{"id":899,"date":"2008-01-04T10:49:40","date_gmt":"2008-01-04T09:49:40","guid":{"rendered":"http:\/\/olbertz.de\/blog\/2008\/01\/04\/da-muessen-wir-jetzt-durch\/"},"modified":"2008-05-03T22:28:09","modified_gmt":"2008-05-03T20:28:09","slug":"da-muessen-wir-jetzt-durch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/olbertz.de\/blog\/2008\/01\/04\/da-muessen-wir-jetzt-durch\/","title":{"rendered":"Da m&#252;ssen wir jetzt durch"},"content":{"rendered":"<p>Ich glaube ja nicht, dass wir in n&#228;chster Zukunft ein wirkliches Auflehnen gegen die diversen Verschlechterungen in unserer Gesellschaft erleben werden.<\/p>\n<p>Die momentan vorherrschenden Medien selbst interessieren sich mehr f&#252;r Brot und Spiele, als f&#252;r l&#228;ngerfristige Themenkomplexe. So sehr man sich als aufgekl&#228;rter und halbwegs gebildeter Mensch gegen die Bild-Zeitung ausspricht, ist sie doch leider in einer Stellung, von der viele Blogger nur tr&#228;umen k&#246;nnen: sie wird &#246;ffentlich wahrgenommen und Politiker haben Angst vor ihr.<\/p>\n<p>Abseits der Bild-Zeitung gibt es im Print-Bereich aber nichts, was die p&#246;belnde Masse auf die Barrikade bringen w&#252;rde. FAZ, Welt und wie sie alle hei&#223;en sprechen Gesellschaftsthemen zwar an, die Leserschaft interessiert das aber nicht wirklich &#8211; sie sind ja oft nicht betroffen, oder einfach zu bequem.<\/p>\n<p>Auch das gr&#246;&#223;te Massenmedium (das Fernsehen nat&#252;rlich), besteht heute nur noch aus zwei, drei Sendern auf zig verschiedenen Kan&#228;len. Und &#252;berall wird das gleiche Pl&#228;tschern angeboten &#8211; und leider auch konsumiert. Die sehr wenig kritischen Sendungen werden kaum wahrgenommen und wenn doch, r&#252;tteln sie nicht auf. Man sitzt doch gerade so sch&#246;n bequem vor dem Fernseher. Peinliche Promis im Urwald, auf Eis oder beim Abendessen sind wesentlich unterhaltsamer als eine politische Reportage.<\/p>\n<p>Medien transportieren Unterhalten, oder das, was sie als Unterhaltung definieren. Selbst bei den politischen Talkshows scheint es ja wichtiger &#252;ber die sexuellen Neigungen der Moderatoren zu diskutieren, als sich dar&#252;ber aufzuregen, dass immer wieder die gleichen Fragen nicht beantwortet werden und Politiker nur in eine Fernsehsendung gehen, um ihr Image zu pflegen. Nicht um inhaltlich etwas zur Diskussion beizutragen.<\/p>\n<p>Das Internet ist da nicht viel besser, auch hier gibt es viel Unterhaltung. Aber bislang hat es noch eine extrem kleine Verbreitung in der &#246;ffentlichen Meinung. Wenn ich irgendwo h&#246;re, dass sich bei einer Meldung auf die Bild-Zeitung berufen wird, zucke ich jedes Mal innerlich zusammen.<\/p>\n<p>Dass keine x-beliebige Website oder Blogger als Quelle benannt werden hat nichts mit der Qualit&#228;t der Inhalte im Internet zu tun. Denn die kann durchaus mit den klassischen Medien mithalten. Das wird uns ja jeden Tag vor Augen gef&#252;hrt.<\/p>\n<p>Kurzfristig wird sich das in Deutschland aber auch nicht &#228;ndern. Leider gibt es niemanden, der momentan die Zugkraft hat, die Leserschaft ins Internet zu rei&#223;en. Ein Volker Pispers der bloggt, oder ein Scheibenwischer-Blog und schon k&#246;nnte das etwas anders aussehen.<\/p>\n<p>Irgend so etwas wird kommen. Nicht bald. Aber irgendwann. Und so lange m&#252;ssen wir halt durchhalten. Denn ab dann werden viel mehr Stimmen, die von uns schon l&#228;ngst t&#228;glich konsumiert werden, auch bei anderen ihr Geh&#246;r finden. Und noch viel wichtiger: die anderen Medien werden dann keine so monopolartige Rolle in der Meinungsbildung mehr spielen.<\/p>\n<p>Und dann m&#252;ssen sich hoffentlich auch die Politiker wieder warm anziehen.<\/p>\n<p><strong>Nachtrag:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/01\/08011502.php\">Freitag: Das Internet als Ausrede<\/a> via <a href=\"http:\/\/don.antville.org\/stories\/1743273\/\">Don<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich glaube ja nicht, dass wir in n&#228;chster Zukunft ein wirkliches Auflehnen gegen die diversen Verschlechterungen in unserer Gesellschaft erleben werden. Die momentan vorherrschenden Medien selbst interessieren sich mehr f&#252;r Brot und Spiele, als f&#252;r l&#228;ngerfristige Themenkomplexe. 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