{"id":1751,"date":"2011-09-24T16:59:55","date_gmt":"2011-09-24T14:59:55","guid":{"rendered":"http:\/\/olbertz.de\/blog\/?p=1751"},"modified":"2017-04-05T21:17:05","modified_gmt":"2017-04-05T19:17:05","slug":"wordcamp-2011-in-koeln-nicht-meine-veranstaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/olbertz.de\/blog\/2011\/09\/24\/wordcamp-2011-in-koeln-nicht-meine-veranstaltung\/","title":{"rendered":"Wordcamp 2011 in K&#246;ln &#8211; Nicht meine Veranstaltung"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe schon ein paar PlugIns f&#252;r WordPress geschrieben &#8211; <a href=\"http:\/\/snoopmedia.com\/\">beruflich<\/a> und privat (unter anderem f&#252;r die Buddypress-Installation <a href=\"http:\/\/plazaa.de\/\">Plazaa<\/a>). WordPress und Buddypress sind gerade deshalb aus Entwicklersicht so toll, weil sie (a) weit verbreitet sind und (b) alles im Quelltext vorliegt.<\/p>\n<p>Was ich aber vermisse, sind gute Beispiele, wie man etwas macht. Inzwischen bin ich als Entwickler an einem Punkt angekommen, wo ich etwas nicht nur ans Laufen kriegen m&#246;chte, sondern das auch gut und zukunftssicher zu machen.<\/p>\n<p>Ich hatte damit gerechnet, bei diesem Wordcamp auf viele Gleichgesinnte zu treffen und tats&#228;chlich fachsimpeln zu k&#246;nnen. Dar&#252;ber zu diskutieren, wie andere ein Problem l&#246;sen und Anforderungen umsetzen. Und das es viele unterschiedliche Wege gibt, kann man an den diversen popul&#228;ren PlugIns sehen, die grunds&#228;tzliche Dinge absolut unterschiedlich l&#246;sen.<\/p>\n<p>Ich finde so etwas sehr unbefriedigend und wei&#223;, dass es anderen Entwicklern &#228;hnlich geht. Leider wurden die Sessions von Leuten gehalten, die diesen Status noch nicht erreicht haben.<\/p>\n<p>Der Frust und die Entt&#228;uschung einiger Besucher lag vielleicht auch am Format dieses Barcamps. Im Vorfeld gab es wohl schon Kritiker, die die vorab eingestellten Sessions aus Prinzip abgelehnt haben. Ich sah das relaxter, weil es den Besuchern potentiell erlaubt, sich vorab ein Bild von der Veranstaltung zu machen. Bei einem Themen-Barcamp vielleicht gar nicht so schlecht. Leider hat das &#252;berhaupt nicht funktioniert.<\/p>\n<p>Zwei Dinge, die f&#252;r mich ein Barcamp ausmachen, wurden komplett ignoriert: die Vorstellung der Teilnehmer und die Vorstellung der Sessions. Ich hatte nicht gedacht, dass mir die Vorstellung der Teilnehmer so fehlen w&#252;rde, aber es gibt einem ein Gef&#252;hl f&#252;r das Publikum. Warum ist jemand hier? Was ist ihr\/sein Background? Auch wenn so um die 200 Leute dagewesen sein sollen, ist die Zeit f&#252;r diese Vorstellungsrunde gut &#8222;investiert&#8220;.<\/p>\n<p>Dass der Sessionplan direkt aus dem Netz &#252;bernommen wurde, kam f&#252;r mich komplett &#252;berraschend. Ich hatte damit gerechnet, dass jeder trotzdem seine Session &#8222;pitchen&#8220; m&#252;sste. Das macht doch ein Barcamp gerade aus: gibt es ein paar Leute, die Lust haben, sich zu einem Thema zusammen zu finden und dar&#252;ber zu Reden? Das h&#228;tte auch sehr dabei geholfen herauszubekommen, worum es in den Sessions gehen sollte.<\/p>\n<p>In allen vier Sessions die ich (wenn auch teilweise nur kurz) besucht habe, wurde ich inhaltlich komplett entt&#228;uscht, weil ich unter dem Einzeiler der Sessionbeschreibung etwas v&#246;llig anderes erwartet hatte. Das h&#228;tte man vermeiden k&#246;nnen und ist mir auf &#8222;klassischen&#8220; Barcamps nicht so passiert.<\/p>\n<p>Und auch sonst habe ich das Gef&#252;hl gehabt, in einer schmutzigen Ecke des Internets gelandet zu sein &#8211; nur halt in der Barcamp-Version. Mit welcher Selbstverst&#228;ndlichkeit in den Sessions eigentlich nur Werbung betrieben wurde, halte ich f&#252;r widerlich. Vor dem Barcamp hatte ich &#252;berlegt, was man selbst machen k&#246;nnte. Aufgrund mangelnder Zeit w&#228;re entweder eine Vorstellung von unseren Erfahrungen mit WordPress im Einsatz f&#252;r Kundenprojekte eine M&#246;glichkeit gewesen, oder aber der Aufbau einer Community (Plazaa) mit WordPress und Buddypress. Beides haben wir verworfen, weil es inhaltlich nicht viel hergegeben h&#228;tte und letztendlich nur als Werbung f&#252;r die jeweiligen Projekte h&#228;tte angesehen werden k&#246;nnen.<\/p>\n<p>Hier aber war es gar kein Problem unter der &#220;berschrift &#8222;Wir bauen eine Community&#8220; nicht etwa Buddypress selbst vorzustellen, sondern ein Theme, welches auf Buddypress aufbaut. Ich finde das &#228;u&#223;erst unehrlich. Warum hei&#223;t die Session nicht &#8222;Einf&#252;hrung in <em>[Name des Themes]<\/em>?<\/p>\n<p>Ich h&#246;re jetzt besser auf und konzentriere mich darauf, was ich aus dem Wordcamp mitgenommen habe: es gibt noch keine wirkliche Entwicklercommunity zu WordPress in Deutschland, also liegt es an uns, diese selbst mit Leben zu f&#252;llen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe schon ein paar PlugIns f&#252;r WordPress geschrieben &#8211; beruflich und privat (unter anderem f&#252;r die Buddypress-Installation Plazaa). 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