteren Autofahrern (irgendwie fährt man überall entspannter als in Deutschland, oder?) fällt mir eine Sache immer wieder auf:

Egal in welche Art von Selbstbedienungsladen (Café, Burger, etc.) man geht, es läuft immer nach dem selben Schema ab. Eine einzelne Person oder eine Gruppe kommt herein und sucht sich erst einmal einen Platz zum Sitzen. Dort werden dann Einkaufstaschen und Jacken abgelegt und nur mit der Geldbörse bewaffnet geht es dann zur Theke um sich das Essen oder den Kaffee zu holen.

Man könnte das den Schweden nun als „mallorcinisches Sonnenliegenreservieren“ ankreiden, vielmehr ist es aber Ausdruck einer sehr entspannten Lebensweise. In Deutschland hätte man viel zu viel Angst um seine Sachen und kommandiert so jemanden ab, um auf die Sachen aufzupassen – oder geht eben erst nach dem Erhalt seiner Speisen auf die Suche nach einem Tisch.

Diese Gelassenheit rührt wohl aus einem tief verwurzelten Sinn für Gleichheit und Gerechtigkeit. Natürlich gibt es auch in Schweden Diebe (nehme ich zumindest an), aber irgendwie haben diese das Vertrauen der Schweden in die Personen um sie herum nicht erschüttern können.

Und wer jetzt meint, dass das in einem Dorf mit 560 Einwohner (hier gibt es leider gar kein Café) oder in Kalmar mit unter 40.000 Einwohnern ja auch kein Wunder wäre, dem kann ich nur entgegnen, dass man das selbe Verhalten auch in Malmö oder Stockholm beobachten kann.

Langsam lerne ich das auch und so muss ich mir nicht mehr so blöd vorkommen, wenn ich in kompletter Montur meine Bestellung aufgeben und hinter mir die Leute es sich schon gemütlich gemacht haben und nur im Pulli dastehen…

Wie ist das eigentlich mit Drogen?

Den Gedanken trage ich nun schon seit längerem mit mir herum. Ausgelöst wurde er durch einen Film oder eine Fernsehserie. Da ging es um Haschisch rauchende Jugendliche. Also eigentlich nur nebenher, die eigentliche Handlung betraf was anderes. Ich habe mich dann aber gefragt, ob es in den USA (nein, es war bestimmt kein deutscher Film) wirklich so normal ist, das dort gekifft wird. Das hängt wahrscheinlich auch viel von der Gegend ab und Kalifornien traue ich das eher zu als Texas. Aber trotzdem: das ist doch alles nur überzogen für die Serien und Filme, richtig?

Entweder bin ich zu naiv oder zu brav, aber ich bin nur ein einziges Mal mit Cannabis und Kontakt gekommen und weiß schon nicht mehr, ob das noch zu meiner Schulzeit, oder im Studium, oder erst danach war. Ich erinnere mich nur vage daran, dass Marihuana geraucht wurde und ich abgelehnt habe.

OK, ich bin vor zweieinhalb Jahren in Lissabon ein paar mal in der Fußgängerzone angesprochen worden, ob ich was kaufen möchte, aber das war es auch schon. Weder in der Schule, noch an der Uni oder sonstwo auf irgendwelchen Partys habe ich irgendwas von (illegalen) Drogen mitbekommen.

Wie sah/sieht das bei euch aus? Hättet ihr Zugriff auf solche Drogen in eurem Freundes-/Bekanntenkreis? Oder mag das jetzt eh niemand verraten?

Neue NBC-Serie: „Do No Harm“

So richtig überzeugt bin ich noch nicht. Was die Umsetzung der Grundidee angeht, mag ich United States of Tara einfach zu sehr. Und hier ist wieder das Problem mit einem Schauspieler, der vorher einen ganz anderen Typen gespielt hat. In Rescue Me spielt Steven Pasqual einen dümmlichen Feuerwehrmann und in Do No Harm nun eine Mischung aus „Dr. Dreamy“ und einem Macho.

Ich werde mir die Serie noch ein paar Folgen anschauen, aber viel Hoffnung habe ich nicht.

Interessanter Fakt: in diesem Video ist ein Ausschnitt aus der ersten Folge zu sehen. Offensichtlich eine Art Promo. Der Schauspieler, der hier den Freund/Helfer des Protagonisten spielt, ist dort noch ein ganz anderer. Und während die alte Figur noch „Eli“ hieß, ist der neue Name nun „Ruben“. Da wird die Figur/der Schauspieler bei ersten Screenings wohl nicht überzeugt haben.