Über den Mehrzweckbeutel bin ich auf folgenden Bericht in der Wirtschaftswoche gestossen: Transrapid: Hohe Konventionalstrafe?
In dem Artikel wird davon berichtet, dass es Probleme mit dem Bau der Transrapid-Strecke in Shanghai gibt und dass es deshalb wohl nicht zum geplanten Start des Alltagsbetriebes im Oktober kommen wird. Als Folge dessen würden Konventionalstrafen fällig werden und angedachte weitere Strecken nicht realisiert werden. Soweit, so dramatisch.
Der Artikel endet mit: Der ThyssenKrupp-Konzern gibt sich derweil gelassen. Er teilte der WirtschaftsWoche auf Anfrage mit: „Wir sind im Plan. Mit solchen Äußerungen will die chinesische Seite möglicherweise nur Druck auf uns ausüben.“
Was soll ich jetzt von diesem Artikel halten? Trotz des Fragezeichens in der Überschrift hat er meiner Meinung nach eindeutig Stellung bezogen. Wie das wirkt, sieht man auch bei oben angesprochenen Artikel des Mehrzweckbeutels. Offenbar ist man nicht gewillt, der Aussage von ThyssenKrupp Glauben zu schenken. Oder, um es böswilliger auszudrücken, ist man nur auf der Suche nach schlechten Nachrichten. Vielleicht sollte sich der Autor des WiWo-Artikels, Frank Sieren, mal diesen Artikel von brand eins durchlesen: Professor Listig. Darin werden die 36 Strategeme vorgestellt, welche tatsächlich die Vermutung aufkommen lassen können, dass im fernen Osten mit harten Bandagen und einem Lächeln auf den Lippen gekämpft wird.
Aber dann müsste man sich ja Mühe machen, die eigene Meinung hinterfragen und sich evtl. eine Story sparen müssen…