Neuer Musikdienst von Apple

Gestern Abend war es endlich so weit. Neben neuen iPods mit 10, 15 und 30 GB wurde auch der neue Musikdienst von Apple vorgestellt. Dieser Downloaddienst ist in das neue iTunes 4 integriert und enthält momentan rund 200.000 Lieder. Die Musikstücke sind in AAC kodiert, welches bei 128kBit eine bessere Qualität als MP3 bei 160kBit haben soll.

Zu jedem Stück gibt es eine zehnsekündige akustische Vorschau ebenfalls in AAC mit 182kBit. Pro Download eines Titels sind 0,99 US-Dollar fällig, für ein komplettes Album beträgt der Preis 9,99 US-Dollar. Durch AAC ist ein Digital Rights Management (DRM) gegeben, was Apple dazu genutzt hat, das Abspielen der heruntergeladenen Stücke auf 3 Macs zu beschränken, sowie auf unbeschränkt viele iPods. Entgegen vieler anderer DRM-Einstellungen anderer Anbieter darf man sich auch eine CD mit den gekauften Stücken brennen. Dadurch lässt sich, wenn auch umständlich, die Restriktion auf 3 Macs umgehen. Apple hat in iTunes eine weitere Beschränkung eingebaut: maximal 10 CDs lassen sich mit ein und derselben Playlist brennen. Danach muss die Playlist verändert werden. Damit will man offensichtlich verhindern, dass eine CD bei Apple günstig eingekauft und dann zig mal auf CD gebrannt wird.

Das Herumstöbern im Music-Store mit iTunes macht Spaß, der Anwender kann auf die schon gewohnte Arbeit mit Kategorien und Suche zurückgreifen, als wenn alle Lieder lokal vorliegen würden. Und das Probehören geht zumindest mit DSL fast ohne Verzögerungen los. Der wirklich sehr gute Gesamteindruck wird ausserhalb der USA leider dadurch fast komplett zunichte gemacht, dass man im Music-Store vorerst nur dann einkaufen darf, wenn die benötigte Kreditkarte eine Rechnungsadresse in den USA besitzt. Ein weltweiter Start wurde bisher nicht mit einem Termin angekündigt.

Und das ist wirklich Schade, denn meiner Meinung nach ist Apple mit dem neuen Music-Store ein sehr guter erster Wurf gelungen. Viele Leute sind, wie ich auch, bereit 99 Cent für einen Song zu bezahlen, wenn man ihn sich zum einen vorher anhören kann und dann auch sofort in guter Qualität zur Verfügung hat. Auch ganze Alben könnte ich mir vorstellen so zu erwerben. Erst in den letzten Wochen habe ich mir ein paar CDs gekauft, von denen ich bisher erst einige Stücke hatte – da hat dann der Sammlertrieb zugeschlagen. Aber diese CDs werden eh schnell am Mac gerippt und dann ins Regal gestellt. Mit dem inzwischen bestellten neuen 15GB iPod kann ich meine komplette Musiksammlung dann überall mit hinnehmen. Die CDs könnte ich eigentlich aus dem Regal entfernen.

Die neun Ausrufezeichen

Im Trainingslager haben wir eine Geschichte mit dem Titel Die neun Ausrufezeichen und das Fahrrad geschrieben um sie Lisa als Aufmunterung zuzuschicken. Jeder Teilnehmer des Trainingslager bekam jedoch nur den letzten Satz seines „Vorschreibers“ zu sehen, die erste Schreiberin konnte sich nur am Titel orientieren. Bis heute kennt nur Lisa die komplette Geschichte, ab Donnerstag oder Freitag will ich hier aber jeden Tag einen Teil der Geschichte veröffentlichen.

Ich bin wirklich gespannt, wie das alles so zusammenpasst :-)

Wieder zurück

In den letzten zwei Wochen war ich mit der Leichtathletik-Truppe des Moerser TVs im Trainingslager in Spanien und konnte deshalb mein Blog nicht aktualisieren. Vielleicht werde ich im nächsten Jahr mein iBook mitnehmen und irgendwie ins Internet kommen, aber das muss ich dann wohl über mein Handy bewerkstelligen, da in den Appartments kein Telefonanschluss vorhanden war.

Vorab wollte ich hier nicht bekannt geben, dass ich nicht da bin – zwar weiss ich nicht, inwieweit die bösen Buben auch schon im Internet auf die Suche nach geeigneten Objekten gehen, aber irgendwie war mir nicht sehr wohl dabei.

Auf jeden Fall sind wir heute morgen gegen 10:00 alle wohlbehalten wieder in Moers angekommen. Über einige Einzelheiten des Trainingslagers werde ich in den nächsten Tagen berichten. An dieser Stelle geht erstmal ein besonderer Gruß an Lisa, die dieses Jahr krankheitsbedingt leider nicht mitfahren konnte.

Unmut über Alkohol als Droge

kmdd.jpg Wieder mal ein Thema, was mir schon lange unter den Fingernägeln brennt. Die Aktion Keine Macht den Drogen finde ich gut, weil sie als einzige (öffentlich) gegen Alltagsdrogen wie Zigaretten und Alkohol angeht. Nein, ich rauche nicht und trinke auch nur selten Alkohol – und damit meine ich selten. Wenn ich alle drei bis vier Wochen mal Alkohol trinke, hört sich das schon wieder viel regelmässiger an, als es ist. Letztendlich muss jeder selber wissen, ob er seine physische und psychische Körperkontrolle für ein paar Bier an der Theke abgeben möchte.

Aber gerade Jugendliche finden es irgendwie ‚cool‘ sich volllaufen zu lassen. Andererseits haben sie genügend Vorbilder um sich herum. Mir ist es schon ein paarmal nagtiv aufgefallen, dass in Filmen Alkohol ganz offiziell als Problemlöser verwendet wird. „Hier, trink erstmal ’n Schluck, dann geht es Dir gleich viel besser“. Für mich ist das ehrlich gesagt kein prinzipieller Unterschied zu „Hier, setz‘ Dir erstmal einen Schuss!“

Und der Gipfel ist ja die Verbindung von Alkohol und Sport. Auf der einen Seite wirbt der DFB mit obigem Logo, auf der anderen Seite werden unsere Stars aus der Nationalmannschaft mit Bier-Werbung zum Affen gemacht. Und ganz extrem wird es jetzt bei dieser Aktion von Diebels, bei der Vereine dazu animiert werden, ihre alten Photos von gemeinsamen Saufgelagen einzuschicken um ihre Vereinskasse aufzubessern.

Was soll das denn? Ich will mich einfach nicht an Biertrinkende und Rauchende Sportler gewöhnen wollen. Das passt für mich nicht zusammen. Auf der einen Seite das Doping anprangern (finde ich richtig) und auf der anderen Seite den Genuss von Bewusstseinsvernebelnden Drogen förden. Da muss einem doch irgendwie sofort auffallen, dass da mit zweierlei Mass gemessen wird, oder?

Das geht ja bis zu den Funktionären. Ich erinnere mich noch an die Offiziellen, die bei einem Leichtatlethik-Wettkampf oben auf der Tribüne ihre kleinen Schnapsfläschchen geleert haben und danach Siegerehrungen vornahmen. Natürlich hin der Slogan „Keine Macht den Drogen“ überall sichtbar im Stadion.

Was ist nur aus unseren Vorbildern geworden?

Bridge over troubled water

Nein, so schlimm ist es auch nicht, aber neue Release und Auslandsexpansionen in der Firma lassen im Moment wenig Zeit für das Blog, auch wenn im Moment viel passiert, was kommentierungswürdig wäre.

Als bekennender Michael Moore-Fan fand ich seinen Auftritt beim Oscar natürlich klasse, ebenso seinen aktuellen offenen Brief an Präsident Bush, den man z.Zt. auf seiner Homepage (natürlich auf der von Moore, nicht von Bush) lesen kann. Herrlich pointierte Wortwahl mit erschreckend ernsthaftem Hintergrund. Und das von einem Ami!