Der Schaum der Tage – Boris Vian

Boris Vian - Der Schaum der Tage

Achtung: Wer einfach nur eine Buchempfehlung möchte, sollte hier aufhören zu lesen. Es wird zwar nicht viel über das Buch verraten, noch besser ist es aber wahrscheinlich, wenn man es komplett unvorbereitet liest.

Auf der Rückfahrt von Berlin letzte Woche haben mich meine zwei Mitfahrer überrascht. Sie waren beide von einem Buch begeistert und lobten auch den Autor selbst, ohne aber wirklich über den Inhalt des Buches zu sprechen – eine sehr gute Eigenschaft der beiden, den ich mag ja keine vorweggenommenen Ereignisse in Büchern (oder Filmen). Christian erhob Boris Vian dann auch noch zu seinem Lieblingsschriftsteller und Melanie meinte, dass sie das Buch damals ganz unvorbereitet gelesen hätte.

Was sie damit gemeint hat, weiß ich jetzt. In einer anderen Rezension habe ich etwas gelesen, was sehr gut beschreibt, was den Reiz des Buches für mich ausgemacht hat: auf jeder Seite ist man auf der Suche nach einer besonderen Stelle – und wird auch meistens fündig. Dazu zwei Beispiele, die extra so gewählt sind, dass sie nur an der Oberfläche dessen kratzen, was den Leser des Buches wirklich erwartet:

Die Bücher waren in alphabetischer Ordnung aufgestellt, aber der Buchhändler kannte sich nicht sonderlich gut im Alphabet aus, und so fand Chick die Partre-Abteilung zwischen T und B.

Kein Blumengeschäft hat Eisengitter vor den Fenstern. Niemand will Blumen stehlen.

Ich liebe solche Gedankengänge und Verrücktheiten in einer Geschichte und dieses Buch ist voll davon und erzählt gleichzeitig noch eine bewegende Liebesgeschichte. Nachdem ich gestern in der Stadt bei den einschlägigen Buchhändlern keine weiteren Geschichten von Boris Vian gefunden habe, stöbere ich jetzt mal bei Amazon weiter. Der Schaum der Tage war einfach zu gut, um es dabei zu belassen.

4 Gedanken zu „Der Schaum der Tage – Boris Vian

  1. Boris Vian war ein Genie…
    Musiker, Dichter, Dadaist…
    Ich habe vor Jahren mal eine wunderbare Revue mit Texten und Liedern von ihm in der Bonner Brotfabrik ausgestattet.
    (Mit dabei u.a. die junge Studentin Mirja Boes, heute eher im Comedy-Sektor erfolgreich… das nur so am Rande…)

  2. Pingback: Dirk Olbertz » Ich werde auf eure Gräber spucken : The Blog that never sleeps

  3. Pingback: Boris Vian - Der Voyeur | The Blog that never sleeps

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