The Blog that never sleeps

This entry was posted on Dienstag, April 17th, 2007 at 17:31 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

Rechnung an d.k.d

by Dirk Olbertz


Hintergründe zum Thema können bei Mario Sixtus, Wortfeld, The Maastrix und Netzwelt nachgelesen werden.

Blogger.de
Dirk Olbertz
Kölnstraße 129b
53111 Bonn

Bonn, der 17. April 2007

An d.k.d Internet Service GmbH
Kaiserstraße 79
60329 Frankfurt/Main

Sehr geehrte Damen und Herren,

das von ihnen im Rahmen der IN2U-Kampagne angelegte Blog pupileye.blogger.de ist kommerzieller Natur und somit laut der Nutzungsbedingungen von Blogger.de, der Betrieb nur nach vorheriger Genehmigung durch mich erlaubt.

Diese Erlaubnis ist nicht eingeholt worden, aus diesem Grund wird eine erhöhte Nutzungsgebühr berechnet.

Ich stelle ihnen deshalb folgenden Posten in Rechnung:
1 x Bereitstellung eines Multiuser CMS-Systems für Text, Bilder und sonstiger Dateien für die Dauer von 12 Monaten. Das Paket enthält folgende Leistungsmerkmale:
- Überlassung einer Subdomain
- 5 MB Speicherplatz für Text, Bilder und sonstige Dateien
- 100MB Übertragungsvolumen pro Monat. Jedes weitere MB darüber hinaus kostet 1 Euro.
- kostenlose Supportanfragen unter hilfe.blogger.de
- kostenlose Auflistung auf blogger.de/list
- kostenlose Statistik über die 25 meistgelesensten Beiträge
- kostenlose Statistik zu den Besuchern der letzten 24 Stunden

Kosten: 1.200,- Euro
Mehrwertsteuer wird nicht ausgewiesen.

Bitte überweisen sie die Summe binnen 14 Tage auf mein Konto:
Dirk Olbertz
Deutsche Bank
BLZ 350 700 24
Kto.-Nr. 0638197

Mit freundlichen Grüßen,
Dirk Olbertz


14 Responses to “Rechnung an d.k.d”

  1. marco sagt:

    viel erfolg! falls noch nicht geschehen, setz dich mal mit mario in verbindung.

  2. Dirk Olbertz sagt:

    Danke. Mit Mario bin ich schon in Kontakt…

  3. kiesow sagt:

    seid ihr euch eigentlich sicher, das sowas nicht nach hinten losgehen kann?
    immerhin kommt geld ins spiel, wodurch das gewerbeaufsichts- und auch das finanzamt neugierig werden könnten.

    bei dir gehe ich mal davon aus, das du weisst was du machst, aber ob das jeder blogger weiss, der mal “lustig” eine rechnung verschickt oder generell in der nähe des kommentarformulares über gebühren hinweist …

  4. Dirk Olbertz sagt:

    Hm. So schlimm sind die Finanzämter ja auch nicht. Und klar müssen alle Einnahmen versteuert werden. Was Du da mit der Gewerbeaufsicht meinst, weiß ich allerdings nicht.

    Und all das sollte wirklich kein Hinderungsgrund sein, den PR-Spammern da draußen zu zeigen, dass wir hier keine kostenlosen Werbeflächen zur Verfügung stellen.

  5. MP:Schorsch sagt:

    Das ist doch mal ein echtes hosting schnäppchen.

  6. bosch sagt:

    Das ist doch ein faires Angebot. Bei dem großen Budget für die Kampagne sollten da auch noch 1200 EUR für das Bolghosting übrig sein. Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg beim Inkasso.

  7. [...] Gerade erst via Blogscout gesehen: Dirk Olbertz hat ebenfalls eine Rechnung an die Agentur d.k.d. geschrieben, die die Fakeblog-Kampagne für das Calvin-Klein-Parfum “in2u” angeleiert hat. In seinem Fall geht es darum, daß eines der Fakeblogs seinen Dienst blogger.de genutzt hat, nach dessen Nutzungsbedingungen kommerzielle Blogs aber der vorigen Erlaubnis von Dirk bedürfen. Das wären dann *kling* weitere 1.200 Euro Kampagnenkosten außerhalb der Kalkulation. Die billige Reaktion des Fakebloggers: Er kündigt an, umzuziehen, weil es bessere Bloghoster gebe. “Nun ja, jedenfalls habe ich festgestellt, dass es andere Bloghoster gibt, die mehr Features bieten, vor allem einfachere Interaktion mit euch !!” [...]

  8. Tapedeck sagt:

    Danke Dirk das du was machst und dieser viralen Kampagne die Luft aus den Segeln nimmst. CK sollte sich merken das ehrlich immer am längsten währt ;)

  9. lemming sagt:

    Und, haben die mittlerweile gezahlt? Viel Zeit bleibt ja nicht mehr.

  10. Dirk Olbertz sagt:

    Nein, noch keine Rückmeldung. Mahnung geht dann raus, wenn die 14 Tage rum sind.

  11. lemming sagt:

    Zeit ist um. *dong*

  12. caschy sagt:

    Ist immer schön zu sehen, was sich die grossen Lobbyisten unter den Bloggern herausnehmen können. Kleine “Class-D” Blogger wäre bei derlei Abmahnung oder Rechnungsstellung pleite.

  13. [...] Die Frage ist, inwiefern sich solch großer Aufwand überhaupt lohnt. Die Selbstheilungskräfte der Blogosphäre sind enorm. Fakeblogger werden grundsätzlich abgelehnt (Verstoß gegen die ungeschriebenen Gesetze der „Blogger-Ethik“) und zumeist wird sehr schnell und sehr ausführlich über derlei Blogs berichtet. Und aufgedeckte Fakeblogs verfehlen ihre Absicht. Demnach ist zu hoffen, dass die Qualitätsauslese der Blogs dazu beiträgt, dass PR-Agenturen nicht mehr auf Fake-Blogs zurückgreifen. Außerdem sind einige Blogger dazu übergegangen, Rechnungen für die unbezahlte Werbung, die etwa durch Kommentare auf den jeweiligen Weblogs entstanden sind, zu verlangen (z.T. fünfstellige Beträge, u.a. olbertz, und sixtus). Richterliche Entscheidungen zu diesem Thema stehen noch aus. Prinzipiell gibt es aber einen Vorgang der sich „Geschäft ohne Auftrag“ nennt. Denn die jeweiligen PR-Agenturen haben durch die Kommentare in fremden Blogs das Recht in Anspruch genommen, zu werben und könnten dafür zur Kasse gebeten werden. [...]

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