{"id":2689,"date":"2013-06-19T08:00:32","date_gmt":"2013-06-19T06:00:32","guid":{"rendered":"http:\/\/olbertz.de\/blog\/?p=2689"},"modified":"2013-07-15T19:30:17","modified_gmt":"2013-07-15T17:30:17","slug":"gas-wasser-scheise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/olbertz.de\/blog\/2013\/06\/19\/gas-wasser-scheise\/","title":{"rendered":"Gas, Wasser, Schei&#223;e"},"content":{"rendered":"<p>\nWenn man sich mit dem Hauskauf in Schweden besch&#228;ftigt, wird man recht schnell mit einem Thema konfrontiert, mit dem man sich als normaler Mieter nicht besch&#228;ftigen muss. Auch f&#252;r die meisten Hausbesitzer in Deutschland ist das Thema meist nicht so kompliziert. Es geht um das Abwasser. Also um das, was mit dem passiert, was unsere Toiletten, Waschbecken, Sp&#252;l- und Waschmaschinen so ausscheiden.\n<\/p>\n<p>\nIn Schweden gibt es hier zwei unterschiedliche Herangehensweisen: entweder ist das Grundst&#252;ck am kommunalen Abwassersystem angeschlossen, oder aber man hat eine Sickergrube irgendwo auf dem Grundst&#252;ck. Weitaus mehr als die H&#228;lfte der H&#228;user, die ich mir damals online angeschaut hatte, waren mit einer Sickergrube ausgestattet. Das war ein Umstand, an den ich mich erst einmal gew&#246;hnen musste. Bis dahin war ich zwei Mal mit Sickergruben in Ber&#252;hrung gekommen &#8211; zum Gl&#252;ck nur im &#252;bertragenen Sinne. Bei meiner Oma am Haus war zumindest noch eine auf dem Grundst&#252;ck, wobei ich nicht einmal wei&#223;, ob das Haus damals dann doch noch kommunal angeschlossen wurde. Und auf dem Grundst&#252;ck der Mutter einer Ex-Freundin. Das Haus war ziemlich abseits der Hauptverkehrsstra&#223;e gelegen, weshalb ein Anschlu&#223; an das Abwassersystem wahrscheinlich einfach exorbitant teuer gewesen w&#228;re.\n<\/p>\n<p>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Absaugwagen.jpg\" alt=\"Absaugwagen\" width=\"570\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2691\" srcset=\"https:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Absaugwagen.jpg 1140w, https:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Absaugwagen-440x248.jpg 440w, https:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Absaugwagen-620x350.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1140px) 100vw, 1140px\" \/>\n<\/p>\n<p>\nGestern stand nun also pl&#246;tzlich dieser rote Wagen vor meinem Haus. Naja, so pl&#246;tzlich war es eigentlich gar nicht. Denn schon vorher hatte ich ihn auf dem Nachbargrundst&#252;ck gesehen und mich &#252;ber den Schlauch gewundert, der aus dem Wagen kam. Denn die Nachbarn heizen mit Holz, eine &#214;llieferung war damit sehr unwahrscheinlich. Da war mir aber schon irgendwie klar, dass es sich um den Wagen handeln musste, der das Abwasser absaugt. Beim Kauf des Hauses sagte man mir damals, dass der einmal im Jahr vorbeikommen w&#252;rde. So richtig konnte ich damals nichts mit der Information anfangen. Ich hatte ganz deutsch damit gerechnet, dass man vorher einen Brief bekommt, oder zumindest einen Zettel im Briefkasten vorfindet und den Wagen ank&#252;ndigt. Und da ich nicht das ganze Jahr &#252;ber hier bin, war ich schon gespannt, wie das wohl ablaufen w&#252;rde, wenn ich nicht da bin.\n<\/p>\n<p>\nDie L&#246;sung ist sehr viel pragmatischer: der Wagen parkt, ein Mann steigt aus, nimmt sich den Schlauch und latsch einfach quer &#252;ber das Grundst&#252;ck zur Sickergrube und f&#228;ngt an das Abwasser abzusaugen. Dabei nimmt er &#252;brigens keine R&#252;cksicht auf den frisch ges&#228;ten Rasen&#8230; Aber gut, der ist zum Gl&#252;ck schon etwas mehr als zwei Wochen alt und hat die grobe Behandlung ganz gut &#252;berstanden.\n<\/p>\n<p>\nDie ganze Aktion dauert etwa 20 Minuten und naturgem&#228;&#223; riecht es dabei etwas streng. Nach dem ich das folgende Foto gemacht hatte, habe ich das Fenster ganz schnell geschlossen und habe das Treiben von Innen verfolgt.\n<\/p>\n<p>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Absaugmann.jpg\" alt=\"Absaugmann\" width=\"570\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2690\" srcset=\"https:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Absaugmann.jpg 1140w, https:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Absaugmann-440x278.jpg 440w, https:\/\/olbertz.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Absaugmann-620x392.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1140px) 100vw, 1140px\" \/>\n<\/p>\n<p>\nDas ist auch wieder so einen Job, den ich nicht haben m&#246;chte, aber irgendjemand muss ihn ja machen. Jedenfalls packte er dann irgendwann den Schlauch wieder ein und ist dann weiter zum n&#228;chten Haus gezogen. In den n&#228;chsten Wochen wird dann die Rechnung ins Haus flattern. So um die 120,- EUR sagte man mir damals beim Makler. Na, gut. Warten wir es mal ab.\n<\/p>\n<p>\n<strong>Nachtrag vom 15. Juli 2013<\/strong>: die Rechnung ist inzwischen eingetrudelt: 1 152,00 SEK. Die 120,- EUR waren also gut gesch&#228;tzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man sich mit dem Hauskauf in Schweden besch&#228;ftigt, wird man recht schnell mit einem Thema konfrontiert, mit dem man sich als normaler Mieter nicht besch&#228;ftigen muss. 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