{"id":2765,"date":"2013-08-11T15:48:21","date_gmt":"2013-08-11T13:48:21","guid":{"rendered":"http:\/\/olbertz.de\/blog\/?p=2765"},"modified":"2013-08-11T15:49:36","modified_gmt":"2013-08-11T13:49:36","slug":"busfahren-in-schweden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/olbertz.de\/blog\/2013\/08\/11\/busfahren-in-schweden\/","title":{"rendered":"Busfahren in Schweden"},"content":{"rendered":"<p>\nDie dauernden Blogbeitr&#228;ge im Schema &#8222;XYZ in Schweden&#8220;, mit einem sonst eher allt&#228;glichem &#8222;XYZ&#8220; sind schon etwas l&#228;stig, aber es sind ja auch oft die Kleinigkeiten im Alltag, die einem den Unterschied zwischen verschiedenen L&#228;ndern aufzeigen. Heute also das Thema &#8222;Busfahren&#8220;.\n<\/p>\n<p>\nMit dem &#214;PNV habe ich in Deutschland recht viel Erfahrung, wenn auch eher mit U- und Stadtbahnen. Busse habe ich doch eher selten benutzt in den letzten Jahren. Hier war ich nun aber gezwungen, da mein Auto zur Werkstatt nach Kalmar und ich irgendwie die knapp 35 Kilometer zur&#252;ck nach P\u00e5ryd kommen musste. Vorab hatte ich mich bei <a href=\"http:\/\/klt.se\/\">Kalmar L&#228;nstrafik &#8211; KLT.se<\/a> informiert. Dass &#252;berhaupt ein Bus nach Kalmar fuhr war mir schon seit letztem Jahr bekannt. An einer Bushaltestelle komme ich immer vorbei, wenn ich zum Supermarkt im Dorf gehe. Einen Bahnhof selbst gibt es selbstredend nicht f&#252;r die paar Hundert Einwohner hier.\n<\/p>\n<p>\nAber die Buslinien funktionieren auch ganz prima. Drei stehen mir zur Auswahl, wobei eine davon keine Direktverbindung zwischen Kalmar und P\u00e5ryd bef&#228;hrt. Zwischendurch muss man bei der Linie im &#214;rtchen Ljungbyholm umsteigen. Die Verbindungen sind zwar ziemlich unregelm&#228;&#223;ig, aber f&#252;r meine Zwecke war das genau richtig: um 7:15 Uhr nahm ich den Bus in der N&#228;he der Werkstatt bis zum Hauptbahnhof in Kalmar, wo dann um 7:45 Uhr der Bus nach P\u00e5ryd fuhr.\n<\/p>\n<p>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Busfahren-in-Schweden.jpg\" alt=\"Busfahren in Schweden\" width=\"570\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2766\" srcset=\"https:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Busfahren-in-Schweden.jpg 1024w, https:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Busfahren-in-Schweden-440x330.jpg 440w, https:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Busfahren-in-Schweden-620x465.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/>\n<\/p>\n<p>\nIch wei&#223; nicht, ob man in Deutschland die Busfahrt mit der ec-Karte bezahlen kann, aber wegen dieser beknackten Kleingeldpolitik in den U- und Stadtbahnen in K&#246;ln und Bonn bin ich schon &#246;fter schwarzgefahren, als mir lieb ist. In Kalmar konnte ich die 24 Kronen f&#252;r die kurze Fahrt zum Hauptbahnhof und sp&#228;ter die 40 Kronen f&#252;r die Fahrt nach P\u00e5ryd sehr bequem mit der ec-Karte begleichen. Also einmal etwa 3,- Euro und einmal etwa 4,50 Euro. Wahrscheinlich h&#228;tte ich bei der ersten Fahrt schon direkt bis P\u00e5ryd durchl&#246;sen k&#246;nnen, ich wollte aber so fr&#252;h am Morgen die Geduld der Busfahrerin nicht auf die Probe stellen. Auch wenn sie sonst sehr hilsbereit war.\n<\/p>\n<p>\nIn beiden Bussen sind mir mehrere Sachen aufgefallen. Zum einen die Gurte an jedem Sitzplatz und das Schild mit der Aufforderung sich anzuschnallen. Zumindest eine &#228;ltere Damen hat das im ersten Bus auch gemacht. Bei den anderen habe ich das nicht beobachtet und im zweiten Bus waren nur noch drei Jugendliche mit mir im Bus. Das l&#228;sst also nicht so viel R&#252;ckschl&#252;sse darauf zu, wie sehr die Gurte im Bus auch genutzt werden.\n<\/p>\n<p>\nDie zweite Besonderheit waren die wei&#223;en M&#252;llbeutel, die an jedem Sitz zum Gang hin hingen. Das sah zwar eher nach einer Notl&#246;sung aus, aber ist trotzdem eine gute Idee. Ich wei&#223; zwar auch sonst nicht, warum man seinen M&#252;ll unbedingt fallen lassen muss, statt ihn bis zum Aussteigen in der Hand zu halten, aber vielleicht werden so zumindest diejenigen davon abgehalten, die sich nicht so viele Gedanken darum machen.\n<\/p>\n<p>\nDie letzte Besonderheit pustete mir im zweiten Bus direkt ins Gesicht. Wie im Flugzeug gab es f&#252;r jeden Sitz eine Konsole zum Einstellen der Beleuchtung und Bel&#252;ftung. Ich hatte den Eindruck, dass der Bus klimatisiert war, auch wenn ich das so fr&#252;h morgens evtl. noch gar nicht richtig bemerken konnte. Vielleicht waren die Busse auch nur gut gegen die Sonnenstrahlen isoliert.\n<\/p>\n<p>\nInsgesamt war der kleine Ausflug wunderbar unproblematisch, g&#252;nstig und schnell. F&#252;r die selbe Strecke ben&#246;tige ich mit dem Auto gut 35 bis 40 Minuten, der Bus hat 50 Minuten gebraucht. Damit kann ich sehr gut leben. Irgendwann in den n&#228;chsten zwei Wochen kann ich mein Auto wieder in der Werkstatt abholen und ich freue mich schon auf die unkomplizierte Fahrt mit dem Bus dorthin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die dauernden Blogbeitr&#228;ge im Schema &#8222;XYZ in Schweden&#8220;, mit einem sonst eher allt&#228;glichem &#8222;XYZ&#8220; sind schon etwas l&#228;stig, aber es sind ja auch oft die Kleinigkeiten im Alltag, die einem den Unterschied zwischen verschiedenen L&#228;ndern aufzeigen. 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