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Ironblogger Bonn

Seit gestern Abend bin ich nun auch ofiziell auf Teilnehmerliste der Ironblogger Bonn. Dabei war ich ursprünglich bei den Kölner Kollegen angemeldet, die jetzt auf der Zielgeraden aber ein wenig der Elan abhanden gekommen ist – wahrscheinlich haben dort aber alle gerade viel zu tun, wie das nun mal so ist. Jedenfalls hatte Johannes dann die Ironblogger in Bonn ausgerufen. Und nun trete ich sozusagen für meine Wahlheimat an.

Ich verspreche mir ein bisschen mehr Kontinuität beim Bloggen und eine Vernetzung zuerst mit den Bonner Bloggern und dann hoffentlich wieder mit mehr anderen Bloggern da draußen. Dazu soll Blogscout auch immer noch beitragen und deshalb habe ich dort man eine Liste angelegt: blogscout.de/dirk/ironblogger/bonn/. Der geneigte Leser kann rechts in der Spalte bereits eine kleine Anwendung dieser Liste erkennen, wobei die noch statisch ist. Aber grundsätzlich ist das eine Art, wie ich mir Vernutzung von Blogs vorstelle. Mal schauen, wo die Reise hingeht…

XBox One oder PS4? PS4!

So, gestern hat Microsoft nun auch die nächste Generation der XBox vorgestellt: Xbox One. Und damit ist dann endgültig klar, dass ich nach der Playstation 3 Ende 2013die Playstation 4 zulegen werde. Warum? Nun, dafür muss ich ein wenig ausholen:

Ich komme mit dem Microsoftuniversum einfach nicht zurecht. Klar, ich habe immer wieder ein wenig neidisch auf die XBox geschielt, weil dort Multiplayer so viel besser sein soll. Ganz ehrlich habe ich aber auch nie einen Crossplay-Chat vermisst. Höchstens mal in Battlefield 3, wenn die Kollegen in einem anderen Match waren. Dann hätte man bequem absprechen können, wann man in eine gemeinsame Lobby geht. Aber sonst? Das war irgendwie nie ein Kaufargument für mich.

Und wenn ich mir nun anschaue, was Microsoft gestern präsentiert hat, bzw. auf was der Fokus lag, beschleicht mich das Gefühl, dass dort in erster Linie Produktentwickler das Sagen hatten und weniger Gamer. Bei der Präsentation von Sony sah das ganz anders aus. Wobei natürlich immer noch abzuwarten bleibt, was am Ende von all den Versprechen übrig bleibt und wie gut die ganzen neuen Features funktionieren werden.

Wie schon bei der XBox 360 und der PS3 kann man die Hardware wohl als gleichwertig bezeichnen (wobei ich die PS3 immer als etwas leistungsfähigere, aber als Entwickler schwerer in den Griff zu bekommende Konsole im Hinterkopf behalten werde) und auch bei der neuen Generation wird sich in diesem Bereich nichts tun.

Und da finde ich spannender, was Sony vorgestellt hat. Allen voran das Teilhaben am Spielerlebnis eines Freundes. Und hoffentlich habe ich das Versprechen auf schnelle Spielstarts nicht falsch interpretiert. Aber die Warterei auf die Konsole war am Wochenende wieder mal das nervigste was in Erinnerung geblieben ist. Kinect und Move hingegen sind einfach Totgeburten. Die Wii war damals revolutionär und die Spiele einfach perfekt auf die Steuerung abgestimmt. Es gibt bis heute für Move kein vernünftiges Tennisspiel mit natürlichen Armbewegungen und wo die beworbene Move-Funktionalität bei Need For Speed: Most Wanted versteckt ist, weiß ich bis heute nicht.

Mit der Funktionalität kann mich also niemand hinter dem Ofen hervorlocken. Spracherkennung? Also ganz ehrlich: gestaltet eure Benutzungsoberflächen vernünftig und ich bin mit dem Controller schneller als ich sprechen kann.

Kurz will ich noch auf einen Einwand hinweisen, dass weder die XBox One, noch die PS4 die Spiele ihrer Vorgänger abspielen kann. Ich verstehe die Aufregung ehrlich gesagt nicht. Sobald die neue Konsole draussen ist, gibt es für die alte eh kaum noch Geld auf dem Gebrauchtmarkt. Warum also nicht beide Konsolen behalten, wenn doch noch so tolle Spiele auf der alten sind? Ich glaube ja eher, dass ich mir mit den ersten paar Minuten Gameplay der neuen PS4-Spiele die PS3 gar nicht mehr antun werde. Ich hasse ja jetzt schon diese ewigen Remakes. Warum sollte ich mir dann alte PS3-Spiele sehnlichst herbei wünschen? Viel interessenater finde ich die Frage, ob ich die alten Controller weiterbenutzen kann. Zumindest für die gelegentlichen Offline-Multiplayerrunden ist es ganz schön viel verschwendetes Geld für Controller 2 bis 4.

Ab jetzt heisst es also: gemütlich zurücklehnen und auf das offizielle Verkaufsdatum sowie ein paar Gameplayvideos warten. Für die PS4, selbstverständlich.

Neue BBC-Serie mit Gillian Anderson: The Fall

Mit nur fünf Folgen ist The Fall eher kurz, aber wie bei englischen Serien üblich, hat man dafür auch keine Endlosgeschichte zu ertragen, wie dies bei vielen US-Serien der Fall ist.

Trotzdem hat man nicht das Gefühl, dass bei The Fall schnell voran geht. Ganz im Gegenteil ergießen sich die eingeführten Charaktere nicht in Arien von Selbsterklärungen, wie man es ebenfalls bei vielen US-Serien vorfindet. Statt dessen muss man die Figuren schon sehr genau beobachten und sich sein eigenes Bild machen.

Relativ schnell wird klar, dass es sich um eine Verbrechensserie handelt, in der Gilian Anderson eine leitende Polizistin spielt, die neu zu dem Fall hinzukommt und versuchen soll ihn aufzuklären. Ein mysteriöser Bösewicht taucht auch auf. Mysteriös deshalb, weil er nicht der klassische Bösewicht ist und eher sympathisch wirkt.

Insgesamt eine sehr dichte Atmosphäre, ein ruhiger und besonnener Start, aber trotzdem beklemmend. Ich freue mich schon auf die nächsten vier Folgen.

Hier darfst Du Dich auch mit AdBlocker umschauen

Gerade weil die deutschen Verleger heuer großflächig gegen AdBlocker und deren Nutzer Stimmung machen: ihr seid herzlichen eingeladen, eure AdBlocker auf meiner Seite und auf Blogger.de eingeschaltet zu lassen.

Ja, es ist eine schöne Nebeneinnahme, aber ich würde weder mein Blog noch Blogger.de einstellen, wenn ich keine Einnahmen über die Werbung generieren würde.

In diesem Sinne: Willkommen!

Frauenquote? Dafür!

TL;DR: Ich bin für die Quote, weil sie hoffentlich das Bewusstsein dafür schärft, dass unsere Gesellschaft generell noch weit von einer Chancengleichheit entfernt ist – und das ist nicht nur auf die Geschlechter bezogen.

Ich verstehe gar nicht, wie man gegen eine Frauenquote sein kann. Jede Quotenregelung besagt ja nur, dass bei gleicher Qualifikation so lange Frauen eingestellt werden, bis die Quote erreicht ist. Wenn Männer dann also den Job nicht bekommen, bedeutet das doch nur, dass sie es vorher leichter hatten als Frauen. Ja, das mag dann für den aktuell Jobsuchenden ein Nachteil sein, da er nichts dafür kann, dass seine Vorgänger es leichter hatten. Aber das kann doch kein Grund sein, nun mit der Gleichstellung anzfangen.

Problematischer sehe ich ja vielmehr dieses “bei gleicher Qualifikation”. Wie soll das denn überhaupt bestimmt werden? Wie vergleiche ich einen Mann, der 5 Jahre Berufserfahrung mitbringt, aber “nur” eine Ausbildung gemacht hat mit einer Frau, die gerade frisch von der Uni kommt?

Vielleicht liegt die Ablehung der Quote ja in der Angst begründet, dass Unternehmen dann offen legen müssen, wie sie Jobsuchende bewerten. Und seien wir mal ehrlich: da gibt es doch sowieso kaum harte Fakten nach denen man unterscheiden könnte. Meistens sieht man doch erst während der Probezeit, ob ein Kandidat passt, oder nicht. Wenn die Quote aber gesetzlich festgeschrieben wird, könnten abgelehnte Bewerber versuchen sich in den Job zu klagen. Der Mann, weil er sich für höher qualifiziert hält und die Frau, weil sie sich für mindestens genauso qualifiziert hält. Das würde ein ganz schönes Chaos werden, könnte ich mir vorstellen.

Aber mit diesen (von mir durchaus nachvollziehbaren) Gründen wird ja gar nicht argumentiert. Überraschenderweise gibt es eigentlich gar keine Argumente gegen die Quote. Also keine, die korrekt wäre. Immer mal wieder wird das Schreckgespenst des Mittelmaß aufgeführt, da nicht die Leistung, sondern die Quote bestimmen würde, wer eingestellt wird. Das ist aber doch Quatsch, da eine Quote genau das nicht will. Die Qualität leidet ja nicht, da genauso qualifizierte Frauen den Job bekommen werden. Oder wollen die Leute, die dieses Argument anbringen etwa behaupten, dass gleichqualifizierte Frauen trotzdem einen schlechteren Job machen?

Ein anderes Argument ist vordergründig erst einmal ziemlich schlüssig: Durch die Quote werden Männer diskriminiert, da sie bei gleicher Qualifikation keine Chance hätten einen Job zu bekommen. Dieses Argument macht ziemlich deutlich, warum wir eine Frauenquote brauchen: es scheint ja so zu sein, als wenn kein Unternehmen in Deutschland jetzt schon die Quote erfüllt. Denn nur dann müssten Männer ja wirklich Angst davor haben, keinen Job mehr zu bekommen. Und was ist, wenn eine Frau den Vorzug bekommt, weil das Unternehmen sich einer freiwilligen Quote unterwirft? So wie es ja durch die “Flexi-Quote” vorgeschlagen wird? Ist es dann nicht so schlimm, wenn der Mann diskriminiert wird? Das sind doch alles an den Haaren herbeigezogene Argumente.

Ob die Quote wirklich was bringt, ist eine ganz andere Frage. Eben gerade weil kaum festgestellt werden kann, ob zwei Personen die gleiche Qualifikation haben. Aber auch als Zeichen finde ich die Quote durchaus angebracht. Und dass sich so viele Leute gegen die Quote aussprechen ist auch ein Zeichen. Ich bin für die Quote, weil sie hoffentlich das Bewusstsein dafür schärft, dass unsere Gesellschaft generell noch weit von einer Chancengleichheit entfernt ist – und das ist nicht nur auf die Geschlechter bezogen.