Das geschieht mir natürlich recht: seit Monaten schon liegt meine ec-Karte für 2008 hier rum und als ich gerade Bargeld abheben wollte, streikt der Automat. Zum Glück ist noch ein bisschen Kleingeld übrig geblieben, sonst müsste ich morgen Mittag hungern.
Archiv für den Tag: 2. Januar 2008
To SGFoo Camp or not to SGFoo Camp?
Mir ist eine große Ehre zuteil geworden: wegen NoseRub bin ich zum Social Graph Foo Camp eingeladen worden. Auf den O’Reilly-Campus. Nach Sebastopol. Kalifornien. USA.
Das heißt mal eben so 800 Euro für Flug, Transfers und ein paar Übernachtungen (wenn ich nicht sofort am Sonntag wieder zurückfliege, sondern noch zwei Tage San Francisco dranhänge). Autsch. Oder auch nicht. Wenn ich die Idee zu NoseRub in die Welt tragen möchte und den ganzen Themenkomplex „Social Graph“ spannend finde, sollte ich mir das gönnen. Sollte.
Denn eigentlich wollte ich im Frühjahr auch noch mal für zwei Wochen nach New York und wollte dafür so knapp 1.200 Euro ausgeben. Das wäre dann erst einmal erledigt, zumal der Wagen noch dringend in die Inspektion muss und mir über den Jahreswechsel auch noch ein größere Stück vom Zahn abgebrochen ist.
Klar, wenn man dazu noch von iPod Touch und Kunstkauf schreibt, kann es nicht um die Existenz gehen. Aber dennoch: so richtig leicht tue ich mich mit der Entscheidung nicht.
Dabei war ich noch nie in San Francisco, geschweige denn Kalifornien überhaupt. Und USA ist doch USA, oder?
Von einem der Auszog, Kunst zu kaufen
Ich mag Kunst ja irgendwie. Aus New York habe ich mir damals einen kleinen Druck mitgebracht, viel lieber würde ich aber gerne ein Original bei mir an die Wand hängen.
Zuletzt habe ich in Bonn eine Litographie von Armin Müller-Stahl gefunden. Das Motiv: zwei Musiker aus der Philharmonie in New York. Das kann ich eh nicht prüfen, es können auch zwei Laienspieler aus der Fußgängerzone in Wanne-Eickel gewesen sein – immerhin im Anzug.
Nun ist es einer Litographie aber zu eigen, dass man davon mehrere Abzüge herstellen kann. Normalerweise steht das dann auch immer dabei: 25 / 100 zum Beispiel wäre der fünfundzwanzigste Abzug von insgesamt einhundert. Ganz nebenbei: ist der erste Abzug eigentlich besser als der letzte?
Bei obiger Litographie steht neben der Signatur aber nur ein e.a., keine Angabe über die Abzüge. Diese Abkürzung steht für zwei französische Wörter, die zusammen soviel wie „Exemplar für den Künstler“, aber auch „Probedruck“ bedeuten. An anderer Stelle im Netz habe ich gefunden, dass solche Abzüge außerhalb der eigentlichen Serie stehen und somit (meine Interpretierung) auch nicht für den Verkauf vorgesehen sind. Ist so ein Abzug nun also besonders wertvoll, oder eher wertlos, weil man so etwas gar nicht haben möchte und es verpönt ist, so etwas zu verkaufen? Ja, ich könnte im Geschäft nachfragen, aber ehrlich gesagt glaube ich nicht, eine einwandfreie Auskunft zu erhalten. Ich bin manchmal halt etwas skeptisch…
Dabei ist es mir ja im Grunde genommen egal, wie viel das Objekt wert ist. Wichtig sollte ja sein, ob es mir gefällt. Aber nun einmal auch, ob es mir den Preis wert ist. 250,- Euro inklusive Rahmen soll es kosten. Für einen Druck wäre das zu viel, aber für etwas, mit dem sich der Künstler irgendwie direkt identifiziert, fände ich es angemessen – beinahe schon zu günstig.
Und so werde ich am nächsten Samstag wieder am Laden stehen und mir überlegen, ob mir die Erinnerung an New York und der Künstler Armin Müller-Stahl 250,- Euro wert sind.
Nachtrag: Das Bild ist nun aus dem Schaufenster verschwunden. Wer es gekauft hat um mich zu ärgern: Glückwunsch. Hat funktioniert! Wer es gekauft hat um es mir zu schenken: bitte nicht so auf die Folter spannen und kurz eine Mail schicken…