NoseRub – Tue es wie die Eskimos

Das Blog hier ist ja nun doch seit ein paar Wochen ganz schön kurz gekommen, aber das hat auch seinen Grund. Nicht, weil ich zu wenig Filme gesehen hätte, sondern weil mich im Moment ein anderes Projekt sehr stark in Anspruch nimmt:

NoseRub - decentralised, social networks

NoseRub ist der Name und spielt auf das Nasereiben der Innuit an, welches bei der Begrüßung praktiziert wird. Ich empfand das schon immer als schönes Zeichen für Freundschaft und persönliche, menschliche Beziehungen.

Mit NoseRub soll ein dezentrales soziales Netzwerk ermöglicht werden, damit nicht Xing, StudiVZ und Lokalisten meine wertvollen Daten – nämlich meine Freundesbeziehungen – in ihren Händen halten, sondern ich selbst darüber bestimme, wer diese Daten bekommt und wer nicht. Und vor allem, dass ich diese Angaben nicht immer und immer wieder machen und pflegen muss.

Das ist ein ehrgeiziges Ziel und wir sind bestimmt noch eine ganze Ecke davon entfernt, aber die ersten Schritte sind gemacht. Seit gestern gibt es auf Identoo.com den ersten Service, der NoseRub benutzt. Ihr könnt euch dort kostenlos ein Konto anlegen und alle möglichen Dienste (flickr, twitter, etc.) und RSS-Feeds eintragen. Auf eurer Profilseite kann dann jeder sehen, was ihr so aggregiert im Netz macht – feinere Abstufungen was öffentlich gesehen werden darf und was nur bestimmte Leute, werden auf jeden Fall folgen.

Sehr nützlich ist es aber, wenn ihr diese sogenannte NoseRub-ID an andere Leute weitergebt, die ebenfalls über eine NoseRub-ID verfügen. Denn die Accounts synchronisieren sich automatisch und somit bekommt der andere sofort mit, wenn ihr z.B. ein neues Blog aufmacht und den RSS-Feed dazu in eurem Profil mit angebt. Umgekehrt könnt ihr so natürlich darüber auf dem Laufenden bleiben, was eure Freunde und Bekannte so machen. Und zwar ohne dass ihr z.B. selbst bei Flickr oder Twitter angemeldet sein müsst.

Auf dem NoseRub Blog kann man sich auch ein paar Videos und Interviews anschauen, um mehr von den Ideen hinter NoseRub aufzuschnappen. Der elektrische Reporter hat uns interviewt und auf dem BarCamp 2007 in Köln gab es zwei Sessions zum Themenkomplex, die man sich bequem anschauen kann.

Ich hoffe, dass das Projekt auch andere so begeistert wie mich :-)

11 Gedanken zu „NoseRub – Tue es wie die Eskimos

  1. Hm. Was genau wollte uns dieser Kommentar sagen? Dass das Englisch auf der Plattform nicht gut genug ist? Kann sein, Textänderungsvorschläge werden gerne angenommen.

    Oder stört die Tatsache, dass im Moment alles englisch ist und nicht deutsch? Ich wollte diesmal den umgekehrten Weg gehen und erst einmal die internationale Version bauen, bevor die nationalen dann kommen…

  2. Pingback: Web 2.0 Sammelalbum - Web2Null - NoseRub

  3. Hmm, klingt erst mal interessant – aber was ist der sicherheitstechnische Unterschied zu gmail, StudiVZ, xing oder den Lokalisten? Für mich bleibt das alles eins: Möglicherweise gut gemeint, aber am Ende doch potenziell Stasi 2.0. Und woher will ich wissen, wer nächstes Jahr die Nasenreiberei aufkauft?

  4. NoseRub ist ein Open-Source Projekt und kann somit gar nicht verkauft werden. Da Du die Möglichkeit hast, einen NoseRub-Service auf einem eigenen Server zu betreiben, bist Du dann auch tatsächlich „Besitzer“ Deiner Daten.

    Was genau meinst Du mit „sicherheitstechnisch“? Du weißt nicht, wie „sicher“ die von Dir angesprochenen Dienste sind. Du kannst aber bei NoseRub so viel Sicherheit betreiben, wie Du willst, wenn Du den Dienst auf Deinem eigenen Server betreibst.

  5. Pingback: Wird Google die Spielregeln für das Social Networking verändern? at viralmythen

  6. Pingback: Dirk Olbertz » To SGFoo Camp or not to SGFoo Camp? : The Blog that never sleeps

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