Vorsicht vor Firebug

Ohne Firebug für Firefox entwickelt heute eigentlich niemand mehr Websites. Das kann aber fatale Folgen haben, wie mein Kollege Mario beschreibt. Durch das Firebug-Feature console.log() lässt sich ein sogenannter lokaler UXSS erzeugen – laut Mario die schlimmste aller XSS-Varianten. Und deshalb warnt er: Firebug darf nur dann aktiv sein, wenn man sich auf eigenen oder vertrauenswürdigen Seiten befindet – ansonsten können die Folgen fatal sein!

Weitere Informationen und Links auf Marios Blog.

Nachtrag: Inzwischen gibt es ein Update auf Firebug 1.0.3. Das ist im Moment aber nur direkt durch den Update-Mechanismus der Firefox-AddOns zu bekommen. Also im Menü „Extras / AddOns“ und dort dann auf „Update“ klicken.

Nachtrag 2: Und jetzt gibt es auch Version 1.0.4 als Update.

Warren Ellis / Transmetropolitan

Nachdem ich letztes Jahr mit Preacher mal einen Comic (oder auch „Graphic Novel“) nach meinem Geschmack gefunden habe, geht es nun weiter mit Transmetropolitan (Amazon). Den ersten Band kann man sich auch als PDF herunterladen.

Bisher bin ich erst beim zweiten von zehn (oder elf?) Bänden, aber es ist wirklich beeindruckend, was man da so zu Lesen bekommt. Der Comic ist von 1997 und spielt in irgendeiner abgedrehten Zukunft der Menschheit. Bei irgendwelchen Live-News-Tickern ist man aber sofort versucht, das ganze mit RSS-Feeds zu vergleichen, die auf riesigen Leinwänden angezeigt werden. 1997! Respekt, Mr. Ellis.

Der ist übrigens auch heute ganz umtriebig im Netz, hier sein flickr-Account und hier geht es zu seinem Blog. Wenn man sich da so anschaut, was da alles für Sachen auftauchen, darf man sich auf zukünftige Projekte von ihm freuen. Aktuell schreibt er wohl an einem Buch mit dem Titel Crooked Little Vein, ein Cover hat er bei flickr auch schon eingestellt.

Nachtrag: Gerade gefunden: Warren listet auf, wo er im Internet überall aktiv ist. Nice to read you, Warren!

Es reicht, Herr Broder!

Und der Spiegel sollte sich schämen, seine Pamphlete so unkommentiert zu veröffentlichen. Aus seinem neusten Stück spricht mal wieder so viel Haß, wie man es von ihm und seinen geistigen Gefolgsleuten leider längst gewohnt ist.

Henryk M. Broder breitet seine Vorurteile aus und versucht damit, seine einseitige Berichte zu rechtfertigen. Ein Beispiel aus obigem Spiegel-Online Artikel:

Der Vorschlag des SPD-Vorsitzenden Beck, mit den Taliban zu verhandeln, ist naiv. Genauso könnte man Dealer in den Kampf gegen Drogen einspannen und Bordell-Besitzer gegen Zwangsprostitution engagieren.

Das wird die Bordell-Besitzer freuen, die damit von Herrn Broder gleich unter Generalverdacht gesetzt werden. So ein Schwarz-Weiß-Denken ist ja auch viel einfacher, als sich mit den tatsächlichen Inhalten auseinander zu setzen. Statt dessen suggeriert er mit dem DDR-Vergleich gleich rein negative Folgen eines „runden Tisches“.

Anschließend noch ein paar nicht nachweisbare Behauptungen, die zeigen sollen, dass man es den Taliban nun endlich zeigen müsste:

Die übrige Welt nahm es gelassen hin, dass in einem von der EU finanzierten Stadion in Kabul anstelle von Sportveranstaltungen öffentliche Hinrichtungen stattfanden und war nur kurz irritiert, als die 1.500 Jahre alten Buddha-Statuen von Bamiyan, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählten, von den Taliban gesprengt wurden.

Nicht einmal die Not der afghanischen Frauen, die vollkommen entrechtet waren, vermochte die vielen Gutmenschen zu erschüttern, die sonst zugunsten geschändeter Tiere auf die Straße gehen und sich mit jedem Huhn solidarisieren, das nicht frei herumlaufen darf.

Wir heuchlerisch doch von Herrn Broder, der keine Gelegenheit auslässt, gegen den Islam zu wettern (natürlich allgemein gegen den Islam und nicht etwa differenziert, also in Grautönen), aber nichts zu Menschenrechten in China, Bürgerkrieg in Afrika, oder Straßenkinder in Südamerika zu berichen weiß. Was für ein scheuklappenbehangener Gutmensch, der sich nur darum kümmert, die Welt vor dem bösen Islam zu beschützen.

Lösungen hat Henryk keine anzubieten. Lieber Konfrontation statt Diskussionen, wie er mit

Seitdem ist der runde Tisch zu einem Synonym für das Bemühen geworden, Konflikte diskursiv statt konfrontativ zu lösen.

selbst andeutet. Klar, immer drauf hauen, Menschenrechte gelten nicht für die unbequemen – natürlich nur aus der eigenen Weltsicht. Alles andere wäre ja schon wieder viel zu tiefgreifend und lässt sich leider nicht plakativ verwerten. Statt dessen lieber auf Stammtischniveau bleiben, Millionen Bild-Zeitung-Leser können nicht irren und die paar Spiegel-Leser kriegt er mit diesen platten Haßschriften auch noch.

Nachtrag: Einen sehr aufschlußreichen Artikel hat Omar da verfasst. Er hinterfragt dabei ein paar Aussagen von Herrn Broder aus der Fernsehsendung Quergefragt vom 4. April 2007.

4 Joost Einladungen zu vergeben

Wer eine der vier Joost Einladungen haben möchte, soll hier bitte kurz einen Kommentar hinterlassen.

Nachtrag: Es ist keine Einladung mehr übrig, Joost hat vier neue Benutzer…

Nachtrag, 2. Mai 2007: Jetzt habe ich noch 999 Einladungen zu vergeben…