Stromsparen – wie uns der Bund verarschen will

Stromkosten Verarschung

Die Werbung läuft zur Zeit überall im Netz: bitte lieber Bürger, kaufe Dir doch einen neuen Kühlschrank, eine Waschmaschine oder sonst irgendein Gerät, was Du eh schon hast und welches noch funktioniert. Warum? Obwohl Du viel Geld für ein neues Gerät ausgibst, dass Du gar nicht brauchst, sparst Du irgendwie noch so viel Geld, dass locker ein Urlaub auf dem Ponyhof drin ist. Alternativ auch eine Jahreskarte für’s Stadion.

So schamlos bin ich von unserer Staatsmacht bisher noch nicht angelogen worden – vielleicht habe ich es aber auch nur noch nicht bemerkt.

Auf den verlinkten Seiten zur Werbung tauchen dann auch irgendwo richtige Zahlen auf. So z.B. die 260 Euro Ersparnis, beim Kauf einer Waschmaschine. Die 260 Euro ergeben sich über die angenommene Lebenszeit des Gerätes von 12 Jahren – wenn vier mal in der Woche gewaschen wird.

Ponyhof? Klar, einmal in 12 Jahren. Und wenn der Lieblingsverein nach dem Jahr absteigt, muss man ja auch keine weitere Dauerkarte haben.

649,90 Euro soll man bei dieser Beispielrechnung übrigens dafür zahlen, dass man sich ein neues Gerät kauft. Das hört sich schon viel besser an – also, wenn man das Geld einspart.

Der kleine Hinweis, dass das alles nur Sinn macht, wenn der Kauf eines neuen Gerätes ansteht, verkneift man sich lieber. Das wäre dann ja auch nicht so schön plakativ gewesen. Also baut man sich lieber eine Wirklichkeit, an der zu Weihnachten Kühlschränke und Waschmaschinen kaputt gehen und man sich daher solche Geräte zum Fest wünscht.

Klar.

Audi Q5: mein nächstes Auto

… sollte ich es mir jemals leisten können. Mit moderater Sonderausstattung komme ich auf etwa 47.000 Euro. Autsch! In manchen Gegenden Deutschlands kann man dafür schon eine hübsche Wohnung kaufen.

Den VW Tiguan (etwa 40.000 Euro) fand ich ja auch sehr schick, aber von hinten sieht er aus wie ein großer Golf. Und da ich den VW Golf nicht ausstehen kann, hat sich das auch erledigt.

Aber der Q5 hat was, finde ich.

Audi Q5 - Rückansicht

Audi Q5 - Seitenansicht

Audi Q5

Ich kann wieder sehen!

Vor knapp 13 Jahren wurde die Stärke meiner Augen zum letzten Mal gemessen. Meine Kontaktlinsen kaufe ich seit dem mit -5.25 Dioptrien.

Seit mindestens einem Jahr merke ich nun, dass die Augen schlechter geworden sind. Und genau wie bei meiner Zahnarztgeschichte gibt es eigentlich keinen Grund, warum ich den Besuch beim Optiker so lange vor mich hergeschoben habe.

Außer natürlich, wenn man sich vor Augen hält (ha, der war gut!), wie wenig man ohne Kontaktlinsen sieht, wenn die Augen um mindestens 5.25 Dioptrien korrigiert werden müssen und die letzte Brille ebenfalls 13 Jahre alt ist…

Zur Bestimmung der Sehkraft der Augen muss man nämlich die Kontaktlinsen mindestens 24 Stunden lang nicht mehr getragen haben. Und wenn als Alternative nur eine 13 Jahre alte Brille herhalten kann ist man verdammt froh, wenn es jetzt schon wieder so früh dunkel wird und man das Wochenende darauf verwenden kann, sich zumindest teilweise zuhause zu verstecken.

Beim freundlichen Fielmann (am Barbarossaplatz) wurde die Stärke dann zwar ganz herkömmlich mit kleinen Gläsern vor den Augen und dem bekannten Besser oder schlechter? ermittelt, aber das war mir sogar lieber, als durch eine Maschinen irgendeinen Augendruck messen zu lassen, um anhand dessen dann die Stärke ableiten zu lassen.

Nun bin ich also bei -6.0 Dioptrien gelandet und dabei hatte ich schon weitaus schlimmeres erwartet, als mir die Dame sagte, dass die Augen doch erheblich schwächer geworden wären. Wie schön, dass es so unterschiedliche Auffassungen von „erheblich“ gibt…

Als nächstes heißt es nun auf die Suche nach einer neuen Brille zu gehen. Die neuen Kontaktlinsen konnte ich gleich Einsetzen und so erfreue ich mich daran, die Eichhörnchen hier im Garten noch detailreicher sehen zu können.

Web.de versteht NoseRub

Die Öffnung der Gemeinschaften wird die nächste große Welle. Der Trend geht heraus aus den geschlossenen Nutzergruppen

Dieses Zitat stammt von Jan Oetjen, dem Chef von Web.de.

Da kann ich nur sagen: herzlichen Glückwunsch, der Gedanke ist schon einmal nicht verkehrt.

Irgendwie gehört Web.de doch auch zu einem der großen Hoster, oder? Vielleicht wird die Vision hier dann ja doch noch Wirklichkeit: NoseRub bald bei Strato und 1&1?

König von StudiVZ

Der CEO von StudiVZ ist gegangen (worden) und leider gibt es zwar Gerüchte darüber, dass diese Entscheidung wegen des Verkaufs von StudiVZ an Facebook gefällt wurde, aber keinen Hinweis darauf, wofür Marcus Riecke denn stand.

Als König von StudiVZ hätte ich schon meinen Spaß – allerdings nur, wenn man nicht an Facebook verkaufen wollen würde.

Zuerst würde ich einen Ad-Plattform bauen lassen, damit z.B. Partyveranstalter 500,- für ein paar Werbeschaltungen in ihrem lokalen Umfeld buchen können – ohne Agentur.

Dann mit den großen Agenturen reden, wie man die Seitenaufrufe der vielen Unique Users besser vorqualifizieren kann. Lieber ein paar hundert Millionen Impressions die man vermarkten kann, als 3 Millarden für Billig-TKP an den Mann bringen – you get, what you pay for

Außerdem muss man die Nutzer stärker an die Website binden. Gerade emotional. Für ein „StudiVZ / MeinZ Alumni Netzwerk“ gibt es bestimmt auch Leute, die bereit sind, einen geringen monatlichen Betrag zu zahlen. Wenn Sie dafür neue Funktionen vorher testen dürfen und mit darüber bestimmen können, wohin StudiVZ gehen soll. Bestimmt gibt es im Holtzbrinck-Verbund auch eine günstige Möglichkeit, monatliche Mini-Heftchen an die Alumni zu verschicken.

Natürlich dürfen optionale, öffentliche Profile nicht fehlen. Xing wäre bestimmt not amused wenn Herrscharen von Studienabgängern innerhalb von StudiVZ eine seriöse Visitenkarte veröffentlichen würden. Zusammen mit einer vernünftigen Lifestream-Anbindung würde StudiVz / MeinVZ von heute auf morgen ein schönes Netzwerk werden.

Gesponsorte Gruppen gab es früher wohl auch schon einmal. Keine schlechte Idee, aber statt viel Geld dafür zu verlangen, sollte man die Marken kostenlos auf die Plattform lassen und dann besser diese Gruppen gezielt vermarkten. Neue Konzepte, wie markenspezifische Tätigkeiten im Lifestream der Benutzer zu integrieren („sitzt gerade im Starbucks“, „freut sich über den neuen Gucci-Gürtel“), sind ebenfalls ein Weg, die Plattform für Werbetreibende interessant zu machen.

Ach. So viele Ideen und so viele ungenutzte Chancen…