Lissabon – Tag 7

So, das war also mein letzter Tag in Lissabon. Genauer gesagt in Lissabon, Estoril und Cascais. Denn bei strahlendem Sonnenschein bin ich heute mit dem Zug nach Estoril gefahren. Der Bahnhof ist nur eine Unterführung weit vom Strand entfernt, aber entgegen meiner Vorstellung war das an der Stelle gar kein reiner Sandstrand. Am Wasser selbst war es oft noch felsig, so dass man nicht so ohne weiteres ans Wasser gelangen konnte.

Eine weitläufige Uferpromenade verbindet Estoril aber mit Cascais und unterwegs gab es auch immer mal wieder Strandabschnitte mit direktem Zugang zum Meer.

Es war schön, so zum Ende der Reise die Füße in den Atlantik stecken zu können. Das war ein sehr schöner Sommer-Stadturlaub!

Unten wieder eine kleine Auswahl an Fotos von heute. Mehr gibt es in diesem Album.

Estoril

Cascais

Casino Estoril

[nr_place address=“Lissabon, Portugal“]

Lissabon – Tag 6

Heute war ich dann auch endlich mal auf dem Castelo de São Jorge (Foto 2), von wo aus man einen tollen Blick über die gesamte Stadt hat (Foto 1). Und ich ärgere mich immer noch über den Rentner aus Deutschland hinter mir in der Schlange zur Kasse, der angesichts von 7,- € Eintritt (für Rentner war das, meine ich, sogar noch weniger) meinte „hier wird man wieder abgezockt“. Echt zum Kotzen so was.

Nachmittags habe ich mich dann spontan dazu entschieden, die Fähre nach Cacilhas zu nehmen. Das Örtchen liegt auf der anderen Seite des Tejo und neben dem Reiseführer meinte auch jemand am Hafen, dass man da drüben die besten Fischgerichte bekäme.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber gerade schon was gegessen (Nudelsalat mit jeder Menge Gambas und Krebsfleisch für insgesamt 2,10 € – Abzocke!!!!), aber ich wollte ja auch in erster Linie ausspannen. Das ging dort auch sehr gut, ein Spaziergang am Ufer des Tejo entlang mit Blick auf Lissabon kann schon sehr schön sein :-)

Das war heute auch schon fast alles an Aktivitäten. Für morgen vormittag ist noch eine Fahrt nach Estoril an den Strand geplant. Das ist nämlich das einzige, was Lissabon fehlt: ein Sandstrand direkt in der Stadt.

Das wird dann morgen aber auch schon der letzte „richtige“ Tag in Lissabon sein, da am Samstag nicht viel mehr passieren wird als Packen und Frühstücken. Je nachdem wann ich dann morgen aus Estoril zurückkomme, überlege ich mir noch eine Schiffsrundfahrt mitzumachen. Das fährt zwar auch nirgends hin, wo ich nicht schon auf dem Landweg war, aber alleine das fahren mit der Fähre heute hatte etwas beruhigendes – warum also nicht gleich eine ganze Tour? :-)

Unten wieder eine kleine Auswahl an Fotos von heute. Mehr gibt es in diesem Album.

View from above

Castelo de São Jorge

Corner at Castelo de São Jorge

Lissabon – Tag 5

Wie gestern schon angekündigt, habe ich mich heute auf die Suche nach dem Haus gemacht, dass Os Gêmeos vor ein paar Wochen hier in Lissabon gemacht haben. Ich bin fündig geworden! :-) Leider stand die Sonne falsch, aber da ich nicht weiß, ob ich am späten Nachmittag noch mal dorthin komme, habe ich schon mal ein paar Fotos gemacht – siehe die ersten beiden Fotos hier unten.

Auf dem Weg dorthin habe ich noch einen Abstecher zum Parque Eduardo VII gemacht (Foto 3). Ansonsten war es ein sehr ruhiger Tag, den ich zuerst an der Expo-Promenade genossen habe. Sonne, Buch und Meer. Was will man mehr?

Das selbe habe ich dann später noch einmal gemacht, nur dass ich runter zum Hafen gefahren bin und mich auf dem Weg dorthin mit süßem Gebäck eingedeckt habe. Der Cafezinho steht dem Espresso aus Neapel übrigens in nichts nach. Und ist mit 65 Cent auch genauso günstig.

Für die nächsten zwei Tage ist in erster Linie erholen angesagt. Das klappt hier ganz gut… :-)

Unten wieder eine kleine Auswahl an Fotos von heute. Mehr gibt es in diesem Album.

Os Gêmeos

Os Gêmeos

Parque Eduardo VII

Lissabon – Tag 4

So langsam habe ich die bekannten Sehenswürdigkeiten ja abgeklappert. Also kann ich die Tage ruhiger angehen lassen… Heute stand noch Bélem auf dem Programm. Ein Stadtteil mit dem Torre de Bélem (Foto 3) und dem Padrão dos Descobrimentos (Foto 3).

Das echte Highlight war aber der Besuch im Museu Berardo, einem Museum für zeitgenössische Kunst. Ich kenn mich nicht mit Kunst aus, war aber noch nie so oft in einem Museum beeindruckt oder überrascht wie heute.

Das fing schon mit der Installation von Os Gêmeos (Foto 1) an. In dem Raum wäre ich am Liebsten eingezogen! Aber auch Videoinstallationen sind dort zu sehen. Eine heißt Drift und findet in einem sechseckigem Raum statt, wo an jeder Wand ein anderer Film gezeigt wird. Sie alle „spielen“ aber am Strand und man sieht auf das Meer hinaus. In der Mitte des Raumes stehen 3 Drehstühle. Auch hier mag man am Liebsten ewig drin sitzen bleiben.

Selbst Werke von 2010 waren zu sehen! Das nenne ich mal wirklich zeitgenössisch! Und wie gestern schon das Casa Fernando Pesso ist auch dieses Museum kostenlos. Und auch hier habe ich mich dafür im Museums-Shop „bedankt“, indem ich den Katalog zur Ausstellung von Os Gêmeos gekauft habe. Das Fotografieren ist ebenfalls nirgends ein Problem, so lange man auf Stativ und Blitz verzichtet. So macht es wirklich Spaß, Kunst zu erleben.

Morgen werde ich mal versuchen, dieses Haus hier zu finden:

Das wurde von den Os Gêmeos bemalt und sollte nicht allzu weit weg von meinem Hotel sein. Quelle: osgemeos.com.br

Ach so! Den Stockfisch/Bacalhau habe ich heute auch endlich gegessen. Gegrillt mit Kartoffeln. Ganz schön salzig, aber lecker.

Unten wieder eine kleine Auswahl an Fotos von heute. Mehr gibt es in diesem Album.

Os Gêmeos at Museu Berardo

Torre de Bélem

Padrão dos Descobrimentos

Lissabon – Tag 3

Warum eigentlich Lissabon? Ich weiß es nicht so genau, aber ich glaube, dass mich die Bücher von Fernando Pessoa auf die Idee gebracht haben. Nicht, weil er in ihnen so viel von Lissabon beschreibt, sondern einfach, weil er aus Lissabon kommt.

Also ging es heute erst einmal zu seinem Stammlokal Café a Brasileira (Foto 1) und anschließend zum Casa Fernando Pessoa. Der Eintritt in das Museum ist kostenlos, umso leichter fällt es einem, sich mit einer Kleinigkeit aus dem spärlichen Geschenkeshop einzudecken. Man merkt hier schnell, dass es nicht um Profit geht, sondern darum, einem der berühmtesten Kindern der Stadt ein würdiges Denkmal zu setzen.

Pessoa selbst besaß nicht viel, aber seine ausgestellte Schreibmaschine und anderes Zubehör, angefangen von seiner Brille und einem Barttrimmer, werden so noch interessanter. Sein Ausweis auf Foto 2 hängt dort genauso aus wie der original Mietvertrag, oder ein Schulzeugnis. Eine kleine aber feine Sammlung. Mit der angrenzenden Bibliothek konnte ich mangels Sprachkenntnisse nicht so viel anfangen. Sie nimmt aber noch einmal ebensoviel Platz ein, wie die Ausstellungsfläche.

Kurz vor meiner Abreise nach Lissabon habe ich noch Nachtzug nach Lissabon gelesen. Ein schönes Buch, aber weniger wegen der Schilderungen von Lissabon.

In dem Buch kommt Das Blaue Haus vor und es wird beschrieben, wie die Hauptfigur der Geschichte dieses Haus im Gewirr der Gassen aufsucht. Das mit dem Gewirr kann ich voll und ganz nachvollziehen! Und so selten sind blaue Kacheln an den Häuserwänden in dem Viertel auch nicht… Irgendwann habe ich aber endlich das Blaue Haus gefunden – Foto 3.

Unten wieder eine kleine Auswahl an Fotos von heute. Mehr gibt es in diesem Album.

Café a Brasileira

Casa Fernando Pessoa

Das blaue Haus