Carnivàle – Their Journey. Their Battle. Our Future.

Als ich letztens die zwei ersten Staffeln von Carnivàle (IMDB) gesehen habe, musste ich sofort an die Preacher Comics denken. Dazu brauchte es aber fast bis zum Ende der ersten Staffel. Bis dahin ist eigentlich nicht wirklich klar, worum es gehen wird – oder wenigstens mir ist es nicht ganz klar geworden.

Danach war es aber eigentlich auch nur leidlich spannend. In meinen Augen gerade spannend genung, bis zum Ende der zweiten Staffel durchzuhalten. Diese endet dann natürlich so, dass weitere Staffeln denkbar sind. Aber ich glaube nicht, dass ich diese dann noch verfolgen werde.

Interessanter als der Plot ist vielmehr die Zeit in der Carnivàle spielt. Es geht um das Amerika in 1934, also beste Western-Atmosphäre. Die skurillen Figuren eines Wanderzirkus‘ bieten natürlich Abwechslung, man hätte das aber alles auch gut in nur einer Season erzählen können.

Vapiano in Köln

Gestern war ich das erste Mal im Vapiano in Köln. Es hat mich irgendwie überrascht, dass sich das Publikum doch stark vom dem im Vapiano Bonn unterschieden hat. In Bonn war es irgendwie der gehobene Mittelstand mit Kind und Kegel, während in Köln die hippen Studenten abhingen.

Das Vapiano in Köln ist kleiner als das in Bonn, das Essen aber natürlich identisch. Diesmal habe ich die Pizza crudo e fichi, belegt mit Parmaschinken, frischen Feigen, Akazienblütenhonig, Tomate und Mozzarella probiert. Sehr wilde Mischung aber auch sehr lecker.

Und in Bonn werde ich das nächste Mal Ausschau halten, ob dort auch solche praktischen Schließfächer zu finden sind.

Verdünstungsröhrchen mit ungutem Gefühl

Ein Heizkörper, den ich ein ganzes Jahr nicht benutzt habe, wird mit 0,6 Einheiten abgelesen. Zwei andere Heizkörper, die ich hauptsächlich nutze, kommen zusammen auf 4,5 Einheiten.

Dadurch, dass alle Verdunstungsröhrchen auch ohne eingeschaltete Heizung Flüssigkeit verdunsten, würde sich das im Endeffekt wieder ausgleichen. Das ist sogar mal gerichtlich fesgehalten worden.

Irgendwie bleibt aber ein ungutes Gefühl, wenn man sich die blick- und sonnengeschützte Wohnungen im Erdgeschoß anschaut. Irgendwie ein blödes System.

Wie man manchmal Ironie sieht und es keinen interessiert

Man schaue sich mal bitte folgende Zeilen eines Liedes an:

To all of you, American girls in the movies
Noone can tell where your heart is
American girls like dollies
With shiniest smiles and plastic bodies
I wish I had an American girlfriend

Das zugehörige Lied stammt von Syd Matters und heißt To all of you (bei last.fm reinhören).

Als ich diese Zeilen das erste Mal bewußt hörte, habe ich mich innerlich gekringelt vor Lachen, weil ich das Lied so herrlich ironisch fand: eine schöne, geschmeidige Melodie, fast schnulzig und dann dieser Text. Da ich gerade im Auto saß, freute ich mich schon darauf, im Internet nach Kritiken zu diesem Stück zu suchen und herauszubekommen, warum Syd Matters denn so eine stereotype Meinung von amerikanische Frauen hat.

Zuerst habe ich dann herausgefunden, dass Syd Matters eine französische Band ist und schon zuckte ein „Aha, deshalb“ durch meine Gedanken. Aber mehr habe ich nicht gefunden, was sich irgendwie mit dem Text auseinandergesetzt hat. Ist da jetzt doch keine Ironie drin und die „American Girls“ stimmen Syd Matters‘ Ansichten zu?

Oder bin ich der einzige Mensch auf der Welt, der das so lustig findet und deshalb ein par Zeilen schreibt?

House MD vs. Grey’s Anatomy

Arztserien haben bei mir eine gewisse Tradition, ob ich jetzt die Schwarzwaldklinik schon mit hinzuzählen soll, weiß ich nicht. Jedenfalls erinnere ich mich kaum an irgendwelche Inhalte der Serie und war zu der Zeit in meinem Fernsehverhalten „fremdgesteuert“ (a.k.a „Eltern“). An die nächste Arztserie erinnere ich mich dann zur Studentenzeit. Um die Nachmittage auszufüllen gab es damals ER (Emergency Room) und irgendeine Staffel von Star Trek (die mit „Q“). ER fand ich sehr unterhaltsam und war, glaube ich, meine erste „richtige“ Serie. Also eine Serie, die ich absichtlich regelmäßig angeschaut habe und somit auch die Veränderung der Charaktere über mehrere Folgen hinweg mitbekommen habe. Das deutsche Fernsehen (ich meine, es war damals SAT.1) hat mich dann aber geärgert und am Ende der Staffel wieder von Vorne angefangen.

Als die nächste Staffel dann los ging, habe ich es nicht mehr mitbekommen… Das war auch ungefähr die Zeit, also das WWW noch mit dem Webclient von Mosaic benutzt wurde und man unter Windows 3.11 mit „Trumpsockets“ rumhantieren musste, um auch nur per telnet ins Rechenzentrum zu kommen. Das nur zur Erklärung, warum ich mir damals nicht einfach ein RSS-Feed abonniert habe!

An Scrubs kann ich mich auch noch ganz gut erinnern, mehr als ein paar Folgen der ersten Staffel habe ich dann aber irgendwie nicht geschafft. Wenigstens bin ich darüber auf Zach Braff gestoßen, was mir wiederum ein paar andere, interessante Filme bescherte.

Am liebsten schaue ich im Moment aber House M.D. (Dr. House, IMDB, Amazon.de). Der bis dato nicht so bekannte Schauspieler Hugh Laurie spielt den zynischen Alleswisser einfach grandios. Das reichte in der ersten Staffel schon vollständig aus, um den Zuschauer zu faszinieren. Die Macher haben es dann geschafft, in der zweiten Staffel eine Prise mehr Story einzubauen, die über die gesamte Staffel geht und haben sich in der dritten noch einmal gesteigert. Zur Zeit sind mir die Fälle in den einzelnen Folgen fast egal, ich möchte wissen, wie die Story weitergeht. Sehr genial und immer wieder gut für ein paar verholene Lacher.

Letzte Woche habe ich dann irgendwo einen Blogbeitrag gelesen, bei dem zusammen mit House M.D. noch Grey’s Anatomy (englische Schreibweise, also spart euch den Hinweis auf das Deppenapostroph!) genannt wurde. Also habe ich mir mal die erste Staffel angeschaut und bin doch eher skeptisch, ob ich mir die zweite auch noch anschauen werde. Grey’s Anatomy (Amazon.de) erinnert irgendwie an eine Mischung aus ER und Sex in the City. Auch die schrägen Ärzte wie bei Scrubs oder House M.D. dürfen nicht fehlen, aber irgendwie will der Funke nicht überspringen. Die letzte Folge der ersten Staffel hört dann natürlich auch mit dem erwarteten Cliffhanger auf, viele Überraschungen gibt es in der Serie also wirklich nicht.

Aber so lange House M.D. noch in der Winterpause ist, kann ich ja mal schauen, wie es bei Dr. Grey weitergeht…