Ornament Music

Ornament Music 1999 habe ich in Stuttgarter Raum bei einer Firma namens „ocom ag“ gearbeitet. Der Name war eine Abkürzung für „Ornament Company“ und das Hauptprodukt sollte das „Ornament Tool“ sein, eine Grafik-Applikation für Windows und BeOS, um sehr einfach ansprechende Ornamente zu erstellen.

Um das Produkt herum entstanden damals mehrere Projekte, unter anderem Ornament Music von Attention Industries. Michael Zimmermann hat mir freundlicherweise die Erlaubnis gegeben, die Flash-Website hier zu spiegeln, denn noch immer finde ich sie sehr faszinierend.

Einfach mal ausprobieren: einige Flächen reagieren auf Bewegung mit dem Mauszeiger, andere muss man Anklicken. Die Ornamente beziehen sich auf unterschiedliche Kulturen und bieten somit jeweils ein anderes Klangerlebnis. Also eines nicht vergessen: Lautsprecher an!

(Danke an Oliver, der mich wegen seines Hinweises aus Aninas Google-Video Beitrages Animation Music wieder darauf brachte, was da bei mir noch auf einer CD schlummerte.)

New York Tram bleibt wegen Stromausfall über dem East River stehen

Nachdem ich den Artikel in der New York Times gelesen habe (Midair Rescue Lifts Passengers From Stranded East River Tram) muste ich erst einmal ein paar Photos herauskramen:

Die Station der New York Tram auf Roosevelt-Island
Seilbahn zur Roosevelt Island

Eine Gondel über dem East-River
Seilbahn zur Roosevelt Island

Ein Blick auf Roosevelt Island aus der Gondel heraus
Blick auf Roosevelt Island von der New York Tram aus

Die offizielle Site der New York Tram hat einige weitere Informationen und zur Roosevelt Island fällt mir dann auch gleich noch der Film Dark Water mit Jennifer Connelly ein, der hauptsächlich auf Roosevelt Island spielt.

Sonnenblumenkürbis in der Sushi-Bar

Manchmal schwanke ich zwischen Schock und Dankbarkeit. Auf der einen Seite bin ich fassungslos, was man alles so zu hören bekommt, andererseits dankbar für jede Anregung zum Bloggen. So also auch heute Abend, als wir in Bonn bei einem Japaner einkehrten, um bei Misu-Soup und Sushi unseren Hunger zu stillen.

Etwa zehn Minuten nach uns betrat ein sehr junges Pärchen (so um die 20, was für mich leider schon sehr jung ist, wenn ich mich selbst doch noch als jung bezeichnen möchte) den Laden und setzten sich an den Tisch neben uns. Dazu muss man sagen, dass die Tische sehr eng beieinander stehen und auch nur für jeweils zwei Leute Platz bieten. Ich will damit nur sagen, dass ich nicht gelauscht habe. Nein, später erklärten wir sogar den Sinn der kleinen Porzellanschälchen (für die Soja-Soße) und der „grünen Paste“. Ich wollte es nicht komplizierter machen und blieb deshalb bei „grüner Paste“. Das war hinreichend gut erklärt, wie sich später zeigen sollte.

Jedenfalls fing es schon sehr lustig damit an, wie die beiden die Karte studierten, wobei er noch meinte, dass sie aussuchen solle, da sie sich ja in dem Laden auskennen würde. Auch uns gegenüber wiegelte sie später bei den guten Ratschlägen immer mit Gesten und passender Mimik ab, die uns sagen sollten: „Ja, ich weiß!“

Aber zurück zur ersten Kuriosität des Abends. Sie (die sich Auskennende) fragte ihn „Was sind Kürbisse?“. Worauf er souverän eine kübisgroße Frucht mit den Händen formte und dabei sagte: „Das große orangene Ding mit den Sonnenblumenkernen.“

Es schüttelte mich kurz und ich war erstaunt, wie selbstsicher dieser – für mich – unlösbare Konflikt mit Kürbis und Sonnenblume über seine Lippen kam und bei ihr auch für keinerlei Stirnrunzeln sorgte. Wahrscheinlich waren sie zu dem Zeitpunkt schon zu sehr damit beschäftigt, ihre Photo-Handys zu zücken, um sich Minuten später gegenseitig beim Essen abzulichten.

Aber vielleicht verwechsele ich da zeitlich auch was, denn nachdem die Bedienung das bestellte Essen an den Tisch nebenan brachte, warteten sie erst einmal ein paar Minuten. Worauf, sollten sie uns bald darauf lautstark mitteilen: „Wo bleibt denn die Süß-Saure Soße?“ Wir bereiteten sie sanft darauf vor, dass es nur Soja-Soße gäbe, wobei wir uns verkniffen darauf hinzudeuten, dass die mit der Süß-Sauren Soße geographisch ein wenig nordwestlich von Japan wohnen.

Vom Wasabi hatte die sich Auskennende aber wohl auch noch nichts gehört, oder zumindest probiert, wie wir kurz darauf grinsend feststellen konnten, als ihr ein kleiner Schrei entfuhr, mit dem sie sicherlich mitteilen wollte, wie scharf die grüne Paste ist, wenn man zu viel davon auf einmal probiert.

Die beiden sahen aber zufrieden und wohlgelaunt aus, somit haben sie unser Dauergrinsen heute Abend sicherlich wohlwollend, wenn überhaupt, zur Kenntnis genommen.

Lässt Nike in Blogs spammen?

comment_spam.jpg

Heute Nacht bekam ich auf einen sehr alten Eintrag von mir (Fußball extrem) folgenden Kommentar:
Hi!! Alles klar ?? Weisst du schon dass die Nike eine neues werbung über die weltmeiserschaft gemacht hast?? Das sind viele videos über fussball spieler. Die videos sind echt klasse!!! Wenn du dass mal gucken willst kannst du dass hier finden http://www.nk6.com.br/jogabonito

Wie der obige Screenshot zeigt, kam der Besucher über den Suchbegriff blog fussball auf meinen Beitrag, wobei ich dort erst auf Seite 10 auftauche. Das ist schonmal ziemlich außergewöhnlich, vor allem, um dann so einen Kommentar abzulassen.

Ich bin die Liste auf Google dann mal rückwärts durchgegangen und bin auf Seite 6 auf folgenden Blogbeitrag gestoßen: Fussball-Blog – Go for Gold

Und auch hier der selbe Kommentar von Luciane.

Ebenso bei Handakte WebLAWg auf Seite 5 der Suchergebnisse mit dem (in diesem Fall passenden) Titel Wenn der Fußball verwanzt ist.

Ich spare mir jetzt, alle anderen Seiten durchzugehen, sondern schreibe Luciane mal, mit Bitte um Stellungnahme.

Es könnte natürlich auch sein, dass ein Konkurrent von Nike hier was gegen Nike inszenieren will. Oder aber Luciane ein riesiger Fan von Joga Bonito ist. Wer weiß…

Nachtrag:
Die gleiche Story hat Thomas Knüwer am 11. April bereits im Handelsblatt-Blog verarbeitet. Schaut man sich die Trackbacks des Artikels an, so findet man ein paar weitere Beispiele des Kommentar-Spams.

Schön auch zu sehen, wie die Marketing-Strategie von Nike aufzugehen scheint: Spiegel Online berichtet über Fußball-Freestyler und bezieht sich dabei auf eben jene Nike-Spots…