jQuery: mehr als nur ein JS-Framework

Seit kurzem beschäftige ich mich auch mit jQuery, welches sich selbst so beschreibt: jQuery is a new type of Javascript library. It is not a huge, bloated, framework promising the best in AJAX – nor is just a set of needlessly complex enhancements – jQuery is designed to change the way that you write Javascript.

Das sind große Worte, aber ich muss ihnen zustimmen. jQuery behandelt natürlich auch AJAX, aber wirklich besonders ist, wie jQuery die Struktur eines Projektes verändern kann – selbst wenn es keinen Gebrauch von AJAX macht.

Java Script kann die Benutzerführung einer Webapplikation erheblich vereinfachen, das Schreiben einer solchen Website aber auch erheblich verkomplizieren. Alleine schon, weil man den JS-Code an vielen Stellen in der Website hinterlegen kann und bei mehreren Seiten die Anzahl der Plätze nur noch vielfältiger wird.

Dann stehen an ziemlich vielen Stellen in der Website die eigentlichen JS-Aufrufe drin, der HTML-Code wird um jede Menge DIVs und IDs angereichert um von JavaScript aus auf die Webelemente zugreifen zu können.

Genau an dieser Stelle greift jQuery ein, wie man an folgendem Beispiel sieht:
$("input.buttonCAdd").click(function(){$("div.contentToChange").find("p").not(".alert")
.append(" This text was just appended to this paragraph")});

Das Beispiel stammt von Cody, auf seiner Seite kann man sich anschauen, was sich tatsächlich mit jQuery anstellen lässt.

Der größte Unterschied zur „normalen“ Verwendung von JavaScript ist bei obigem Beispiel, dass die Aktion, die bei Klick auf einen Button passiert, nicht in der Website selbst definiert wird, sondern unabhängig davon passieren kann. Man kann sich jQuery als eine Art CSS für JavaScript vorstellen. Dadurch lässt sich eine MVC-Trennung des Website-Codes bis auf Ebene des JS herunter durchziehen.

Der Website-Code wird außerdem schlanker, da nicht mehr so viele DIVs und IDs benötigt werden. Zusätzlich kann die Usability der Website für Nutzer ohne JS gesteigert werden, weil der eigentliche Website-Code kein JavaScript mehr enthält. Dadurch ist es einfach schwieriger, Websites zu entwerfen, die nur mit JS einwandfrei funktionieren.

Die AJAX-Funktionalitäten von jQuery habe ich mir dabei noch garnicht angeschaut. Aber damit werde ich in den nächsten Tagen genug zu tun haben :-)

Bloghoster-Test von MORGEN

Sommer 2006. Eine (Lifestyle-/Computer-/Bunte-Fotos-/?) Zeitschrift, die die Zukunft praktischerweise im Namen trägt, füllt das Sommerloch mit einem Beitrag über Blog-Portale. Auf dem Cover heißt es Wichtige Blog-Portale im Vergleich und während ich im Kiosk darauf warte, dass das Käsebrötchen eines Kollegen fertig zubereitet wird, schaue ich mir selbiges Blättchen an.

Nicht ganz uneigennützig, will man doch wissen, wie der eigene Sproß abschneidet: ein respektabler fünfter Platz mit dem grandiosesten Schlußwort, dass man sich eigentlich vorstellen kann: Blogger.de eignet sich eher für fortgeschrittene Nutzer. Wer will schon ein Anfänger sein? Vorbereiten und Einarbeiten ist doch was für Warmduscher.

Das dachte sich sicherlich auch Christiane Strobel, als sie sich für den Vergleichstest die folgenden fünf Blog-Portale angeschaut hat: MSN Spaces, Yahoo 360°, Google Blogger, Manicfish und eben Blogger.de. Ja, genau. So habe ich auch ausgesehen, als ich die Auswahl der Portale gelesen habe.

Kein Blog.de, Blogg.de, Twoday.net oder MyBlog.de. Ganz zu schweigen von den zig weiteren Portalen da draußen.

Aber egal, mal in den Test geschaut: Yahoo 360° gewinnt vor MSN Spaces. Und das, obwohl tomorrow.de gleich auf tomorrow.msn.de umleitet. Ist das das Zugeständnis dafür, dass im gleichen Heft der IE 7 gegen Firefox gewinnen darf?

Das Heft ist doch mit so einer Kooperation total unglaubwürdig, oder? Mein erster Gedanke war: die haben die eigentlichen Blog-Portale extra aussen vor gelassen, damit sich die unbloggischen Anbieter den Kuchen unter sich aufteilen dürfen. Die verrückten Fische und Blogger.de waren dann halt einfach kleine Zugeständnisse. Es kann natürlich auch nur schlechte Arbeit von Frau Strobel gewesen sein…

Trotzdem ein Schlußsatz zum Einrahmen :-) Blogger.de eignet sich eher für fortgeschrittene Nutzer.

Amazon Data Warehouse

Was Amazon so alles an Daten präsentiert ist schon beeindruckend: What do customers ultimately buy after viewing items like this? Die Antwort: 63% buy the item featured on this page. Und viele weitere andere Artikel, die gekauft wurden, nachdem diese Seite angeschaut wurde.

Neu aufgefallen sind mir heute aber die Tags, die jeder User zu einem Artikel vergeben kann. Schon irgendwie seltsam. Auf der einen Seite ist Amazon schon fast konservativ und Web 1.0, andererseits bauen sie Neuheiten behutsam ein. Und wenn man das Amazon Web Services Blog so verfolgt, sind sie damit noch lange nicht am Ende angekommen.

Mal abwarten, wann wir die Tags und obengenannten Statistiken auch im deutschen Amazon-Ableger zu sehen bekommen.