Wie schon vor ein paar Tagen angedeutet, war ich sieben Tage am Roten Meer zum Tauchen. Wir sind im Hotel Turtle’s Inn in El Gouna Marina untergekommen, welches auch gleich eine ORCA-Tauchbasis beheimatet. Morgens mussten nur ein paar hundert Meter zu Fuß zurück gelegt werden um zu den Booten zu gelangen. Das war alles schon sehr praktisch, auch wenn jeden Morgen bereits um 8:15 Uhr die Bootseinteilung bekannt gegeben wurde. Bis dahin musste also das Frühstück bereits hinter einem liegen, was regelmäßiges Weckerklingeln so gegen 7:00 Uhr bedeutete.
Für mich war es nach diversen Taucherfahrungen in heimischen Seen der erste “richtige” Tauchurlaub und ich war somit gleich begeistert, als wir an unserem ersten Tauchspot (Dolphin House) ins Wasser gingen. Eine bisher unbekannte Sichtweite und ein Fischreichtum, der mich wirklich verblüffen ließ. Bei Wassertemperaturen von 27° Celsius ging es maximal auf 12,2 Meter - mein flachster Tauchgang des ganzen Urlaubs!
Denn durch die Sicht von bis zu 20 Metern ist es tatsächlich etwas ganz anderes, auf 20 Meter Tiefe zu gehen, als in den doch eher dunklen Gewässern, die ich bisher kennengelernt hatte. Gerade vor dem Urlaub hatte ich noch den AOWD gemacht und im Zuge des “Tieftauchens” meinen bis dahin tiefsten Tauchgang auf 22 Meter hinter mich gebracht. In El Gouna sollten dies dann 30,4 Meter werden (Umm Gamar Ost).
Nach ein paar Tauchgängen stumpft man ab, was die Vielfalt der “normalen” Fische angeht und ist zuweilen (grundlos!) etwas enttäuscht, mal kein Highlight in Form einer Meeresschildkröte (El Gilwa West), eines gepunkteten Adlerrochens (Umm Ush West), einer Riesenmuräne und einer spanischen Tänzerin (Umm Gamar Ost), eines kleinen Oktopusses (Syul Kebir) oder eines Teppichkrokodilsfisches (El Gilwa Ost) entdeckt zu haben.
Delphine haben wir zweimal über Wasser gesehen. Einmal am Dolphin House (Nomen est Omen) und auf der Rückfahrt vom letzten Tauchgang (El Gilwa Ost).
Die Tauchgänge waren alle sehr schön, die Leute an Bord waren nett und die Guides, sowie Tauchlehrer ebenfalls. Im Vorfeld unserer Reise hatte ich da ja so einige Bedenken durch diverse Berichte, die ich mir vorher durchgelesen hatte. Deshalb hatte ich auch den AOWD gemacht um möglichst ohne Guide tauchen zu können. Immerhin kam ich dank des Kurses auch über 30 Tauchgänge, was laut ORCA-Prospekt die Grenze ist, bis zu der man zwingend mit einem Guide tauchen müsste.
Wenn es jetzt nicht noch so viele andere Tauchspots am Roten Meer (und darüberhinaus!) geben würde, könnte ich mir gut vorstellen, nochmal im Turtle’s Inn zu übernachten und die dortige ORCA-Tauchbasis zu nutzen. Einige andere Gäste waren ebenfalls Wiederholungstäter, aber die hatten auch schon etwas mehr Erfahrung am Roten Meer und müssen sich nicht, so wie ich, erstmal an weiteren Stellen die “Hörner abstoßen”.
(Klick auf die Photos bringt euch zum Flickr-Photoalbum mit noch mehr Eindrücken. Wer Javascript in seinem Browser aktiviert hat, bekommt außerdem eine Google-Map zu sehen, auf der Informationen zu den einzelnen Tauchgängen verzeichnet sind. Funktioniert aber leider nicht im Safari. Mit Klick auf die Tauchplätze im Text wird der entsprechende Platz auf der Karte angezeigt.)
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