{"id":1221,"date":"2010-01-02T14:26:21","date_gmt":"2010-01-02T13:26:21","guid":{"rendered":"http:\/\/olbertz.de\/blog\/?p=1221"},"modified":"2013-01-28T17:49:08","modified_gmt":"2013-01-28T16:49:08","slug":"click-buy-warum-das-eine-unserioese-firma-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/olbertz.de\/blog\/2010\/01\/02\/click-buy-warum-das-eine-unserioese-firma-ist\/","title":{"rendered":"Click &#038; Buy &#8211; Warum das eine unseri&#246;se Firma ist"},"content":{"rendered":"<p><em>Click &#038; Buy<\/em> r&#252;hmt sich auf ihrer Website: &#8222;Weltweit einfach und sicher im Internet zahlen&#8220;. Leider scheint sich das &#8222;einfach und sicher&#8220; in erster Linie auf Click &#038; Buy selbst zu beziehen. Die Firma stellt ihre eigenen Interessen &#252;ber die der Endanwender. Und so kann man sich ganz leicht bei Click &#038; Buy eine andere Identit&#228;t vort&#228;uschen und unter dessen Namen im Internet einkaufen. &#8222;Einfach und sicher&#8220;.<\/p>\n<p>Und so geht es: Man meldet sich bei Click &#038; Buy mit einer g&#252;ltigen E-Mail Adresse an, best&#228;tigt diese E-Mail Adresse durch Klicken eines Links in der Verifizierungsmail und gibt dann einfach irgendeine Bankverbindung an. Anschlie&#223;end nutzt man dieses Click &#038; Buy Konto, um &#252;ber die Partner von Click &#038; Buy einzukaufen. Ohne dass die Identit&#228;t des Benutzers dieses Click &#038; Buy Kontos verifiziert wurde, oder zumindest der Zugriff auf das angegebene Konto &#252;berpr&#252;ft wurde, kann der betr&#252;gerische Benutzer Click &#038; Buy nun also nutzen.<\/p>\n<p>Die gute Nachricht: Dem Kontoinhaber kann das alles ziemlich egal sein. Er sagt bei seiner Bank Bescheid, dass die Abbuchung r&#252;ckg&#228;ngig gemacht werden soll und hat sein Geld sofort zur&#252;ck. Man muss sich anschlie&#223;end jedoch noch mit einem Inkassounternehmen (in meinem Fall <em>Acoreus collection Services GmbH<\/em>) herumschlagen und was alles so passieren kann, wenn man keinen Dispo hat und Click &#038; Buy gerade die letzten Euro vom Konto abbucht und deshalb andere, wichtige Sachen nicht abgebucht werden k&#246;nnen&#8230; Das &#252;berlasse ich mal eurer Fantasie. All das interessiert Click &#038; Buy aber nicht.<\/p>\n<p>Noch ein paar Fakten zu diesem Fall: am 22. September 2009 bekam ich 1 Cent von Click &#038; Buy auf mein Konto &#252;berwiesen. Im Text der &#220;berweisung war ein Code enthalten. Soweit ist mir das nicht unbekannt: bei <a href=\"http:\/\/ormigo.com\/\">Ormigo<\/a> haben wir genau so ein Verfahren genutzt um zu &#252;berpr&#252;fen, ob der User auch wirklich Zugriff auf das Konto hat. So lange der User den Code aus der &#220;berweisung nicht eingibt, kann er das Konto auch nicht nutzen. Zus&#228;tzlich bestand Ormigo aber &#252;brigens auch noch auf eine schriftliche Einzugserm&#228;chtigung per Fax, da nur solch eine schriftliche Vollmacht in Deutschland rechtsg&#252;ltig ist.<\/p>\n<p>Der &#220;berweisungstext von Click &#038; Buy enthielt noch eine kostenpflichtige Rufnummer, an die man sich h&#228;tte wenden k&#246;nnen. H&#228;tte man eine URL angegeben, h&#228;tte ich den Code gleich als <em>betrugsversuch<\/em> angeben k&#246;nnen. So war ich aber nicht bereit, mein Geld auszugeben um deren Arbeit zu machen. <\/p>\n<p>Am 28. September wurden dann durch Click &#038; Buy 7,99 Euro von meinem Konto abgebucht. Diese Lastschrift habe ich r&#252;ckg&#228;ngig machen lassen. Am 21. Oktober bekam ich einen Brief von Click &#038; Buy, in welchem man mir meinen Account bei Click &#038; Buy &#8211; den ich nie angelegt hatte &#8211; k&#252;ndigte und gleichzeitig die Bezahlung von nunmehr 30,49 Euro anmahnte.<\/p>\n<p>Wie sich die Summe von 30,49 Euro zusammensetzt und ob darin schon 7,50 Euro Mahngeb&#252;hren enthalten waren, konnte man durch den Text des Briefes nicht eindeutig entnehmen. Lediglich, dass man mir jetzt noch drei Tage Zeit geben w&#252;rde, den Betrag zu &#252;berweisen.<\/p>\n<p>Dort gab es dann eine kostenlose Telefonnummer, welche aber bei mehreren Versuchen nach jeweils 15 Minuten Warteschleife auflegte. Entweder gibt es bei Click &#038; Buy sehr viel Bedarf f&#252;r so eine Telefonnummer, oder sie ist einfach nicht besetzt. In dem Brief hei&#223;t es ja auch sonst, dass man sich ausschlie&#223;lich an die Firma in England wenden soll! Das macht doch gleich einen viel seri&#246;seren Eindruck&#8230;<\/p>\n<p>Am 25. November 2009 trudelte dann also der erste Brief des Inkassounternehmens <em>acoreus Collection Services GmbH<\/em> bei mir ein. Und dort wurde dann auch die E-Mail Adresse angegeben, unter der ich das Konto bei Click &#038; Buy angemeldet haben sollte. Dabei handelt es sich um eine Adresse bei Google-Mail, die mit etwas Fanatasie meinen Namen enth&#228;lt, aber nicht von mir genutzt wird. Die Summe der Forderung wuchs inzwischen auf 89,11 Euro an.<\/p>\n<p>Das sch&#246;ne bei <em>acoreus<\/em> ist, dass man dort online direkt etwas zu seiner Aktennummer hinterlassen kann. Also war ich so freundlich und habe denen geschrieben, dass ich die angegebene E-Mail Adresse nicht genutzt h&#228;tte und ich niemals Kunde von Click &#038; Buy war. Insofern solle man doch bitte den Kunden (Click &#038; Buy) darauf aufmerksam machen. Dar&#252;berhinaus w&#252;rde ich einem Mahnbescheid gelassen entgegen sehen.<\/p>\n<p>Heute war dann ein zweiter Brief vom Inkassounternehmen in der Post:<\/p>\n<blockquote><p>Ihre letzte Mitteilung haben wir zum Anlass genommen, den Fall noch einmal zu pr&#252;fen. [&#8230;] Sie haben sich unter dem Benutzernamen <em>DIE EMAIL ADRESSE<\/em> bei ClickandBuy International Limited registriert und dort ein Konto eingerichtet. [&#8230;] Bei anhaltendem Zahlungsverzug werden wir die Gesamtforderung gerichtlich geltend machen. [&#8230;] Bez&#252;glich der dann zus&#228;tzlich anfallenden Kosten verweisen wir auf die einschl&#228;gigen Prozesskostenrechner im Internet.<\/p><\/blockquote>\n<p>Tja, hat wohl jemand meine Nachricht nicht richtig gelesen. Und\/oder niemand in den Rechtsabteilungen versteht, wie fahrl&#228;ssig Click &#038; Buy hier mit den Identit&#228;ten seiner Kunden umgeht.<\/p>\n<p>Ich bezweifele ja, dass ich da wirklich einen Mahnbescheid bekommen werde, irgend jemand der sich mit der Materie auskennt, wird entweder bei <em>acoreus<\/em> oder Click &#038; Buy kurz vorher die Reissleine ziehen.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit kann ich aber nur davor warnen, ein Gesch&#228;ftsverh&#228;ltnis mit Click &#038; Buy einzugehen. Wer in einem so sensiblen Umfeld (Internetbezahlung) so fahrl&#228;ssig nur die eigenen Interessen vertritt, dem m&#246;chte man nicht wirklich vertrauen.<\/p>\n<p><strong>Nachtrag vom 22. Januar 2010<\/strong>: Es wird spannend! Heute war wieder ein Brief von <em>acoreus Collection Services GmbH<\/em> im Briefkasten. Diesmal mit der Ank&#252;ndigung, dass als n&#228;chstes der Mahnbescheid ansteht.<br \/>\nDa ich inzwischen die alten Briefe herausgekramt habe, werde ich gleich noch eine URL zu diesem Beitrag zu meiner &#8222;Aktennummer&#8220; bei acoreus hinzuf&#252;gen. Man soll mir ja nicht nachsagen, ich h&#228;tte mich nicht bem&#252;ht!<\/p>\n<p><strong>Nachtrag vom 1. M&#228;rz 2010<\/strong>: Weder Click &#038; Buy noch acoreus glauben, dass sie falsch liegen. Heute habe ich erneut Post vom Inkassounternehmen erhalten mit dem dramatischen Betreff <em>Gerichtliches Mahnverfahren<\/em>. Darin steht:<\/p>\n<blockquote><p>Wir kommen zur&#252;ck auf Ihre E-Mail vom 22.01.2010 und haben den Fall erneut gepr&#252;ft. Da aus unserer Sicht nach wie vor ein eindeutiger Zahlungsanspruch unseres Auftraggebers besteht, Sie jedoch offenbar nicht gewillt sind, die Angelegenheit au&#223;ergerichtlich zu kl&#228;ren werden wir nun die Empfehlung f&#252;r das gerichtliche Mahnverfahren aussprechen und alle weiteren, hierzu erforderlichen Schritte veranlassen.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Bereits jetzt weisen wir daraufhin, dass eine Forderung, die auch nach Erlass eines <strong>Mahn- und Vollstreckungsbescheides<\/strong> offen und unwidersprochen bleibt, tituliert ist. Auf Grundlage eines solchen Titels wird es unserem Auftraggeber m&#246;glich sin, die <strong>Zwangsvollstreckung einzuleiten<\/strong>. Haben Zwangsvollstreckungsma&#223;nahmen, z.B. die Sach- und Kontopf&#228;ndung, keinen Erfolg, beh&#228;lt sich unser Auftraggeber vor, das Verfahren bis hin zu Beantragung einer eidesstattlichen Versicherung und der Eintragung in das gerichtliche Schuldnerverzeichnis fortzuf&#252;hren. Nicht zuletzt dieser Schritt kann zu einer <strong>Verschlechterung der Bonit&#228;t<\/strong> f&#252;hren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Hervorhebungen durch Fettdruck sind so im Originalschreiben drin, man versucht also mit diesem Bullshist-Bingo Angst zu sch&#252;ren. Ich glaube au&#223;erdem nicht, dass sich &#252;berhaupt jemand durchgelesen hat, was ich denen geschrieben habe. Von einem <em>eindeutigen Zahlungsanspruch<\/em> kann nun wirklich keine Rede sein. Ich muss sagen, dem Mahnbescheid schaue ich freudig entgegen und hoffe, dass es bis vor Gericht geht. Vielleicht h&#246;rt Click &#038; Buy dann mal zu.<\/p>\n<p><strong>Nachtrag vom 25. November 2012<\/strong>: Ausdauernd sind sie ja, das muss man ihnen lassen. Wenn sie auch im Unrecht sind. Am 19. November bekam ich Post von &#8222;COEO Inkasso&#8220; mit der selben Leier. Diesmal haben sie sogar angeh&#228;ngt, was ich gekauft haben soll und mit welcher E-Mail-Adresse. Die selbe E-Mail-Adresse, die ich vor zwei Jahren schon nicht besessen habe. Naja, egal. Ich mache mir nicht mehr die M&#252;he denen zu antworten. Liest da ja eh niemand&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Click &#038; Buy r&#252;hmt sich auf ihrer Website: &#8222;Weltweit einfach und sicher im Internet zahlen&#8220;. Leider scheint sich das &#8222;einfach und sicher&#8220; in erster Linie auf Click &#038; Buy selbst zu beziehen. 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