Das wird wahrscheinlich von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sein, aber hier in der Nähe von Kalmar ergibt sich alle 14 Tage häufig ein solches Bild:

Dass die Mülltonnen an die Straße gestellt werden, sollte nicht weiter verwundern, man beachte aber folgendes Detail:

Ich hatte hinten an den Griff jeweils eine grüne und eine rote Plastiktüte angeknotet um der Müllfahrerin zu signalisieren, dass ich neue Tüten bräuchte. Und sie hat mir jeweils eine Rolle der grünen und roten Tüten oben auf den Deckel gelegt – so kommt man hier in kostenlos an seine Mülltüten!
Angefangen hatte das vor ein paar Jahren mit den grünen Tüten. Ich weiß nicht mehr genau, wie ich davon erfahren hatte, aber ein Dilemma war direkt präsent: wie signalisiere ich, dass ich eine grüne Tüte brauche, wenn ich noch gar keine grüne Tüte habe? Bei Nachbarn hatte ich nur grüne Tüten angeknotet an den Griffen der Mülltonnen gesehen. Die Lösung war so einfach wie einleuchtend: ich habe damals einfach eine vorhandene graue Mülltüte angeknotet und wurde mit einer Rolle grüner Tüten belohnt.
Die grünen Tüten sind übrigens für Biomüll und werden separat entsorgt. Deshalb bekommt man sie wahrscheinlich auch gestellt, damit sie sich leichter aussortieren lassen. Und vielleicht hat man deshalb auch irgendwann die roten für den Restmüll eingeführt, damit sich die beiden Farben größtmöglich unterscheiden.
Und ohne Tüte darf auch nichts in die Tonne! Zu Beginn meiner Zeit hier hatte ich mal einen Zettel an meiner Mülltonne, weil ich losen Müll darin hatte. Der gehört in Tüten und die Tüten müssen zwei Mal verknotet werden – da sage mal jemand, nur die Deutschen hätten Regeln. Immerhin wurde der Müll trotz „Knöllchen“ doch mitgenommen.
Besonderheit im Fall Klaus Bresser: Da er im Jahr 2000 in den Ruhestand ging, profitierte er bei der gesetzlichen Rente noch von einem sehr hohen steuerfreien Rentenanteil (damals galt noch die alte Ertragsanteilsbesteuerung). Seine ZDF-Betriebsrente hingegen musste zeitlebens als nachträgliches Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit voll versteuert werden.
Besonderheit im Fall Klaus Bresser: Da er im Jahr 2000 in den Ruhestand ging, profitierte er bei der gesetzlichen Rente noch von einem sehr hohen steuerfreien Rentenanteil (damals galt noch die alte Ertragsanteilsbesteuerung). Seine ZDF-Betriebsrente hingegen musste zeitlebens als nachträgliches Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit voll versteuert werden.
Im Fall von Klaus Bresser liegt eine besondere und tragische Situation vor: Seine langjährige Ehefrau Evelyn Bresser ist bereits wenige Monate vor ihm, am 19. März 2026, im Alter von 79 Jahren überraschend verstorben. Da sie ihn nicht überlebt hat, erhält sie keine Witwenrente.
Falls Klaus Bresser nach ihrem Tod erneut verheiratet gewesen wäre oder man das theoretische Szenario einer überlebenden Ehefrau auf Basis seiner Pension berechnet, gelten im öffentlich-rechtlichen Versorgungssystem folgende festen Regeln für die Hinterbliebenenversorgung:
1. Der Anteil an der ZDF-Betriebsrente
Im klassischen Versorgungssystem des öffentlich-rechtlichen Dienstes und der Rundfunkanstalten ist die betriebliche Witwenrente sehr großzügig geregelt:
• Einer Witwe stehen in der Regel 55 % bis 60 % des Ruhegeldes zu, das der Ehemann zuletzt bezogen hat.
• Bei einer angenommenen Bruttorente von 10.000 bis 15.000 Euro im Monat würde die betriebliche Witwenrente somit ca. 5.500 bis 9.000 Euro brutto im Monat betragen.
2. Der Anteil an der gesetzlichen Rente
Zusätzlich gäbe es die „große Witwenrente“ aus der gesetzlichen Rentenversicherung:
• Da die Ehe weit vor 2002 geschlossen wurde (Bresser und seine Frau heirateten 1975), gilt das alte Recht. Einer Witwe stünden hier 60 % seines gesetzlichen Rentenanspruchs zu.
• Bei einer maximalen gesetzlichen Rente des Mannes (ca. 3.300 Euro) wären das noch einmal rund 2.000 Euro brutto im Monat oben drauf.
Eigenes Einkommen und Abzüge
Bei solchen Summen greift in Deutschland ab einem bestimmten Betrag die Einkommensanrechnung. Hätte eine Witwe eigenes Vermögen oder hohe Einnahmen, würde die gesetzliche Witwenrente gekürzt werden. Die betriebliche Senderpension des ZDF bleibt davon jedoch in der Regel unberührt. Am Ende müsste auch die Witwe diese hohen Beträge ganz normal versteuern und Krankenversicherungsbeiträge abführen.
Bei Klaus Bresser kommen in Bezug auf seine Pensionierung und Besteuerung drei ganz entscheidende zeitliche und rechtliche Besonderheiten zusammen, die seine finanzielle Situation im Ruhestand maßgeblich von heutigen Pensionären unterschieden haben:
1. Der historische „Versorgungsfreibetrag“ (Eintritt im Jahr 2000)
Da Klaus Bresser im Jahr 2000 als Chefredakteur aufhörte und in den Ruhestand ging, profitierte er steuerlich von extrem großzügigen Übergangsregeln, die es heute so nicht mehr gibt:
• Für alle, die bis spätestens 2005 in Pension gingen, gilt zeitlebens ein maximaler Versorgungsfreibetrag von 40 % der Bezüge, gedeckelt bei 3.000 Euro plus 900 Euro Zuschlag pro Jahr.
• Das bedeutet: Ein Teil seiner jährlichen Pension (bis zu 3.900 Euro) war für ihn komplett steuerfrei. Bei heutigen Rentnern und Pensionären schmilzt dieser Freibetrag durch das Alterseinkünftegesetz von Jahr zu Jahr gegen Null.
2. Kein Beamtenstatus beim ZDF (Nachträgliches Einkommen)
Ein häufiges Missverständnis ist, dass ZDF-Chefs wie Beamte behandelt werden. Das stimmt im Steuerrecht nicht:
• Bresser war Angestellter einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt. Seine Betriebsrente vom ZDF gilt steuerlich als „nachträglicher Arbeitslohn“ aus nichtselbstständiger Arbeit.
• Im Gegensatz zu echten Beamten, die oft ein staatlich strukturiertes Versorgungssystem nutzen, wurde seine Rente direkt über die (damals noch extrem üppig ausgestattete) Pensionskasse des ZDF abgewickelt.
3. Profiteur der „alten
Wenn man die aktiven Jahre als ZDF-Chefredakteur und die 26 Jahre im Ruhestand zusammenrechnet, kommt Klaus Bresser über diesen Gesamtzeitraum (1988–2026) auf geschätzte Gesamteinnahmen von rund 5,5 bis 8,1 Millionen Euro brutto.
Da historische Verträge in D-Mark abgeschlossen wurden, sind diese Beträge inflations- und kaufkraftbereinigt auf heutiges Euro-Niveau hochgerechnet. Die Summe setzt sich aus zwei großen Lebensphasen zusammen:
1. Aktive Dienstzeit als Chefredakteur (1988–2000)
Klaus Bresser leitete die Chefredaktion exakt 13 Jahre lang.
• Geht man von einem damaligen Spitzengehalt aus, das kaufkraftbereinigt zwischen 180.000 und 265.000 Euro im Jahr lag, ergibt das für seine aktive Zeit eine Summe von ca. 2,3 bis 3,4 Millionen Euro brutto.
2. Die Pensionsphase (2000–2026)
Bresser verbrachte 26 Jahre im Ruhestand, was außergewöhnlich lang für ein Betriebsrentensystem ist. Hier floss das meiste Geld:
• Bei einer geschätzten monatlichen Gesamtversorgung (ZDF-Ruhegeld + gesetzliche Rente) von 10.000 bis 15.000 Euro brutto entspricht das einem Jahreseinkommen von 120.000 bis 180.000 Euro.
• Hochgerechnet auf 26 Jahre Rentenbezug ergibt das eine Summe von ca. 3,1 bis 4,7 Millionen Euro brutto, die er als Pensionär ausgezahlt bekommen hat.
Was blieb davon real übrig (Netto)?
Zieht man den Daumenwert ab, dass der Staat über Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und Krankenversicherungen bei diesen Summen im Schnitt rund 40 % bis 45 % einbehält, beläuft sich das reine Lebens-Nettoeinkommen aus dieser Zeitspanne schätzungsweise auf 3 bis 4,5 Millionen Euro, die er tatsächlich zur freien Verfügung hatte oder ansparen konnte.