{"id":761,"date":"2006-08-12T12:05:33","date_gmt":"2006-08-12T10:05:33","guid":{"rendered":"http:\/\/olbertz\/2006\/08\/12\/sicherheit-marke-ebay\/"},"modified":"2006-08-27T16:19:33","modified_gmt":"2006-08-27T14:19:33","slug":"sicherheit-marke-ebay","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/olbertz.de\/blog\/2006\/08\/12\/sicherheit-marke-ebay\/","title":{"rendered":"Sicherheit Marke eBay"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/ebay.de\">eBay<\/a> hat ein Problem: einerseits wollen sie schnell viele Neukunden gewinnen, andererseits aber auch Probleme mit falschen Daten umgehen. Seit Ende 2002 arbeitet eBay deshalb mit der <a href=\"http:\/\/pages.ebay.de\/help\/newtoebay\/schufa-help.html\">SCHUFA<\/a> zusammen, um ein sogenanntes <i>Adress-Scoring<\/i> zu machen. Dabei werden die vom neuen eBay-Benutzer eingegebenen Daten mit den Datens&#228;tzen der SCHUFA abgeglichen um so heraus zu finden, ob die Person auch an der angegebenen Adresse wohnt.<\/p>\n<p>So weit, so gut &#8211; oder auch nicht, das kann ja jeder f&#252;r sich selbst entscheiden. Als ich mich 1999 (oder davor, vielleicht hatte eBay auch nur nicht mehr die Daten und ich bin deshalb seit dem 1. April 1999 Mitglied) bei eBay anmeldete, gab es sowas noch nicht.<\/p>\n<p>Gestern bekam ich eine Mail von eBay, die etwas anders aussah, als der ganze eBay-Phishing-Spam, den ich sonst so bekomme. Der Betreff der Mail lautete: <i>Mehrfache Verwendung der Angaben zum Lastschriftverfahren<\/i><\/p>\n<p>Meine Kontodaten wurden wohl bei einem anderen eBay-Konto angegeben und wenn ich der Meinung w&#228;re, dass das nicht sein kann\/soll\/darf, solle ich &#252;ber Kontaktseite bei eBay eine entsprechende Meldung machen. Da ich nicht dazu aufgefordert wurde, einen Link in der Mail anzuklicken, habe ich die Warnung ernst genommen, denn so kann ja niemand was &#8222;phishen&#8220;.<\/p>\n<p>Heute morgen erhielt ich dann eine Mail vom Sicherheitsteam mit folgendem Inhalt:<br \/>\n<i>[&#8230;]<br \/>\nWenn das nicht der Fall sein sollte, entfernen wir selbstverstaendlich<br \/>\numgehend Ihre Bankdaten aus dem anderen Mitgliedskonto. Dafuer<br \/>\nbenoetigen wir aus Sicherheitsgruenden ein Fax von Ihnen, dass die<br \/>\nfolgenden Angaben enthalten sollte:<\/p>\n<p>1. Versehen Sie bitte das Deckblatt des Faxes mit dem Betreff:<br \/>\nBankdatenmissbrauch, z.Hd. Angelina Hoffmann. Nennen Sie auf dem<br \/>\nDeckblatt bitte auch Ihren Mitgliedsnamen und eventuelle weitere<br \/>\nMitgliedsnamen, fuer die Sie selbst Ihre Bankdaten hinterlegt haben.<\/p>\n<p>2. Auf der zweiten Faxseite benoetigen wir eine Kopie der Vorder- und<br \/>\nRueckseite Ihres Personalausweises (beidseitig lesbar). Sollten Sie<br \/>\nIhren Wohnsitz in Oesterreich oder in der Schweiz haben, bitten wir um<br \/>\neine Kopie Ihres Reisepasses und Ihrer Meldebestaetigung.<\/p>\n<p>3. Auf der dritten Faxseite brauchen wir eine offizielle Bestaetigung<br \/>\nIhrer Bankdaten. Dafuer senden Sie uns bitte eine Kopie eines<br \/>\nKontoauszuges, aus dem Ihre Bankdaten hervorgehen oder  eine<br \/>\nBestaetigung Ihrer Bankdaten von Ihrer Bank.<br \/>\n[&#8230;]<\/i><\/p>\n<p>Alternativ wurde der Postweg angeboten. Ich fasse also zusammen:<\/p>\n<ul>\n<li>Ich bin seit mindestens April 1999 Mitglied bei eBay und habe mehr als 89 Transaktionen best&#228;tigt.\n<li>Meine Kontoverbindung habe ich am Anfang einmal hinterlegt und danach nie wieder ge&#228;ndert.\n<li>Zuletzt hat eBay im Juli von meinem Konto Geb&#252;hren f&#252;r die Benutzung des Auktionshauses abgebucht.\n<li><b>Jemand anderes gibt meine Kontodaten in seinem eBay-Profil an.<\/b>\n<li><b>Mir<\/b> wird eine Mail geschickt mit dem Hinweis, dass <b>meine<\/b> Kontodaten in einem <b>anderen eBay-Konto<\/b> genutzt werden.\n<li>Nun soll <b>ich nachweisen, dass es sich wirklich um mein Konto handelt<\/b>.<\/ul>\n<p>Nein, Danke, eBay. Kann man denn heutzutage mit dem Ausdruck <i>&#8230;aus Sicherheitsgr&#252;nden&#8230;<\/i> eigentlich jeden Bl&#246;dsinn rechtfertgen? Ich warte auf die erste unberechtigte Abbuchung und werde diese dann r&#252;ckg&#228;ngig machen lassen. Und dann trag <b>ihr<\/b> die Kosten, nicht ich.<\/p>\n<p><b>Nachtrag:<\/b><br \/>\neBay hat mir geantwortet und darin heisst es:<br \/>\n<i>Auch wir moechten eine schnelle Klaerung dieser unangenehmen<br \/>\nAngelegenheit finden. Dies kann jedoch nur mit Ihrer Unterstuetzung<br \/>\nerfolgen. Ohne die gewuenschten Unterlagen haben wir leider keine<br \/>\nMoeglichkeit, hier in Ihrem Sinne zu verfahren.<\/i><\/p>\n<p>Liebes eBay-Sicherheitsteam, wie w&#228;re es, wenn sie den anderen eBay-Kunden, der meine Daten verwendet hat, darum zu bitten, nachzuweisen, dass das Konto zu ihm geh&#246;rt?<\/p>\n<p>Auch lustig ist folgende Passage:<br \/>\n<i>Sie koennen sich mit Ihrem Anliegen an jede Polizeidienststelle wenden.<br \/>\neBay wird in diesen Fall uneingeschraenkt mit den Ermittlungsbehoerden<br \/>\nzusammenarbeiten und diese bei ihren weiteren Ermittlungen<br \/>\nunterstuetzen, damit der Verursacher ermittelt werden kann und sowohl<br \/>\nSie als auch eBay als Geschaedigte etwaige Forderungen gegenueber dem<br \/>\nStraftaeter geltend machen koennen.<\/i><\/p>\n<p>eBay wei&#223; doch, wer der Verursacher ist und ich werde nicht zur Polizei gehen. Warum auch? Da ich Abbuchungen von meinem Konto innerhalb von sechs Wochen zur&#252;ckgehen lassen kann, hat alleine eBay ein Interesse daran, die Situation aufzukl&#228;ren. Naja, warten wir mal ab, ich bin aber immer noch etwas verwundert &#252;ber das <i>Sicherheitsteam<\/i> bei eBay.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>eBay hat ein Problem: einerseits wollen sie schnell viele Neukunden gewinnen, andererseits aber auch Probleme mit falschen Daten umgehen. Seit Ende 2002 arbeitet eBay deshalb mit der SCHUFA zusammen, um ein sogenanntes Adress-Scoring zu machen. 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