{"id":2962,"date":"2016-12-27T17:48:42","date_gmt":"2016-12-27T16:48:42","guid":{"rendered":"http:\/\/olbertz.de\/blog\/?p=2962"},"modified":"2016-12-30T11:56:46","modified_gmt":"2016-12-30T10:56:46","slug":"heizungsbau-fuer-anfaenger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/olbertz.de\/blog\/2016\/12\/27\/heizungsbau-fuer-anfaenger\/","title":{"rendered":"Heizungsbau f&#252;r Anf&#228;nger"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_5321-440x330.jpg\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"330\" class=\"alignright size-medium wp-image-2963\" srcset=\"https:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_5321-440x330.jpg 440w, https:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_5321-768x576.jpg 768w, https:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/IMG_5321-620x465.jpg 620w\" sizes=\"auto, (max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/p>\n<p>\nMeine Heizung in Schweden ist eine Kombination aus einer Elektro-Heizung (also so etwas wie einem Tauchsieder) und einem Pellet-Brenner. W&#228;hrend meinem Besuch in Deutschland hatte ich den Pellet-Vorratsbeh&#228;lter komplett aufgef&#252;llt und zus&#228;tzlich die Elektroheizung eingeschaltet. Das Ziel war, dass der Pellet-Vorrat locker die zehn Tage ausreicht und der Stromverbrauch f&#252;r die Zeit nicht zu hoch wird. Dass das alles nicht so geklappt hat, war mir zwischendurch schon zuhause klar, weil ich dort online Zugriff auf den Stromverbrauch habe und so sehen konnte, dass die Elektroheizung viel zu viel verbraucht &#8211; also im Verh&#228;ltnis dazu, was ich mir ausgerechnet hatte.\n<\/p>\n<p>\nAls ich gestern ankam, war der Pellet-Vorrat auch kaum angetastet und die f&#252;r den Pellet-Brenner zust&#228;ndigen LEDs blinkten lustig zwischen rot und gr&#252;n &#8211; irgendwas stimmte nicht. Also habe ich den Brenner unten aus der Heizung gezogen und sah, dass der Brenner dort gar keine Pellets mehr hatte. Ein Kaltstart des Brenners (also ohne die Pellets tats&#228;chlich zu entz&#252;nden), ergab dann, dass in dem Pelletbrenner keine Pellets mehr nachgeschoben wurden. Die daf&#252;r zust&#228;ndige F&#246;rderschnecke im Inneren bewegte sich nicht.\n<\/p>\n<p>\nGl&#252;cklicherweise hatte ich das Problem aber schon einmal im Sommer. Damals hatte ich versehentlich 6mm Pellets statt 8mm Pellets gekauft und nicht so versehentlich verbrannt. Was sollte da schon schiefgehen, wenn die etwas kleiner sind? Zum Beispiel, dass sie durch die Mechanik zermamlt werden und die F&#246;rderschnecke komplett blockierten. Ich wei&#223; bis heute nicht, ob es tats&#228;chlich an der Gr&#246;&#223;e der Pellets lag, oder daran, dass sie einfach eine schlechte Qualit&#228;t hatten. Jedenfalls fing ich also wieder an, mit diversen spitzen, langen Werkzeugen, einem L&#246;ffel und einem K&#228;rcher die Pellets aus dem Inneren des Brenners zu befreien.\n<\/p>\n<p>\nEin erneuter Kaltstart bewies dann, dass wieder Pellets gef&#246;rdert wurden, also wurde der Brenner weiter bef&#252;llt und angez&#252;ndet. Alles kein gro&#223;es Drama, wenn man erstmal wei&#223;, was los ist.\n<\/p>\n<p>\nNach etwa einer dreiviertel Stunde roch es im Haus aber nach Rauch. Auch das ist nicht komplett ungew&#246;hnlich, zumal es gestern auch sehr st&#252;rmisch war und der Rauch oft von oben aus dem Schornstein herunter in den Garten geweht wurde. Ungew&#246;hnlich war aber, dass die Heizung selbst nicht so heftig brannte, wie sonst. Seitlich an der Heizung ist ein kleines Guckloch, mit dem man sonst sehr gut kontrollieren kann, ob mit ihr alles in Ordnung ist.\n<\/p>\n<p>\nWas folgte waren einige Stunden Fehlersuche, die bis heute nachmittag andauerte. Das Problem ist ja auch, dass man nicht einfach so die Heizung aus machen und alles auseinandernehmen kann, da der Brenner und die Pellets da drin ja noch ziemlich lange hei&#223; bleiben. Entsprechend umst&#228;ndlich war die Fehlersuche, die aber immerhin daf&#252;r sorgte, dass ich jetzt mal so einige Klappen und T&#252;ren ge&#246;ffnet habe, die ich sonst nur mit Respekt aus der Ferne zur Kenntnis genommen habe.\n<\/p>\n<p>\nEs war jedenfalls nicht so, dass der Schornstein vielleicht zu war, oder sonst irgendwas im Inneren der Brennkammer. Immerhin war ja auch gerade erst der <a href=\"http:\/\/olbertz.de\/blog\/2016\/12\/12\/ruhige-schweden\/\">Schornsteinfeger<\/a> da gewesen. Da die Pellets aber immer nur kurz brannten und die Flammen ziemlich schnell aus gingen, nachdem ich den Brenner in die Brennkammer geschoben hatte, kam mir dann irgendwann der Gedanke, dass eventuell das integrierte Gebl&#228;se nicht richtig funktionierte.\n<\/p>\n<p>\nLetztendlich war das dann auch die Ursache. Das Gebl&#228;se ist dieses schwarze, runde Ding in der Mitte des Fotos. Das drehte sich einfach nicht mehr, der zugeh&#246;rige Elektromotor versuchte aber noch sich zu drehen. Auseinanderbauen ging nicht, da einige Schrauben und Muttern im zusammengebauten Zustand des gesamten Brenners nicht erreichbar waren. Und wirklich <em>alles<\/em> auseinanderbauen wollte ich dann auch nicht.\n<\/p>\n<p>\nIrgendwann konnte ich das Gebl&#228;se aber selbst wieder andrehen und ab dem Zeitpunkt war mir auch klar, welches Ger&#228;usch ich in den letzten Tagen vermisst hatte. Freipusten und Schrauben fest andrehen brachte aber keine Verbesserung: von alleine sprang der Motor nicht an. An Elektromotoren kann eigentlich nicht viel kaputt gehen &#8211; dachte ich. Entweder sie funktionieren ganz, oder gar nicht. Da er sich drehen lie&#223; und die Magnete nachweissbar auch funktionierten &#8211; mit einem Schraubenzieher konnte man sogar die Wechselpolung sp&#252;ren &#8211; musst dann das letzte Wundermittel her: W40, oder besser irgend so ein Kriech&#246;limitat, dass ich noch rumstehen hatte.\n<\/p>\n<p>\nUnd tats&#228;chlich hat das geholfen! Ein bisschen skeptisch war ich ja schon, da rund um das Gebl&#228;se ja noch ein paar weitere Dinge angebracht sind, die daf&#252;r sorgen, dass der Brenner in Gang bleibt. Da war der Gedanke, mit feinem &#214;l herum zu spr&#252;hen jetzt nicht so unbedingt komplett sorgenfrei. Aber der Erfolg gibt ja gerne Recht und tat es auch dieses Mal.\n<\/p>\n<p>\nIch habe das Haus jetzt seit vier Jahren, manchmal frage ich mich aber, wie h&#228;ufig meine Vorbesitzer an der Heizungsanlage arbeiten mussten. Bei der &#220;bergabe damals im Sommer wurde nur grob erkl&#228;rt, wie ich sie in Gang setzen k&#246;nnte. Und das etwa alle 14 Tage die Asche entfernt w&#252;rde. Was ich aber inzwischen schon alles mit der Heizung erlebt habe, geht jedenfalls weiter dar&#252;ber hinaus. Wie alt die Heizung ist, wei&#223; ich gar nicht, aber da wirklich so gut wie nichts elektronisch ist, gehe ich davon aus, dass sie schon ein paar J&#228;hrchen auf dem Buckel hat. Zumal sie vorher mit &#214;l betrieben wurde (der alte &#214;ltank steht noch seitlich am Haus) und der Pelletbrenner irgendwann nachtr&#228;glich eingebaut wurde.\n<\/p>\n<p>\nImmerhin lerne ich so immer mehr, wie die einzelnen Komponenten zusammenspielen und was sie genau tun. Somit bin ich bei jedem Vorfall zwar immer erst einmal einem Nervenzusammenbruch nahe, aber nachdem das Problem behoben wurde, bin ich jeweils zuversichtlicher, dass die Heizung noch ziemlich lange leben wird &#8211; das meiste an ihr ist einfachste Mechanik, die einen ziemlich robusten Eindruck macht. Und jetzt, wo ich wei&#223;, wo es sie manchmal zwickt, kann ich ja mit Schmier&#246;l etwas nachhelfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Heizung in Schweden ist eine Kombination aus einer Elektro-Heizung (also so etwas wie einem Tauchsieder) und einem Pellet-Brenner. W&#228;hrend meinem Besuch in Deutschland hatte ich den Pellet-Vorratsbeh&#228;lter komplett aufgef&#252;llt und zus&#228;tzlich die Elektroheizung eingeschaltet. 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