Happy Birthday to me!

Was ich so hier schreiben will, weiss ich noch nicht genau. Auf der einen Seite könnte man so ein Weblog gut nutzen um seinem spontanen Ärger Luft zu machen, andererseits bereut man sowas ja auch im täglichen Leben. Warum sollte man das dann also auch in die Netzwelt mitnehmen?

Das habe ich heute vor 10 Jahren geschrieben und da steckt immer noch viel Wahres drin. Es gibt Themen, die ich im Blog nicht anreisse und in den letzten Jahren gab es immer wieder Phasen in denen ich lieber nichts geschrieben habe, wenn ich nicht genau wusste, ob das nun ein Text für das Blog ist. Und auch andere sozialen Netzwerke haben dazu beigetragen, dass es hier immer ruhiger wurde.

Dabei war und bin ich bei Twitter & Co. gar nicht sehr aktiv. Aber mit einem „Ich schaue mir jetzt Folge 123 von Serie XYZ an„, oder „Ui, das Tool ABC ist toll!“ waren meine meisten Themen schon bei Twitter „verbrannt“ und ich hatte keine Lust mehr, dazu auch noch was im Blog zu Schreiben.

Seit Anfang des Jahres habe ich mein Vorgehen ein kleines bisschen geändert. Ich schreibe mehr in mein Blog, wenn auch ähnlich spontan wie bei Twitter. Dafür aber länger, was nicht zwangsläufig bedeutet, dass der Text der dabei heraus kommt, auch besser ist. Aber wenn ich in den letzten 10 Jahren etwas bereut habe, dann dass ich hier zu wenig geschrieben habe. Über meinen New York-Aufenthalt 2004/2005 habe ich im Blog kaum etwas geschrieben. So etwas will ich zukünftig auf jeden Fall vermeiden.

Und bei all den anderen Tools und Websites, über die man eigene Inhalte verbreiten kann, bin ich sehr froh dieses Blog zu haben. Dies ist die einzige Stelle bei der ich selbst bestimme wer alles sehen kann was ich schreibe und denke. Und ich muss nicht befürchten, dass der Betreiber irgendwann etwas tut mit dem ich nicht einverstanden bin und ich deshalb diese Seite – und damit all meine Inhalte – zurücklassen muss. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie sich all die Leute fühlen, die ausschliesslich Facebook, Google+ oder Twitter haben um ihre Netzpersönlichkeit zu transportieren.

Ich hatte letzte Woche schon gefragt, was ich dem Blog wohl zum zehnjährigen schenken könnte. Eine Idee habe ich umgesetzt und einen kleinen Wald gepflanzt, bzw. pflanzen lassen. Noch sind die Bäume in der Vor-Setzlingphase, aber das war trotzdem eine schöne Idee. Benjamin hat mir einen Link geschickt, was er zu seinem zehnjährigen Blogjubiläum gemacht hat. Dafür hatte ich leider keine Zeit, aber ich werde bestimmt noch mal in meinem Archiv wühlen und schauen, ob ich ein paar interessante Artikel noch mal anspreche.

Und wo wir schon beim Wühlen in Erinnerungen sind: Dieses Blog History Project zeigt sehr schön die Entwicklung der deutschen Blogosphäre in einem Zeitstrahl auf. Eine schöne Gelegenheit um sich noch mal umzuschauen, welche Blogs es so gibt.

Das war’s auch schon von meiner Seite aus zu diesem Jahrestag. Die Lichterkette verschwindet heute Abend auch wieder. Ich schwelge derweilen noch ein bisschen in Erinnerungen.

Ein Gedanke zu „Happy Birthday to me!

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