Rück- und Ausblick

Laufstrecke

Es ist Sonntag früh gegen 5:00 Uhr. Vor etwa einer Stunde sind meine Eltern gen Heimat aufgebrochen, nachdem sie die letzten drei Monate hier in Schweden verbracht haben. Seitdem ich vor etwas mehr als zwei Wochen hier ankam, verging kein Tag, an dem nicht am Haus, oder im Garten gearbeitet wurde: Kellerdecke isolieren, Rasen säen, Rasenmäher und Kantenschneider kaufen und einsetzen, Schotter bestellen und damit einen Weg modellieren, Zaun gegen die Wildschweine baune, Garten umgraben um den Boden für weiteren Rasen vorzubereiten, Pflaumenbaum und Brombeerstrauch pflanzen, neue Fenster einbauen, Möbel kaufen und aufbauen, Drainage um das Regenwasser unterirdisch vom Haus wegzutransportieren, und, und, und, und…

Alles für sich genommen genügend Stoff für diverse Blogbeiträge, aber tatsächlich fehlte die Zeit dafür. Noch sind nicht alle Projekte abgeschlossen und so hoffe ich, dass ich ein paar der Geschichten aus den letzten Wochen noch einmal aufgreifen und fortführen kann. Ich will auch eine Art Gartentagebuch führen um zum einen den Fortschritt im Garten zu zeigen und zum anderen für mich zu protokollieren, wie schnell denn Rasen, Brombeerstrauch und Pflaumenbaum wachsen. Da habe ich nämlich gar keine Vorstellung von. Die ersten zarte Triebe des neugesäten Rasen zeigten sich nach etwa 8 Tagen. Jetzt ist es noch einmal eine Woche weiter und man erkennt schon deutlich eine grüne Fläche. Sie ist zwar im Moment noch sehr, sehr licht, aber das ist genau so ein Grund für das Gartentagebuch: wann ist der Rasen als Rasen zu erkennen?

Der erste Sack Rasensamen reichte für 90-120 qm. Ein weiterer steht bereits parat und wenn ich mir so die Fläche anschaue, die noch Wiese werden soll, brauche ich fast noch einen weiteren Sack. Vorher muss der Boden aber noch weiter von diversen Bewachsungen befreit werden.

Das zweite Großprojekt betrifft den angelieferten Schotter. Gut 34 Tonnen wurden letzten Donnerstag angeliefert und seitdem auf dem Grundstück verteilt. Da vorher einige betonierte Platten dort lagen, wo jetzt der Weg hin soll, müssen diese erst mühevoll zerschlagen und entfernt werden. Nur den Schotter aufbringen würde eine ziemliche Rutschpartie bedeuten, wenn man mit dem Auto drüber fährt.

Diese Woche habe ich ausserdem Urlaub und ich wollte mir zumindest mal Karlskrona anschauen. Ein Städtchen etwa eine Stunde südlich von Påryd gelegen. Aber auch in Kalmar muss ich endlich mal das Schloss besuchen. Nächsten Freitag steht dann Mittsommer auf dem Programm. Ich selbst habe nichts geplant, aber ich bin mal gespannt, wie die Schweden in diese letzte Woche vor dem größten Fest des Landes gehen. Für das Örtchen hier ist am Ortseingang für Mittsommerabend ein Karneval angekündigt. So etwas hört sich ja immer spektakulär an…

Es gibt also noch eine ganze Menge zu verbloggen und ich habe auch vor, genau dies zu tun!