Gestern war irgendwie noch das ganze Netz in Aufregung und ich mittendrin. Durch Verlinkung diverser Mac- und Linux-Seiten sehen die Zugriffszahlen dieses Blogs für heute im Vergleich zu den Vormonaten einfach gigantisch aus.
Heute habe ich Doom 3 (die Windows-Version) gekauft und auf dem iMac installiert – ganz ehrlich für meinen Vater, der sich das Spiel schon lange wünscht. Dumm nur, dass Doom 3 komplett in Englisch gehalten ist. Da bringt das deutsche Handbuch auch nicht viel, wenn man zum Lösen des Spieles die englische Sprache verstehen muss.
Aber gut, dann kann ich mich an der herrlichen Grafik erfreuen – schon erstaunlich, was sich so seit Halflife 1 und Warcraft 3 getan hat. Nichteinmal die höchste Qualitätsstufe hatte ich ausgewählt und mit 1024×768 auch nicht die ideale Auflösung für den iMac gewählt. Und trotzdem bin ich restlos begeistert von den Grafikmöglichkeiten.
Klar, Doom 3 gibt es auch für den Mac (49,- Euro bei Arktis.de), für die Windows-Version habe ich in einem Karstadt, also nicht unbedingt bekannt für sagenhaft günstige Preise, 27,- Euro hingelegt. Wiederum andere Spiele gibt es noch nicht für den Mac (Halflife 2 zum Beispiel), oder es ist nicht klar, ob sie auf den Intel-Macs überhaupt in vernünftiger Geschwindigkeit laufen, wenn sie nur unter Rosetta zum Einsatz kommen.
Warum sollte ich nun also nicht weniger als 100,- Euro für eine Windows-Lizenz ausgeben? Eine PSP oder ein Nintendo DS kosten da mehr…
Was mich davon abhält sind im Moment die folgenden drei Dinge:
- Meine Apple Bluetooth-Tastatur funktioniert unter Windows nicht und ich hasse es, andauert umstöpseln zu müssen.
- Die Logitech Bluetooth-Maus konnte ich zwar unter Windows pairen, unter MacOS X musste ich das Pairing dann aber nochmal wiederholen. Auch darauf habe ich keine Lust. Long live convinience!
- Die Uhrzeit unter Windows unterscheidet sich immer um zwei Stunden zum Mac. Wenn ich die dann unter XP ändere, muss ich das dann in MacOS X wieder korrigieren. Nichts wirklich schlimmes, aber halt nicht wirklich „sauber“ und deshalb irgendwie störend.
Ich komme sonst sehr gut ohne Windows aus und habe weder eine Möglichkeit des Betriebssystems, noch eine der dort verfügbaren Software vermisst. Windows XP auf dem iMac ist für mich deshalb eine Spielerei im wahrsten Sinne des Wortes. Und das hat mit Blasphemie oder einem Untergang von Apple überhaupt nichts zu tun. Ich kenne eine ganze Reihe von Leuten, die aus verschiedenen Gründen einen PC besitzen und denen ich auch bisher nicht zu einem Mac geraten habe.
Das kann ab jetzt ganz anders aussehen. Zum Beispiel mein Vater: schon jetzt hat er zwei verschiedene Benutzer auf seinem Windows XP zuhause. Einen nur für die Spiele (mit Admin-Rechten) und einen für Internet und sonstige „produktive“ Dinge. Ohne viel Probleme könnte ich ihm nun einen iMac hinstellen, wo er unter Windows XP seine Spiele hat und unter MacOS X den Rest erledigen kann.
Sowas nenne ich Perspektive, andere Ein Eingeständnis der größtmöglichen Niederlage…







