Erste Schritte mit BootCamp auf dem iMac

Seit ein paar Wochen besitze ich nun einen iMac 20″ mit 2GB RAM und der Variante mit 256MB Grafikkarte. Im Vergleich zum 15″ Powerbook (1,25 GHz), das ich beruflich nutze, ist der iMac wirklich deutlich schneller, die Anschaffung ist jeden Euro Wert.

Seit Apple nun Boot Camp vorgestellt hat, habe ich mir schnell eine Windows XP Pro CD ausgeliehen und es einfach mal ausprobiert. Vorher noch schnell das Firmware-Update installiert und den Assistenten für Boot Camp heruntergeladen.

Zuerst wird eine Treiber CD gebrannt und anschließend die Partition für Windows erzeugt. Das geht ser einfach und das Verkleinern der aktuellen Partition ging in nur wenigen Minuten über die Bühne. Anschließend muss man nur noch die Windows-Installations CD einlegen und schon geht’s los.

Boot Camp on iMac 20 Ich war unsicher, ob die Version, die ich zur Verfügung hatte, auch funktioneren würde. Zwar handelt es sich, wie gefordert, um Windows XP Pro mit Service Pack 2, jedoch lag diese Windows CD einem Dell Computer bei und ich war mir nicht sicher, ob diese nicht an Hardware gebunden sind. War sie aber nicht, weshalb die Installation nach dem automatischen Neustart des Rechners auch sofort beginnen konnte und erfolgreich abgeschlossen wurde. Das ganze dauerte etwa 30 Minuten.

Danach sollte man als erstes die vorher gebrannte CD mit den Treibern einlegen und installieren. Wie schon bei Apple angekündigt, wird zwar das interne Bluetooth-Modul erkannt, Tastatur und Maus funktionieren jedoch nur in der USB-Variante. Was ein bisschen seltsam ist, da zumindest die Bluetooth-Tastatur während des gesamten Installationsvorgangen von Windows noch funktionierte.

Screenshots Boot Camp running on iMac An der Mighty Mouse funktioniert die rechte Maustaste und der Scroll-Nippel, wobei letzterer jedoch nur ein Ab- und Aufscrollen zulässt. Ich habe allerdings nicht in den Einstellungen gesucht, ob dort noch was zu finden war, was da Abhilfe hätte schaffen können.

Ich habe an meinem iMac permantent einen zweiten TFT hängen, das Erweitern des Windows-Desktop wollte erst nicht so recht. Das Bild wurde immer nur entweder auf dem des iMacs, oder halt auf dem externen angezeigt. Erst als ich das mit dem Erweitern rausgenommen habe und somit den Desktop nur gespiegelt habe, funktionierte es dann anschließend auch mit dem Erweitern. Eine der netten Kleinigkeiten, dich ich an Windows ja so liebe…

Die Helligkeit des iMac-Displays wird über ein Tray-Icon geregelt.

In Ermangelung anderer Spiele habe ich mir den 3D-Shooter Sauerbraten heruntergeladen, der auch für Linux und MacOS X verfügbar ist. Wir spielen das Game manchmal nach Feierabend mit ein paar Kollegen, deshalb kannte ich es.

Sauerbraten kam bei einer Auflösung von 1024×768 auf gut 200 fps und machte auch sonst einen sehr schnellen Eindruck (Photo).

Als nächstes installierte ich mir Cinebench 9.5 von Maxon. Das Ergebnis sah dann so aus:

Rendering (Single CPU): 294 CB-CPU
Rendering (Multiple CPU): 535 CB-CPU

Multiprocessor Speedup: 1.82

Shading (CINEMA 4D) : 351 CB-GFX
Shading (OpenGL Software Lighting) : 1422 CB-GFX
Shading (OpenGL Hardware Lighting) : 2949 CB-GFX

OpenGL Speedup: 8.41

Anschließend habe ich noch den 3D Mark 06 heruntergeladen und laufen lassen (Photo). Das Ergebnis hier: 1691 3DMarks (Screenshot).

Boot Camp on iMac 20 Um Auszuwählen, welches Betriebssystem gebootet werden soll, gibt es zwei verschiedene Wege. Zum einen unter MacOS mit der Systemeinstellung „Startvolume“, die Apple für Windows dann auch gleich mit installiert und dort bei der Systemsteuerung zu finden ist. Mit Hilfe dieser Auswahl wird vorgegeben, welches Betriebssystem gestartet werden soll, wenn der Benutzer sonst keine weiteren Änderungen vornimmt.

Zusätzlich dazu kann der User beim Starten des Rechners durch gedrückt halten der Taste alt einen sogenannten Bootloader aufrufen. Diese Auswahl wird jedoch nur für den gerade laufenden Startvorgang des Rechners getroffen.

Auf die Daten der Windows-Partition hat man unter MacOS X jederzeit (aber nur lesenden) Zugriff (Screenshot). Andersherum sieht man unter Windows allerdings nichts von den MacOS Partitionen.

Nachtrag:
Nachdem Boot Camp einmal installiert ist, kann man auch andere X86-Betriebssysteme wie Ubuntu Linux installieren: Photos und ein kleiner Bericht.

(Alle Screenshots und Photos kann man hier bei Flickr sehen.)