{"id":2836,"date":"2013-11-05T09:06:12","date_gmt":"2013-11-05T08:06:12","guid":{"rendered":"http:\/\/olbertz.de\/blog\/?p=2836"},"modified":"2013-11-05T09:06:12","modified_gmt":"2013-11-05T08:06:12","slug":"ist-werbung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/olbertz.de\/blog\/2013\/11\/05\/ist-werbung\/","title":{"rendered":"Was ist Werbung?"},"content":{"rendered":"<p>\nFelix&#8216; Frage bei Facebook hatte ich gestern schon verfolgt und heute hat er dann einen <a href=\"http:\/\/wirres.net\/article\/articleview\/6962\/1\/6\/\">Blogbeitrag nachgeschoben: <em>Partner<\/em><\/a>. Auf Facebook hatte er gefragt, warum viele Leute ihre Amazon-Partnerlinks nicht entsprechend kennzeichnen. Ich hatte gestern keine passende Antwort und f&#252;hlte mich nicht wirklich angesprochen, obwohl ich auch Amazon-Partnerlinks einsetze und diese weder direkt kennzeichne, noch im Impressum darauf hinweise.\n<\/p>\n<p>\nIn seinem Blogbeitrag von heute hat Felix <a href=\"https:\/\/twitter.com\/th1nk\/status\/390100003416707072\">einen Tweet von mir<\/a> verlinkt, weil ich dort &#252;ber einen Amazon-Werbelink auf ein Kindle-Angebot verlinkt habe und dabei ebenfalls nicht gekennzeichnet habe, dass es sich um einen solchen Werbelink handelt.\n<\/p>\n<p>\nEin kurzer Einwurf f&#252;r die, die nicht wissen, was ein Amazon-Werbelink ist. Diese Links, auch <em>Affiliate-Links<\/em> genannt, sind spezielle Links, die eine Information enthalten, &#252;ber wen ein Besucher auf die Zielseite kommt. In diesem Fall ist es so, dass Amazon dann wei&#223;, dass ich derjenige bin, der den Link gesetzt hat. Falls jemand nun also den Link klickt und anschlie&#223;end was bei Amazon kauft, bekomme ich daf&#252;r eine Provision, die ungef&#228;hr 5% des Kaufpreises bei Amazon betr&#228;gt, allerdings nach oben hin auch auf 10,- pro bestelltem Artikel begrenzt ist. Kauft also jemand bei Amazon einen Fernseher f&#252;r 1.000,- Euro und kam &#252;ber einen Link von mir zu Amazon, bekomme ich daf&#252;r 10,- Euro &#8211; obwohl 5% sogar 50,- Euro w&#228;ren. Bei einem Artikel f&#252;r 10,- Euro bekomme ich 50 Cent.<br \/>\nIn Wahrheit berechnet Amazon die 5% Provision vom Nettopreis, also ohne Mehrwertsteuer, so dass im Endeffekt bei einem 10,- Euro-Artikel wesentlich wneiger als 50 Cent dabei herauskommen.\n<\/p>\n<p>\nUnd um die Transparenz noch ein St&#252;ckchen weiter zu f&#252;hren: f&#252;r das dritte Quartal habe ich durch meine Links (nicht nur von meinem Blog) f&#252;r 589,96 Euro Umsatz bei Amazon gesorgt und daf&#252;r 29,50 Euro von Amazon bekommen. Dieser Umsatz wurde ordnungsgem&#228;&#223; bei der Steuer angegeben.\n<\/p>\n<p>\nWas auch ganz wichtig ist und was Felix auch schon beschrieben hat: der Preis f&#252;r den Artikel ver&#228;ndert sich nicht, egal wie jemand zu Amazon kommt.\n<\/p>\n<p>\nNun also zur&#252;ck zum Blogbeitrag von Felix. Um seine urspr&#252;nglichen Fragen zu beantworten: Amazon setzt zwar voraus, dass man einen bestimmten Text auf seiner Webseite einsetzt um auf das Werbeprogramm hinzuweisen, k&#252;mmert sich aber nicht darum, ob die Webseiten das tats&#228;chlich tun. Also k&#252;mmere ich mich nicht um die Regel. Genauso wie Amazon (zumindest in einer seiner ersten Fassungen von vor ein paar Jahren) verboten hat, dass man diese Werbelinks selbst nutzt. Ich verrate euch wahrscheinlich kein Geheimnis: es funktioniert trotzdem und wird von Amazon nicht sanktoniert.\n<\/p>\n<p>\nIch nutze die Amazon Werbelinks gerade deshalb weil sie so einfach sind. W&#228;ren sie es nicht und weitaus mehr Restriktionen unterworfen, w&#252;rde ich sie nicht nutzen. Das wei&#223; wahrscheinlich auch Amazon.\n<\/p>\n<p>\nIn seinem Beitrag f&#252;hrt Felix aus, dass er sich durch solche nicht gekennzeichneten Links verarscht f&#252;hlt, weil sie ihm Werbung ungekennzeichnet vor den Latz knallen. In den Kommentaren zum Blogbeitrag f&#252;hrt er weiter aus, dass er davon ausgeht, dass zumindest einige der Werbelinks nicht gesetzt\/getwittert worden w&#228;ren, wenn sich dadurch kein finanzieller Vorteil erhofft worden w&#228;re.\n<\/p>\n<p>\nVor diesem Hintergrund kann ich verstehen, warum Felix sich verarscht f&#252;hlt. Letztendlich f&#252;hrt das aber doch auch zu Frage, was denn nun genau Werbung ist. Die meisten meiner <a href=\"http:\/\/olbertz.de\/blog\/category\/buecher_texte\/\">Buchbeschreibungen hier im Blog<\/a> sind mit Werbelinks zu Amazon ausgestattet. Auch deshalb, weil es die einfachste M&#246;glichkeit ist, auf weiterf&#252;hrende Informationen zu den B&#252;chern zu verlinken. Ich schreibe diese Blogbeitr&#228;ge nicht, damit ich einen Werbelink unterbringen kann und finde die Informationen bei Amazon zum Buch auch wirklich hilfreich. Deshalb ist f&#252;r mich so ein Link auch keine Werbung, selbst wenn ich dadurch theoretisch Geld verdienen kann.\n<\/p>\n<p>\nWas ist denn aber nun, wenn ich zu einem Produkt bei Apple verlinke? Ich nutze dazu keine Affiliate-Links, das ist mir einfach zu umst&#228;ndlich. Ich besitze aber Aktien von Apple und profitiere somit von einem Link, da mehr K&#228;ufe (wiederum theoretisch) zu steigenden Aktienkursen f&#252;hren sollten. Ja, ich wei&#223;, dass bekanntere Autoren durchaus in ihren Blogbeitr&#228;gen erw&#228;hnen, dass sie an einer Firma beteiligt sind, &#252;ber die sie schreiben.\n<\/p>\n<p>\nUm das noch abstrakter zu machen: wenn ich ohne Affiliate-Link auf eine App im Apple Appstore verlinke, ist das dann auch eine Werbelink, weil dadurch schlie&#223;lich die iOS-Plattform gest&#228;rkt wird und das wiederum meinen Apple-Aktien zugute kommt? Jetzt mal komplett ohne die Annahme, dass meine Blogbeitr&#228;ge und Tweets wohl kaum solche weitreichenden Konsequenzen haben.\n<\/p>\n<p>\nWas ich damit aber sagen will: sind nicht alle Links irgendwie Werbung? Und ist es daher nicht wichtiger sich dessen bewusst zu sein? Man kann nie ganz durchleuchten, welche Konsequenz ein Link hat und auch nicht, mit welcher Intention er gesetzt wurde. Mir pers&#246;nlich ist das auch egal. Falls es jemand fertig bringt ein Blog zu schreiben, dass nur aus Beir&#228;gen mit gesponsorten Inhalten oder Links enth&#228;lt und das mich trotzdem interessiert, w&#252;rde ich das trotzdem lesen. Die Wahrscheinlichkeit ist nur extrem gering.\n<\/p>\n<p>\nIch empfinde es nicht als T&#228;uschung, wenn ich einen Werbelink zu Amazon setze, da ich den Link zu Amazon auf jeden Fall gesetzt h&#228;tte. Das war auch bei meinem Tweet zum Kindle der Fall. Die Mails vom Amazon-Partnerprogramm landen bei mir automatisch im Spam, auf genau dieses Angebot war ich nur gestossen, weil ich aus pers&#246;nlichem Interesse (ich kaufe selbst sehr viel bei Amazon) morgens auf die Angebotsseite von Amazon gehe. Kurz nachdem ich den Link gepostet hatte, waren die Kindles auch schon alle weg. H&#228;tte ich bei Twitter meine eigene <em>Nichts-L&#246;schen-Policy<\/em> h&#228;tte ich den Tweet auch wieder gel&#246;scht. Ich habe sogar extra nicht noch einen Tweet nachgeschoben, dass die Kindle zu dem Preis nun alle weg w&#228;ren, gerade weil es eh schon so viele Tweets zum Kindle gab.\n<\/p>\n<p>\nUnd gerade weil <strong>ich<\/strong> es nicht als T&#228;uschung empfinde, werde ich dahingehend nichts &#228;ndern. Diese Eigensinnigkeit geh&#246;rt bei mir genauso dazu, wie die konsequente Kleinschreibung bei Felix.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Felix&#8216; Frage bei Facebook hatte ich gestern schon verfolgt und heute hat er dann einen Blogbeitrag nachgeschoben: Partner. Auf Facebook hatte er gefragt, warum viele Leute ihre Amazon-Partnerlinks nicht entsprechend kennzeichnen. 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