Einfach mal nachfragen!

Das Agenturblog stellt in seinem Beitrag T-Online und die Blogs am Ende die Frage Was denkt Familie Collasch dazu?

Warum sie selbst nicht nachgefragt haben, weiß ich nicht. Ich habe es aber mal nachgeholt zu fragen, was die Familie Collasch dazu meint, dass auf der Community-Seite der T-Online Blogs ein offensichtlich fremdes Photo mit ihrem Blog verlinkt wird.

Geantwortet (übrigens von einem Lycos-Account) hat zwar nicht die komplette Familie, wohl aber Ulf, der Familienvater. Der schreibt, dass T-Online sich vor einigen Wochen bei ihm gemeldet hätte, da sie sein Blog gerne auf der Startseite (ebendieser Community-Seite) zeigen wollten. Es wurde außerdem gefragt, ob er ein Photo von seiner Familie beisteuern könnte, was er aber ersteinmal verneinen musste. Darüberhinaus stimmt der Eindruck von „einer glücklichen, modernen und gut aussehenen Familie, die hier bei T-Online bloggt.“ Wer nachliest, fühlt sich bestätigt. (Zitat aus der Mail.)

T-Online hat sich gestern übrigens nochmal bei ihm wegen des Photos gemeldet, da (Zitat von T-Online) …uns im Zusammenhang mit der prominenten Einbindung Ihres Weblogs‘ sehr an Authentizität gelegen ist, würden wir uns freuen, wenn Sie uns das dafür notwendige Bildmaterial zukommen ließen.

Das „echte“ Bild wird von Ulf in Kürze an T-Online nachgereicht.

So einfach ist das manchmal…

Update:
Inzwischen hat Ulf Collasch selbst einen Beitrag zum Thema veröffentlicht.

Bildblog über Bild-Mitarbeiter

Wer ist Hauke Brost?, fragt das Bildblog noch so unschuldig, wohl wissend, was sie dort für Inhalte zusammengetragen haben. Es geht los mit frauenverachtenden Zitaten aus Brosts Kolumnen, die einem eigentlich schon den Kopf schütteln lassen. Leider kennt man diese Grundhaltung der Bild ja schon zur Genüge und wahrscheinlich deshalb ist man da schon abgestumpft.

Was er dann aber in Reaktion auf den Eurovision Song Contest loslässt, ist sowas von nationalistisch und ausländerfeindlich, dass einem die Spucke wegbleibt: Wer sich da drüben einen gebrauchten Skoda leisten kann, wo hat der denn die Kohle her? Auf deutschen Baustellen Fliesen verlegt oder in deutschen Schlachthöfen Rinder zerlegt. Dankbarkeit? Stinkefinger (0 Points von Polen).

Und: Wir kaufen dem Türken sein Döner ab, und aus lauter Freundschaft haben wir gleich 10 Points in die Türkei geschickt, und was schallt zurück? 0 Points von der Türkei. Ey, Alda, kraß, voll der Hammer, ey.

So geht es weiter und weiter… Das Gästebuch auf der Homepage von Herrn Brost quillt seit dem Erscheinen des Artikels im Bildblog übrigens über vor wütenden Kommentaren. So hat er sich das wahrscheinlich nicht vorgestellt.

Bleibt zu hoffen, dass Herr Brost bald für seine Missetaten gerade stehen muss. So jemand darf einfach nicht täglich in einer Öffentlichkeit zu Wort kommen, die eh alles unreflektiert aus dem Schmuddelblatt übernimmt.