{"id":648,"date":"2005-11-04T11:43:48","date_gmt":"2005-11-04T09:43:48","guid":{"rendered":"http:\/\/olbertz\/2005\/11\/04\/unsicht-bar-essen-ohne-zu-sehen\/"},"modified":"2005-11-04T11:43:48","modified_gmt":"2005-11-04T09:43:48","slug":"unsicht-bar-essen-ohne-zu-sehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/olbertz.de\/blog\/2005\/11\/04\/unsicht-bar-essen-ohne-zu-sehen\/","title":{"rendered":"unsicht-Bar: Essen ohne zu sehen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/dirkolbertz\/59650902\/\" title=\"Klick f&#252;r eine Beschreibung des Photos\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/static.flickr.com\/32\/59650902_e2226aa6c7_m.jpg\" width=\"240\" height=\"180\" alt=\"Unsicht-bar\" align=\"right\" hspace=\"10\"><\/a><\/p>\n<p>Gestern Abend ging es nach K&#246;ln (es gibt auch eine Filiale in Berlin) in die <a href=\"http:\/\/www.unsicht-bar.de\/\">unsicht-Bar<\/a>, trotz des Namens eher ein Restaurant, als eine Bar.<\/p>\n<p>Das Besondere ist, dass es in dem Restaurant wirklich komplett dunkel ist. Rauchen ist aus naheliegenden Gr&#252;nden verboten, Mobiltelefone m&#252;ssen ausgeschaltet und Uhren mit phosphorisierenden Beschichtungen abgenommen und in die Tasche gesteckt werden.<\/p>\n<p>Die Kellner sind stark sehbehindert und f&#252;hren den Gast so in eine Welt ohne Licht, die f&#252;r viele Menschen schlicht unvorstellbar ist. Einige Bekannte und Freunde konnten sich garnicht vorstellen zu Essen, ohne etwas zu sehen. Entweder, weil man gerne sehen wollte, was man isst, oder aber, weil die Handhabung von Messer und Gabel im Dunkeln nicht m&#246;glich schien.<\/p>\n<p>Die Bestellung des Men&#252;s erfolgt sinnvollerweise im beleuchteten Foyer der unsicht-Bar. Die Auswahl ist dabei auf &#220;berbegriffe wie &#8222;Vegetarisch&#8220;, &#8222;Lamm&#8220;, &#8222;Gefl&#252;gel&#8220;, etc. eingeschr&#228;nkt. Dadurch bleibt die Spannung beim Essen erhalten: ist das wirklich eine Tomate? Und das hier eine Olive? Es ist schon ausgesprochen interessant, wie schwer es manchmal f&#228;llt, das Gegessene zuzuordnen. <\/p>\n<p>Entgegen meiner Annahme war es im Restaurant relativ laut, ich hatte eher eine ged&#228;mpfte Ger&#228;uschkulisse erwartet. Im Hintergrund lief aber Musik und man h&#246;rte viele Stimmen. Das nahm einem dann auch die Scheu sich zu unterhalten. Es war also wie ein ganz normaler Besuch in einem Restaurant. Lustig auch, wenn man mitbekam, wie die Tischnachbarn &#8222;zuh&#246;rten&#8220;, als ich mit meiner Begleitung versuchte zu koordinieren, die Suppentassen untereinander zu tauschen &#8211; man will ja auch mal probieren, was der andere so isst. In solchen Momenten kam man sich schon beobachtet vor, was aber auch nette Kontakte hervorbrachte.<\/p>\n<p>Das Essen selbst war lecker, man darf auch nicht erwarten, das die Speisen schon mundgerecht zubereitet sind. Das Verwenden von Messer und Gabel war Pflicht, auch wenn man sich zwischendurch nat&#252;rlich mit den H&#228;nden auf dem Teller orientieren konnte. Es hat ja niemand gesehen :-)<\/p>\n<p>Insgesamt eine sehr interessante Erfahrung und ein Abend in sch&#246;ner Umgebung. Bis zum Ende des Jahres bietet die unsicht-Bar Sonntags sogar einen Brunch mit Liebesgedichten an. Auf jeden Fall eine Empfehlung, vielleicht auch f&#252;r das eine oder andere vorgezogene Weihnachtsgeschenk.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern Abend ging es nach K&#246;ln (es gibt auch eine Filiale in Berlin) in die unsicht-Bar, trotz des Namens eher ein Restaurant, als eine Bar. Das Besondere ist, dass es in dem Restaurant wirklich komplett dunkel ist. 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