Respekt vor den Briten

Wenn ich das hier, über die 15 britischen Gefangenen lese, bin ich irgendwie froh, dass es keine amerikanischen Soldaten sind. Meiner Meinung nach macht es die britische Regierung genau richtig, indem sie zwar entschlossen auf die Provokation reagiert, der iranischen Führung aber nicht den Gefallen tut und mit hochrotem Kopf voran stürmt.

Die, im gleichen Beitrag veröffentlichten, Äußerungen der US amerikanischen Seite klingen da schon wieder sehr viel mehr nach Einbahnstraße. Da wäre kein Platz für diplomatische Verhandlungen.

Irgendwie paradox an der ganzen Sache ist ja auch, dass die Iraner nun „Geständnisse“ präsentieren, die mindestens so skeptisch zu betrachten sind, wie die der Guntanamo-Häftlinge. Nur dass Briten und US-Amerikaner sich an dieser Stelle entrüstet zeigen. Vielleicht weil sie genau wissen, wie viel Substanz solche Geständnisse haben?

Gesucht: „Herr Susi“

Herr Susi / Thomas Glavinic

Kann mir jemand das Buch Herr Susi von Thomas Glavinic besorgen? Gerne auch gebraucht, wenn es nicht zu schäbig ist…

Den Kritken zufolge soll es nicht sooo gut gewesen sein, aber aufgrund meiner Sammelleidenschaft möchte ich es trotzdem gerne besitzen und lesen – möglichst in dieser Reihenfolge.

LinkedIn in Deutschland ist tot

Erinnert sich noch jemand an die LinkedIn-Offerte von Ende November 2006? Relativ unwahrscheinlich, denn selbst die Seite mit dem Angebot zum Marteintritt ist nicht mehr aufrufbar.

Vielleicht war die Aktion ja tatsächlich schon Ende Februar beendet, aber dann müsste ja auch so langsam mal kommuniziert werden, wer nun gewinnt. Überhaupt Kommunikation: nach der damals etwas sehr seltsamen Massenmail (wie kam Konstantin Guericke an meine E-Mail Adresse?) kam gar nichts mehr. Kein Zwischenstand, der hätte Auskunft darüber geben können, wie man in der Liste steht, keine Tips, wie man Freunden und Bekannten LinkedIn näher bringen könnte, nichts.

Außer dieser einen Mail findet man auch nichts deutschsprachiges bei LinkedIn.com – LinkedIn.de gehört immer noch Nico Lumma / New Media Management GmbH – und auch sonst hat man nichts mehr von einem wirklichen Markteintritt LinkedIns in Deutschland gehört.

Es wäre ja interessant gewesen zu sehen, ob das eher professionell ausgerichtete Konzept von LinkedIn (keine Photos der Personen; Verbindungen können nur zu persönlich bekannten Personen, oder aber über Empfehlungen hergestellt werden) in Deutschland eine Chance gegen die Kontaktwebsite für High-Potentials (OpenBC/Xing) gehabt hätte. Denn so lange man hierzulande die Qualität von Bewerbungsmappen anhand des Passphotos beurteilt, wäre das wirklich interessant geworden.

So aber sieht es aus, als ob LinkedIn erst garnicht auf dem deutschsprachigen Markt antritt.

Eigentlich egal.