To SGFoo Camp or not to SGFoo Camp?

Mir ist eine große Ehre zuteil geworden: wegen NoseRub bin ich zum Social Graph Foo Camp eingeladen worden. Auf den O’Reilly-Campus. Nach Sebastopol. Kalifornien. USA.

Das heißt mal eben so 800 Euro für Flug, Transfers und ein paar Übernachtungen (wenn ich nicht sofort am Sonntag wieder zurückfliege, sondern noch zwei Tage San Francisco dranhänge). Autsch. Oder auch nicht. Wenn ich die Idee zu NoseRub in die Welt tragen möchte und den ganzen Themenkomplex „Social Graph“ spannend finde, sollte ich mir das gönnen. Sollte.

Denn eigentlich wollte ich im Frühjahr auch noch mal für zwei Wochen nach New York und wollte dafür so knapp 1.200 Euro ausgeben. Das wäre dann erst einmal erledigt, zumal der Wagen noch dringend in die Inspektion muss und mir über den Jahreswechsel auch noch ein größere Stück vom Zahn abgebrochen ist.

Klar, wenn man dazu noch von iPod Touch und Kunstkauf schreibt, kann es nicht um die Existenz gehen. Aber dennoch: so richtig leicht tue ich mich mit der Entscheidung nicht.

Dabei war ich noch nie in San Francisco, geschweige denn Kalifornien überhaupt. Und USA ist doch USA, oder?

Von einem der Auszog, Kunst zu kaufen

Ich mag Kunst ja irgendwie. Aus New York habe ich mir damals einen kleinen Druck mitgebracht, viel lieber würde ich aber gerne ein Original bei mir an die Wand hängen.

Zuletzt habe ich in Bonn eine Litographie von Armin Müller-Stahl gefunden. Das Motiv: zwei Musiker aus der Philharmonie in New York. Das kann ich eh nicht prüfen, es können auch zwei Laienspieler aus der Fußgängerzone in Wanne-Eickel gewesen sein – immerhin im Anzug.

Nun ist es einer Litographie aber zu eigen, dass man davon mehrere Abzüge herstellen kann. Normalerweise steht das dann auch immer dabei: 25 / 100 zum Beispiel wäre der fünfundzwanzigste Abzug von insgesamt einhundert. Ganz nebenbei: ist der erste Abzug eigentlich besser als der letzte?

Bei obiger Litographie steht neben der Signatur aber nur ein e.a., keine Angabe über die Abzüge. Diese Abkürzung steht für zwei französische Wörter, die zusammen soviel wie „Exemplar für den Künstler“, aber auch „Probedruck“ bedeuten. An anderer Stelle im Netz habe ich gefunden, dass solche Abzüge außerhalb der eigentlichen Serie stehen und somit (meine Interpretierung) auch nicht für den Verkauf vorgesehen sind. Ist so ein Abzug nun also besonders wertvoll, oder eher wertlos, weil man so etwas gar nicht haben möchte und es verpönt ist, so etwas zu verkaufen? Ja, ich könnte im Geschäft nachfragen, aber ehrlich gesagt glaube ich nicht, eine einwandfreie Auskunft zu erhalten. Ich bin manchmal halt etwas skeptisch…

Dabei ist es mir ja im Grunde genommen egal, wie viel das Objekt wert ist. Wichtig sollte ja sein, ob es mir gefällt. Aber nun einmal auch, ob es mir den Preis wert ist. 250,- Euro inklusive Rahmen soll es kosten. Für einen Druck wäre das zu viel, aber für etwas, mit dem sich der Künstler irgendwie direkt identifiziert, fände ich es angemessen – beinahe schon zu günstig.

Und so werde ich am nächsten Samstag wieder am Laden stehen und mir überlegen, ob mir die Erinnerung an New York und der Künstler Armin Müller-Stahl 250,- Euro wert sind.

Nachtrag: Das Bild ist nun aus dem Schaufenster verschwunden. Wer es gekauft hat um mich zu ärgern: Glückwunsch. Hat funktioniert! Wer es gekauft hat um es mir zu schenken: bitte nicht so auf die Folter spannen und kurz eine Mail schicken…

Who the fuck is Alice?


Ich werde sie bald näher kennenlernen. Denn ich habe mich heute für Alice-DSL angemeldet (knapp 27,- Euro für 16k DSL, Internetflat und einer Telefonleitung) und sage damit nach knapp zwei Jahren meinem T-DSL Good Bye: knapp 40,- Euro für 6k DSL, Internetflat und einer Telefonleitung.

Morgen muss ich dann noch T-Online per Fax kündigen, in der Hoffnung, nirgends im Dickicht der Verdunklung von T-Com, T-Com DSL und T-Online auf der Strecke zu bleiben. Günstiger als bei Alice wäre es im Moment bei 1&1, aber wegen 2 Euro Ersparnis im Monat möchte ich mich nicht auf 2 Jahre bei United Internet verpflichten.

Eigentlich wollte ich gar nicht wechseln und habe mich nur erkundigen wollen, wie ich wohl bei meinem bisherigen Telekom DSL von 6k auf 16k aufrüsten könnte. Um eine lange Geschichte kurz zu halten und nicht wieder zu viel Nerven bei Rekapitulieren zu verlieren: ich habe es nicht genau herausfinden können. Es gibt zwar eine Möglichkeit des Upgrades, aber da steht dann nur, wieviel das dann monatlich kostet. Nicht aber, um wieviel teurer meine monatliche Rechnung wird. Und wenn ich mir anschaue, was 6k DSL kosten würde, ist das mehr, als ich aktuell auf der Rechnung stehen habe. Bevor ich dann also 15 Euro mehr zahle als jetzt schon, wage ich doch mal den Schritt zu Alice.

Und da bin ich wirklich mal gespannt, ob ich hier etwa ein paar Tage ohne Internet zuhause auskommen müsste. Das wäre wirklich schlimm und ich kann nur hoffen, dass sich einer der zahlreichen (aber leider verschlüsselten) WiFi Hotspots hier im Haus erbarmt und mir für ein paar Tage Unterschlupf gewährt. Festnetztelefonie nutze ich nur sehr selten, deshalb bin ich da auch relativ entspannt, was Sprachqualität und Störanfälligkeit betrifft. Aber so ein wenig hat man schon das Gefühl an die Anfänge der Telekommunikation zurück zu kehren. Beim Vertragsabschluß vor zwei Jahren, betrug der Aufpreis gerade mal 5,- Euro im Vergleich zu anderen Anbietern. Das habe ich gerne für den Premiumdienst bezahlt. Aber 13,- Euro Unterschied? Das ist schon happig, gerade weil die Leistung (6k DSL statt 16k DSL) ja auch schlechter ist.

Per Mail und SMS hat sich Alice jetzt schon bei mir gemeldet. Jetzt bin ich nur mal gespannt, ob die 60,- Euro Anschlußgebühr auch nach dem 31.12.2007 noch erhoben werden. Denn aktualisiert wurde die Website für heute nicht…

iPod Touch? Kinderleicht zu bedienen. Ehrlich.

Kurz vor Weihnachten habe ich mir dann doch einen iPod Touch gekauft, obwohl ich genau weiß, dass das eigentlich eher unvernünftig war. Mit einem iPod nano der vorherigen Generation kam ich bisher absolut aus. Filme schaue ich mir unterwegs eigentlich gar nicht an, weil ich dann halt unterwegs bin und nicht irgendwo sitze und Zeit habe.

Und wenn ich irgendwo sitze und Zeit habe (Zuhause oder Büro), ist immer ein Rechner mit Internetanschluß in der Nähe. Also macht eigentlich weder die Möglichkeit, Videos abzuspielen, noch damit im Internet zu surfen, wirklich Sinn. Nachdem ich den iPod Touch aber das erste Mal bei Gravis in den Händen hielt und damit herumspielen konnte, war es um mich geschehen: es ist die Technik des Gerätes, die mich begeistert. Ich war sogar kurz davor, mir das iPhone mit T-Mobile Vertrag zu kaufen, obwohl ich noch ein Jahr bei ePlus gebunden bin.

Gibt es so etwas wie Elektronik-Sucht? Wenn ja, habe ich mir den iPod Touch also nur zu Therapiezwecke zugelegt. Sozusagen als Placebo iPhone, bis ich mir das dann irgendwann zulegen werde. Denn geheilt bin ich noch lange nicht. Eher im Gegenteil. Das Gerät ist einfach Klasse, zu Weihnachten hat meine zweijährige Nichte alleine die Photos auf dem iPod „durchgewischt“. Doppeldruck um ein Photo größer zu machen, war auch sehr beliebt, einziger Mangel war die Größe für die kleinen Hände.

Und so warte ich jetzt einfach mal darauf, was für Programme das iPhone-SDK für iPhone/iPod Touch mit sich bringen wird und ob sich in den nächsten sechs bis neun Monaten noch was an der iPhone-Front tut. Aber es sieht stark danach aus, dass ich nach mehr als 8 Jahren bei ePlus den Provider wechseln würde – wegen des iPhones. Ob das meine Krankenkasse zahlt?

Luxuskleingeld

Fast täglich leere ich die Münzen aus meinem Portemonnaie in zwei große Gläser. Das eine für die Münzen, die weniger als 1 Euro Wert sind und das andere für die restlichen. Gerade habe ich die Münzen wieder „gerollt“: 50 Euro und 50 Cent sind dabei zusammengekommen, insgesamt habe ich jetzt Kleingeld von mehr als 300,- Euro im Schrank liegen. Mir graut es jetzt schon davor, das alles mal irgendwann zur Bank bringen zu müssen.

Aber jedes Mal, wenn ich die Münzen ordne und nach dem „Rollen“ in den Schrank lege, kommt ein kleines Gefühl des Luxus in mir auf: ich erinnere mich noch gut, wie ich zur Studentenzeit in allen möglichen Taschen herumgekramt habe, um noch darin verbliebenes Kleingeld zusammen zu suchen. Und natürlich Leergut – welches sich im Moment bei mir auch stapelt, weil man ja nie weiß, wie lange die Schlange vor dem Pfandautomat wohl sein wird und ich keine Lust habe, im Supermarkt an einer Schlange zu stehen, noch bevor ich überhaupt was zur Kasse bringe.

Aber dass ich das Kleingeld jetzt einfach so im Schrank liegen lassen kann, das ist für mich schon ein kleines bisschen Luxus.