The Blog that never sleeps

This entry was posted on Sonntag, März 9th, 2008 at 12:08 and is filed under Augenblicke, Bücher & Texte. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

Sonntagsgedicht

by Dirk Olbertz



Ich wollte, ich wäre Staub auf der Straße
und die Füße der Armen stampften auf mir herum…

Ich wollte, ich wäre die strömenden Flüsse
und die Wäscherinnen stünden an meinem Ufer…

Ich wollte, ich wäre die Weiden am Ufer des Flusses
und hätte nur über mir Himmel und unter mir Wasser…

Ich wollte, ich wäre der Esel des Müllers
und er schlüge mich und könne mich nicht entbehren…

Lieber das alles, als jemand sein, der durchs Leben geht,
hinter sich blick und Gewes’nes bedauert.

Fernando Pessoa

2 Responses to “Sonntagsgedicht”

  1. Sehr gut!!!

    In times such as these, it is no failure to fall short of realizing all that we might dream – the failure is to fall short of dreaming all that we might realize. We must try. – Dee Hock

  2. .mario sagt:

    Nice find indeed!

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